Ein 19-jähriger französischer Student, der in Singapur studiert, ist wegen eines Internet-Streichs zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Im März hatte er in einem Einkaufszentrum einen Trinkhalm aus einem Orangensaft-Automaten gezogen, abgeleckt und zurückgesteckt – gefilmt für eine Instagram-Story. Nachdem das Video viral gegangen war, erstattete der Automatenbetreiber Anzeige. Der Student bekannte sich wegen Störung der öffentlichen Ordnung schuldig und wurde zu 600 Singapur-Dollar, umgerechnet rund 400 Euro, verurteilt.
Österreichische Medien und internationale Nachrichtenagenturen berichten übereinstimmend über Vorfall und Strafhöhe. Sämtliche 500 Trinkhalme des Automaten mussten ausgetauscht werden, obwohl der reine Materialschaden laut Gerichtsunterlagen nur rund 5 Singapur-Dollar betragen haben soll. Dem Studenten hätte theoretisch auch eine mehrmonatige Gefängnisstrafe gedroht; die Richterin verzichtete laut internationalen Agenturen unter anderem wegen seines Alters auf eine mildere Sanktion.
Offen bleibt, ob er wegen der Verurteilung seinen Studenten-Aufenthaltstitel verliert. Der Fall passt zum Ruf Singapurs als besonders strikt regulierter öffentlicher Raum.
Was passiert ist
Ein 19-jähriger französischer Student, der in Singapur studiert, ist von einem Gericht wegen eines Internet-Streichs verurteilt worden. Im März hatte er in einem Einkaufszentrum aus dem Spender eines Orangensaft-Automaten einen Trinkhalm gezogen, ihn abgeleckt und anschließend wieder in die Halterung zurückgesteckt. Die Szene filmte er für eine Instagram-Story. Nachdem das Video viral gegangen war, erstattete der Betreiber des Automaten Anzeige bei der Polizei. Vor Gericht bekannte sich der Student wegen Störung der öffentlichen Ordnung schuldig und wurde zu einer Geldstrafe von 600 Singapur-Dollar, umgerechnet rund 400 Euro, verurteilt.
Was die Quellen zeigen
Der Kern des Falls – Vorfall, Schuldbekenntnis und Strafhöhe – wird sowohl von österreichischen Medien unter Berufung auf eine Agenturmeldung als auch von internationalen Nachrichtenagenturen unabhängig übereinstimmend berichtet. Laut diesen Quellen mussten nach dem Vorfall sämtliche 500 Trinkhalme des betroffenen Automaten ausgetauscht werden, obwohl der reine Materialschaden laut Gerichtsunterlagen nur rund 5 Singapur-Dollar betragen haben soll. Dem Studenten drohte bei einem Schuldspruch theoretisch auch eine mehrmonatige Gefängnisstrafe; sein Anwalt argumentierte vor Gericht, seinem Mandanten sei erst nachträglich bewusst geworden, welche Folgen eine vermeintlich harmlose Aktion haben könne. Die zuständige Richterin verzichtete laut internationalen Agenturen auf eine mildere Sanktion wie eine Bewährungsauflage und begründete dies unter anderem mit dem Alter des Studenten und der Art des Vergehens.
Was unklar bleibt
Offen ist laut den vorliegenden Berichten, ob der Student wegen der Verurteilung auch seinen Aufenthaltstitel in Singapur verliert; er studiert dort mit einem Studentenpass. Zur genauen Schadenssumme von rund 5 Singapur-Dollar liegt bislang nur eine einzelne Agenturquelle vor, eine unabhängig eingesehene Gerichtsentscheidung wurde nicht ausgewertet. Ein direktes Statement des Studenten selbst liegt ebenfalls nicht vor.
Einordnung
Der Fall erregte über Singapur hinaus Aufmerksamkeit, weil er zum Ruf des Stadtstaats als besonders streng regulierter öffentlicher Raum passt: Singapur ist unter anderem für hohe Sauberkeitsstandards und ein weitgehendes Kaugummi-Einfuhrverbot bekannt. Losgelöst von der geringen tatsächlichen Schadenshöhe zeigt die Verurteilung, dass auch vergleichsweise harmlos gemeinte Social-Media-Streiche in Singapur mit Strafverfahren geahndet werden können.

