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Der Taifun „Saudel“ hat in China mehrere Opfer gefordert. In der Provinz Jiangxi löste er in der Nacht auf Samstag einen Erdrutsch in der Ortschaft Gaoping (Landkreis Suichuan) aus, bei dem mindestens ein Mensch ums Leben kam. Elf Personen gelten weiterhin als vermisst, mehr als zehn Menschen waren zeitweise eingeschlossen, zwölf Häuser wurden beschädigt. Diese Kernfakten werden von der chinesischen Staatsagentur Xinhua sowie von ORF und DER STANDARD übereinstimmend berichtet.

„Saudel“ ist bereits der siebente Taifun, der China 2026 trifft. Nach Behördenangaben wurden rund 250.000 Menschen aus gefährdeten Gebieten in Sicherheit gebracht, Schulunterricht wurde vielerorts ausgesetzt und Fährverbindungen eingestellt – Zahlen, die auf chinesische Behörden- und Staatsmedienquellen zurückgehen und bislang nicht unabhängig bestätigt sind. Unabhängig davon kam in der Provinz Fujian ein katholischer Priester, der 55-jährige Wang Gengxian aus der Diözese Fuzhou, bei Überschwemmungen ums Leben, als er am 3. September von Wassermassen erfasst wurde.

Offen bleibt, ob die Zahl der Toten und Vermissten in Jiangxi durch die laufenden Rettungsarbeiten noch steigt, wie hoch der Sachschaden ausfällt und ob sich die genannten Evakuierungszahlen unabhängig bestätigen lassen.

Was passiert ist

Der Taifun „Saudel“ hat in China mehrere Opfer gefordert. In der Provinz Jiangxi löste er in der Nacht auf Samstag heftige Regenfälle aus, die in der Ortschaft Gaoping im Landkreis Suichuan gegen vier Uhr früh Ortszeit einen Erdrutsch auslösten. Dabei kam nach Angaben der lokalen Behörden mindestens ein Mensch ums Leben, elf weitere Personen gelten weiterhin als vermisst. Mehr als zehn Menschen waren durch die Erdmassen zeitweise eingeschlossen, zwölf Häuser wurden beschädigt. Die Angaben stammen von den örtlichen Behörden und dem staatlichen Sender CCTV und werden von der chinesischen Staatsagentur Xinhua sowie von österreichischen Medien übereinstimmend wiedergegeben.

Der siebente Taifun des Jahres

„Saudel“ ist bereits der siebente Taifun, der China 2026 trifft. In den Tagen zuvor hatte er sintflutartige Regenfälle und Überschwemmungen in den Küstenregionen des Landes verursacht, bevor er ins Landesinnere weiterzog. Nach Behördenangaben wurden rund 250.000 Menschen aus besonders gefährdeten Gebieten vorsorglich in Sicherheit gebracht, in mehreren Städten wurde der Präsenzunterricht ausgesetzt und touristische Einrichtungen vorübergehend geschlossen. Zudem sollen 24 Fährverbindungen entlang der Küste eingestellt worden sein. Diese Zahlen und Maßnahmen gehen auf chinesische Behörden- und Staatsmedienquellen zurück; eine unabhängige, nicht-chinesische Bestätigung liegt nicht vor. Nach internationalen Agenturberichten war der Taifun zuvor bereits zweimal in der Provinz Zhejiang und ein drittes Mal in Fujian auf Land getroffen, bevor er sich abschwächte.

Ein weiteres Todesopfer in Fujian

Unabhängig vom Erdrutsch in Jiangxi kam in der südostchinesischen Provinz Fujian ein katholischer Priester bei den Überschwemmungen ums Leben. Nach einer Meldung des katholischen Nachrichtendienstes AsiaNews handelt es sich um den 55-jährigen Wang Gengxian aus der Diözese Fuzhou, der am 3. September auf dem Weg von einer Kirche zu einer anderen von den Wassermassen erfasst wurde; sein Leichnam wurde am Folgetag gefunden. DER STANDARD hatte den Todesfall zuvor unter Berufung auf den Nachrichtendienst Kathpress ohne Namensnennung gemeldet.

Was die Quellenlage zeigt

Die zentralen Angaben zum Erdrutsch in Jiangxi – ein Toter, elf Vermisste, beschädigte Häuser – werden von mehreren voneinander unabhängigen Stellen getragen: von der chinesischen Staatsagentur Xinhua ebenso wie von ORF und DER STANDARD, die sich ihrerseits auf Agenturen und lokale Behörden berufen. Das stützt eine hohe Zuverlässigkeit dieser Kernfakten. Schwächer belegt sind hingegen Detailzahlen wie die rund 250.000 Evakuierten oder die genaue Abfolge der Landgänge des Taifuns: Sie stammen jeweils nur aus einer einzelnen Quelle, die sich wiederum auf chinesische Behörden- beziehungsweise Staatsmedienangaben stützt. Eine direkt eingesehene offizielle Erklärung einer chinesischen Katastrophenschutzbehörde liegt nicht vor.

Was unklar bleibt

Offen ist, ob die elf noch vermissten Personen in Jiangxi lebend geborgen werden können und ob sich dadurch die Zahl der Todesopfer noch erhöht. Ebenso unklar ist das genaue Ausmaß der Sachschäden in den betroffenen Regionen sowie die Frage, ob sich die genannte Evakuierungszahl von rund 250.000 Menschen unabhängig bestätigen lässt. Auch der berichtete Ablauf der Landgänge des Taifuns in Zhejiang und Fujian ist bislang nur einfach belegt.