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Taifun „Bavi“ traf laut mehreren internationalen Medien am Samstagabend zunächst in Yuhuan und kurz vor Mitternacht in Yueqing (beide Provinz Zhejiang) mit rund 144 km/h auf Land. Zuvor waren rund 1,7 Millionen Menschen in Zhejiang sowie weitere Zehntausende in Fujian, Peking und Shanghai evakuiert worden. Während sich das geschwächte System nach Norden weiterbewegte, kam es laut Berichten zu schweren Überschwemmungen in Hebei und Liaoning: In Kuancheng (Hebei) stiegen die Wasserstände auf über zwei Meter, rund 1.800 Dorfbewohner waren laut dem chinesischen Staatssender CCTV zeitweise von der Außenwelt abgeschnitten. In Liaoning riefen Behörden die höchste Alarmstufe für Sturzfluten aus; in der Provinzhauptstadt Shenyang blieben Schulen, Kindergärten und rund 94 Touristenattraktionen geschlossen, mehr als 30 Bahnstreckenabschnitte waren betroffen.

In Taiwan fielen mehr als 1.100 Flüge aus, rund 920 davon am Flughafen Taoyuan; zur Zahl betroffener Haushalte ohne Strom gibt es unterschiedliche Angaben (zunächst über 170.000, neuere Berichte nennen rund 68.920), die Verletztenzahl schwankt weiterhin zwischen 113 und 134. Auf den Philippinen bleiben mindestens 17 Tote und neun Vermisste gemeldet, vorwiegend durch Erdrutsche infolge verstärkter Monsunregen.

Die Quellenlage hat sich mit weiteren internationalen Medien (u. a. Al Jazeera, PBS/AP, SRF, „The Watchers“, South China Morning Post) neben den vier österreichischen Newsrooms (ORF, Der Standard, Die Presse, Kurier) verbreitert. Für die neuen Details zu Hebei und Liaoning stützen sich praktisch alle Berichte jedoch auf denselben Ursprung — den chinesischen Staatssender CCTV bzw. die Agentur Xinhua —, eine unabhängige, nicht-staatliche Bestätigung fehlt. Offen bleiben die exakte Verletztenzahl in Taiwan, mögliche Todesopfer in China selbst, eine belastbare Schadensbilanz sowie die Erklärung für die unterschiedlichen Angaben zu stromlosen Haushalten in Taiwan. Diese Darstellung wird bei neuen, insbesondere unabhängig bestätigten Informationen aktualisiert.

Was passiert ist

Taifun „Bavi“ ist nach vorliegenden Medienberichten am Samstagabend an der Ostküste Chinas auf Land getroffen: gegen 23:20 Uhr Ortszeit zunächst in der Küstenstadt Yuhuan, kurz vor Mitternacht ein zweites Mal in Yueqing — beide Orte liegen in der Provinz Zhejiang im Einzugsbereich von Taizhou bzw. Wenzhou. Die Windgeschwindigkeit beim ersten Auftreffen wird mit rund 144 km/h angegeben. Zuvor war der Sturm bereits über die Philippinen, Taiwan und südliche japanische Inseln gezogen.

Nach übereinstimmenden Angaben mehrerer internationaler Nachrichtenagenturen wurden in der Provinz Zhejiang rund 1,7 Millionen Menschen vorsorglich evakuiert, jeweils weitere über 100.000 aus den Nachbarregionen Fujian und Peking sowie rund 34.000 aus Shanghai. In der Stadt Yueqing sollen laut Berichten mehr als 1.300 Bäume umgestürzt sein, davon über 700 vollständig entwurzelt; Behörden warnten zudem vor Sturzfluten, übertretenden Flüssen und überschwemmten landwirtschaftlichen Flächen entlang der Küste.

In Taiwan fielen mehr als 1.100 Inlands- und Auslandsflüge aus, rund 920 davon allein am internationalen Flughafen Taoyuan bei Taipeh; der Fährverkehr wurde eingestellt, und zahlreiche Städte und Landkreise erklärten den Samstag für arbeitsfrei. Zur Stromversorgung liegen unterschiedliche Zeitangaben vor: Zunächst war von zeitweise mehr als 170.000 betroffenen Haushalten die Rede, neuere Berichte nennen rund 68.920 Haushalte, die vorübergehend ohne Strom waren — ob dies eine spätere, bereits teilweise wiederhergestellte Lage abbildet oder auf einer anderen Zählweise beruht, lässt sich aus den vorliegenden Quellen nicht eindeutig klären. Zur Zahl der Verletzten in Taiwan finden sich weiterhin unterschiedliche Angaben zwischen 113 und 134.

Auf den Philippinen werden weiterhin mindestens 17 Todesfälle sowie mindestens neun Vermisste gemeldet, vorwiegend durch Erdrutsche in den Provinzen Sarangani und Lanao del Sur, ausgelöst durch Monsunregen, die der Taifun verstärkt hatte. Mehreren Berichten zufolge gilt Bavi als der bislang stärkste Taifun des Jahres 2026 in der Region.

Überschwemmungen in Hebei und Liaoning

Nachdem sich Bavi über Festlandchina nach Norden weiterbewegte, verursachte das geschwächte System laut mehreren internationalen Medien schwere Überschwemmungen in den Provinzen Hebei und Liaoning. In der Kreisstadt Kuancheng (Hebei, rund 240.000 Einwohner, am Fluss Luan gelegen) stiegen die Wasserstände auf mehreren Straßen Berichten zufolge auf mehr als zwei Meter; Fahrzeuge wurden von den Wassermassen fortgerissen. Rund 1.800 Dorfbewohner waren laut dem chinesischen Staatssender CCTV zeitweise von der Außenwelt abgeschnitten, Behörden erklärten die Umsiedlung und Versorgung der Betroffenen zur obersten Priorität.

