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Rund zwei Wochen nach dem Mondeinschlag einer ausgebrannten SpaceX-Raketenstufe hat die NASA nun auch die zuvor noch ausstehende, mit eigenen Bildern belegte Bestätigung nachgereicht: Aufnahmen des Lunar Reconnaissance Orbiter vom 11. und 12. August 2026 zeigen einen rund 18 Meter breiten und knapp 3 Meter tiefen Krater – die Breite anhand des sichtbaren Kraterrands bestimmt, die Tiefe über die Länge des Schattenwurfs berechnet. Die Bilder zeigen zudem helle und dunkle, „schmetterlingsflügelartige“ Auswurfstreifen: Dunklere Bereiche bestehen aus lange der Mondoberfläche ausgesetztem, durch Sonnenwind und Mikrometeoriten verändertem Material, hellere aus frisch freigelegtem Gestein aus tieferen Schichten. Zuvor hatte bereits die Europäische Südsternwarte (ESO) den Einschlag mit ihrem Very Large Telescope spektroskopisch bestätigt (charakteristische Natrium-/Lithium-Linien in der Einschlagwolke); damit liegen nun zwei unabhängige Bestätigungsebenen vor. Eine analoge Bestätigung durch die südkoreanische Raumfahrtagentur mit eigenen Bildern steht weiterhin aus.

SpaceX-Direktorin Julianna Scheiman hatte bereits beim Eintreten des Einschlags am 5. August 2026 erklärt, eine Mischung aus Sonnenaktivität und Schwerkraft habe die rund vier Tonnen schwere Raketenstufe von ihrer berechneten Flugbahn abgebracht. Diese Erklärung stammt von SpaceX selbst und wurde nicht unabhängig überprüft. Wie berichtet, geht die Stufe auf einen Start vom Jänner 2025 zurück, bei dem zwei Mondlandegeräte ins All gebracht worden waren; der Astronom Bill Gray hatte den Einschlag nahe dem Krater Einstein bereits Wochen zuvor vorausberechnet.

Offen bleibt, wie gut die nun gemessene Kratergröße mit den vorab genannten Modellen (u. a. Aufprallgeschwindigkeit von rund 8.700 km/h, Lage nahe den Kratern Einstein und Bell) übereinstimmt – dazu liegt in keiner gesichteten Quelle ein Abgleich vor. Auch eine Stellungnahme von SpaceX zu möglichen Konsequenzen für künftige Mondmissionen sowie eine unabhängige Bestätigung durch die südkoreanische Raumfahrtagentur stehen weiterhin aus. Die NASA betont, dass solche Kollisionen mit Weltraumschrott auf dem Mond selten sind – für die geplante eigene Mondbasis seien entsprechende Erkenntnisse aber relevant.

NASA veröffentlicht Fotos vom Krater

Rund zwei Wochen nach dem Einschlag hat die NASA nun auch die zuvor noch ausstehende, mit eigenen Bildern belegte Bestätigung nachgereicht: Aufnahmen des Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) vom 11. und 12. August 2026 zeigen den durch die ausgebrannte Falcon-9-Oberstufe verursachten Krater. Laut NASA ist er rund 18 Meter breit und knapp 3 Meter tief. Die Breite bestimmten NASA-Fachleute anhand von Bildausschnitten, in denen der Kraterrand klar von der Umgebung abgegrenzt zu erkennen war, die Tiefe berechneten sie anhand der Länge des vom Krater geworfenen Schattens. Für die Aufnahmen wurde die Sonde eigens ausgerichtet und ihre Schmalwinkelkamera eingesetzt, die Details ab rund einem Meter Größe auflösen kann. Die Bilder zeigen zudem helle und dunkle, „schmetterlingsflügelartige“ Auswurfstreifen rund um den Krater: Die dunkleren Bereiche bestehen aus Material, das lange der Mondoberfläche ausgesetzt und dadurch durch Sonnenwind, kosmische Strahlung und Mikrometeoriteneinschläge verändert war, die helleren aus frisch aus tieferen Schichten herausgeschleudertem Gestein. Eine analoge, mit eigenen Bildern belegte Bestätigung durch die südkoreanische Raumfahrtagentur steht weiterhin aus.

ESO hatte den Einschlag bereits spektroskopisch bestätigt

Schon zuvor hatte die in Chile ansässige Europäische Südsternwarte (ESO) mitgeteilt, mit ihrem Very Large Telescope (VLT) charakteristische Spektrallinien in der Einschlagwolke entdeckt zu haben. Konkret registrierte das Teleskop rund 5 bis 10 Minuten lang Signaturen von Natrium und Lithium – ein Muster, wie es bei einem tatsächlichen Einschlag zu erwarten war. Diese spektroskopische Bestätigung steht nun neben der fotografischen Bestätigung durch die NASA; beide Belege stützen sich gegenseitig, stammen aber aus unabhängigen Messverfahren. Eine eigene, direkt einsehbare ESO-Pressemitteilung mit weiteren Details zur Methodik wurde weiterhin nicht aufgefunden.

SpaceX nennt Ursache der Kursabweichung

Bereits mit dem Eintreten des Einschlags am 5. August 2026 hatte sich SpaceX erstmals öffentlich zur Kursabweichung geäußert: SpaceX-Direktorin Julianna Scheiman erklärte laut Agenturmeldungen, eine Mischung aus Sonnenaktivität und Schwerkraft habe die rund vier Tonnen schwere Raketenstufe von ihrer berechneten Flugbahn abgebracht, sodass sie unbeabsichtigt auf Kollisionskurs mit dem Mond geriet. Diese Erklärung stammt von SpaceX selbst und wurde bislang nicht unabhängig nachvollzogen.

Vorgeschichte

Wie im bisherigen Bericht dargestellt, hatte der Astronom Bill Gray den Einschlag der ausgebrannten Falcon-9-Oberstufe – Überrest eines Starts vom Jänner 2025, bei dem zwei Mondlandegeräte ins All gebracht worden waren – bereits Wochen zuvor für den 5. August 2026 nahe dem Krater Einstein am Mondrand vorausberechnet und als von der Erde aus kaum beobachtbar eingeschätzt. Genau zu diesem Zeitpunkt und in dieser Region trat der Einschlag nun offenbar auch ein, wie sowohl die ESO-Messung als auch die neuen NASA-Aufnahmen nahelegen.

Was weiterhin offen bleibt

Internationale Fachmedien hatten als mögliche Einschlagsregion auch den benachbarten Krater Bell und eine Aufprallgeschwindigkeit von rund 8.700 km/h genannt; ob und wie gut diese Vorab-Modelle mit dem nun von der NASA gemessenen, rund 18 Meter breiten Krater übereinstimmen, wurde in keiner der gesichteten Quellen ausgewertet. Auch eine offizielle Bestätigung durch die südkoreanische Raumfahrtagentur mit eigenen Sondenbildern steht weiterhin aus, ebenso eine Stellungnahme von SpaceX zu möglichen Konsequenzen für die Sicherheit künftiger Mondmissionen. Die NASA verweist zudem darauf, dass Kollisionen mit Raketenteilen oder anderem Weltraumschrott auf dem Mond – anders als reguläre Meteoriteneinschläge – selten sind; solche Erkenntnisse sind für die geplante NASA-Weltraumbasis auf dem Mond von Bedeutung. Schätzungen der europäischen Weltraumbehörde ESA zufolge befinden sich derzeit mehr als 46.000 Teile Weltraumschrott mit einem Gesamtgewicht von rund 17.000 Tonnen allein in der Erdumlaufbahn.