Textlänge

Ein 37-jähriger Mann aus Wien ist am Samstagnachmittag bei einem Arbeitsunfall in Schwechat (Bezirk Bruck an der Leitha) gestorben. Nach ersten Ermittlungen der Polizei war er bei Reparaturarbeiten an einem Raupen-Muldenkipper unter dessen nach oben gestellte Mulde geklettert und dürfte dabei an einen Hebel gekommen sein, der die Mulde in die Ursprungsposition zurückbrachte. Dabei wurde er eingeklemmt; der Notarzt des Rettungshubschraubers Christophorus 9 konnte nur mehr seinen Tod feststellen.

Die Angaben stammen aus einer Aussendung der Landespolizeidirektion Niederösterreich und werden von mehreren unabhängigen Medien übereinstimmend berichtet. Der genaue Ablauf, wie der Mann an den auslösenden Hebel geriet, gilt dabei ausdrücklich noch als vorläufige Einschätzung aus ersten Ermittlungen.

Offen sind bislang eine Stellungnahme des Arbeitgebers, eine mögliche Beteiligung der Arbeitsinspektion sowie die Frage, ob es an dem Gerät bereits zuvor bekannte technische Mängel gab.

Was passiert ist

Ein 37-jähriger Mann aus Wien ist am Samstagnachmittag bei einem Arbeitsunfall in Schwechat im Bezirk Bruck an der Leitha ums Leben gekommen. Nach ersten Ermittlungen der Polizei war der Mann bei Reparaturarbeiten an einem Raupen-Muldenkipper unter dessen nach oben gestellte Mulde geklettert. Dabei dürfte er laut Polizei an einen Hebel gekommen sein, der die Mulde wieder in die Ursprungsposition zurückbrachte. Der Mann wurde dadurch eingeklemmt. Der Notarzt des Rettungshubschraubers Christophorus 9 konnte am Einsatzort nur mehr den Tod des 37-Jährigen feststellen.

Was die Quellen zeigen

Die Angaben zu Unfallort, Alter des Verunglückten und Todesumstand gehen auf eine Aussendung der Landespolizeidirektion Niederösterreich zurück und werden von mehreren voneinander unabhängigen Medien – darunter noe.ORF.at, Kleine Zeitung und Kurier – inhaltlich übereinstimmend wiedergegeben. Der genaue Ablauf, wie der Mann an den Hebel geriet, wird dabei durchgehend als vorläufige Einschätzung aus ersten Ermittlungen formuliert, erkennbar an Formulierungen wie “dürfte”. Eine abschließende technische oder gerichtliche Klärung der Unfallursache liegt nach aktueller Quellenlage nicht vor.

Was unklar bleibt

Offen ist, ob und wie sich der Arbeitgeber des Mannes zu dem Vorfall äußert, ob die Arbeitsinspektion eingeschaltet wurde oder eigene Ermittlungen zum technischen Zustand des Muldenkippers anstellt und ob es an dem Gerät bereits zuvor bekannte Mängel gegeben haben könnte. Auch mögliche arbeitsschutzrechtliche Konsequenzen aus dem Vorfall sind derzeit nicht bekannt.

Einordnung

Tödliche Arbeitsunfälle mit Baumaschinen wie Muldenkippern werfen regelmäßig Fragen zu Wartung, Sicherheitsvorkehrungen und Schulung im Umgang mit hydraulisch bewegten Anlagenteilen auf. Ohne eine Stellungnahme des Arbeitgebers oder erste Ergebnisse einer möglichen Untersuchung der Arbeitsinspektion lässt sich derzeit nicht beurteilen, ob es sich um ein singuläres Fehlverhalten oder um ein strukturelles Sicherheitsproblem handelte. Dieser Artikel wird bei Vorliegen weiterer gesicherter Informationen aktualisiert.