In der Provinz Liaoning riefen die Behörden die höchste Alarmstufe (Rot) für Sturzfluten aus und warnten vor übertretenden Flüssen und überschwemmten Feldern. In der Provinzhauptstadt Shenyang wurden laut Berichten sämtliche Klassen an Mittelschulen, Grundschulen und Kindergärten für einen Tag ausgesetzt, ebenso Bauarbeiten und Außenaktivitäten; rund 94 Touristenattraktionen blieben geschlossen. Mehr als 30 Bahnstreckenabschnitte waren von Zugausfällen betroffen, überflutete Straßen führten zeitweise zur Schließung einzelner Busrouten und U-Bahn-Stationen.

Diese Angaben zu Hebei und Liaoning stammen überwiegend aus Berichten, die sich auf chinesische Staatsmedien (u. a. CCTV, Xinhua) sowie internationale, auf Agenturmaterial gestützte Portale beziehen; eine direkte, unabhängige Bestätigung durch nicht-staatliche Stellen vor Ort liegt nicht vor.

Was die Quellen zeigen

Die Quellenbasis hat sich seit der ersten Fassung dieses Artikels weiter verbreitert: Neben vier österreichischen Medien — ORF, Der Standard, Die Presse und Kurier —, die übereinstimmend Agenturmeldungen und chinesische Behördenangaben syndizieren, bestätigen internationale Medien wie Al Jazeera, PBS NewsHour (unter Berufung auf AP), der Schweizer Sender SRF sowie weitere internationale Portale (u. a. „The Watchers“, South China Morning Post) die Kernzahlen zu Landfall, Evakuierung und den anschließenden Überschwemmungen weitgehend unabhängig voneinander.

Für die neuen Details zu den Überschwemmungen in Hebei und Liaoning stützen sich praktisch alle verfügbaren Berichte letztlich auf denselben Ursprung: den chinesischen Staatssender CCTV bzw. die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua. Internationale Medien übernehmen diese Angaben weitgehend unverändert, sodass trotz mehrerer zwischengeschalteter Portale keine wirklich unabhängige Zweitquelle vorliegt. Uneinigkeit besteht weiterhin bei der Verletztenzahl in Taiwan (113 gegenüber 134) sowie neu bei der Zahl der zeitweise stromlosen Haushalte in Taiwan (170.000 gegenüber 68.920).

Was unklar bleibt

Offen bleibt die exakte Zahl der Verletzten in Taiwan, da Berichte zwischen 113 und 134 schwanken. Ebenso unklar ist, ob es in Festlandchina selbst — einschließlich der neu betroffenen Provinzen Hebei und Liaoning — Todesopfer durch Taifun „Bavi“ gab; die vorliegenden Quellen beziffern dies nicht. Eine belastbare Schadenssumme für die betroffenen Regionen in China und Taiwan liegt weiterhin nicht vor.

Unklar ist zudem, wie sich die Lage der rund 1.800 in Kuancheng abgeschnittenen Dorfbewohner und der dortige Wasserstand seither entwickelt haben, sowie ob die vorübergehend geschlossenen Bahnstrecken, U-Bahn-Stationen und Schulen in Liaoning zwischenzeitlich wieder geöffnet wurden. Ob die neuere Angabe von rund 68.920 stromlosen Haushalten in Taiwan einen tatsächlichen Rückgang gegenüber der zuvor gemeldeten Spitze von über 170.000 widerspiegelt oder anders gezählt wurde, ist aus den Quellen nicht zu klären.

Auf den Philippinen ist offen, ob sich die Zahl von 17 Toten und neun Vermissten im Zuge weiterer Erhebungen noch verändert. Schließlich fehlt weiterhin eine direkte, nicht-mediale Bestätigung der genannten Zahlen durch chinesische, taiwanesische oder philippinische Behörden selbst, ebenso wie Stimmen von Betroffenen, Hilfsorganisationen oder unabhängigen Wetterdiensten.

Einordnung

Die Berichterstattung zu Taifun „Bavi“ hat sich von einer Vorwarn- und Landfall-Meldung zu einer breiteren Schadens- und Folgenmeldung entwickelt, die nun auch die Überschwemmungen im Landesinneren (Hebei, Liaoning) einschließt. Das verbessert das Gesamtbild, ändert aber nichts daran, dass die zentralen Zahlen zu Evakuierungen, abgeschnittenen Orten und Infrastrukturausfällen letztlich auf staatliche chinesische Stellen — Behörden sowie Staatsmedien wie CCTV und Xinhua — zurückgehen und bislang nicht unabhängig, nicht-staatlich verifiziert wurden.

Zur weiteren Einordnung: Bereits in der Woche vor Bavis Landfall hatten andere Unwetter in Süd- und Zentralchina laut Berichten mindestens 39 Todesopfer gefordert — ein separates, nicht unmittelbar mit diesem Taifun verknüpftes Ereignis, das aber die angespannte Wetterlage in China dieser Wochen illustriert. Naturkatastrophen dieser Größenordnung erfordern besondere Zurückhaltung bei Opfer- und Schadenszahlen, da sich diese in den Tagen danach oft noch verändern. Diese Darstellung wird bei Vorliegen weiterer, insbesondere unabhängig bestätigter Informationen aktualisiert.