Ein 18-jähriger Ungar ist am Mittwochnachmittag bei einer Bergtour auf der Innsbrucker Nordkette tödlich verunglückt. Beim Abstieg in sehr steilem, grasigem und felsdurchsetztem Gelände stürzte er nach übereinstimmenden Berichten rund 150 bis 200 Meter in die Tiefe. Er war mit zwei gleichaltrigen Landsleuten unterwegs, die zuvor im Bereich des Kemacher die Orientierung verloren und ins weglose Gelände gerieten.
Drei voneinander unabhängige Medien – ORF Tirol, DER STANDARD und Kleine Zeitung – berichten übereinstimmend über den Todesfall, die Gruppengröße und den Ort des Geschehens. Unterschiedlich sind die Angaben zu Details: Die Kleine Zeitung nennt den Ausfall einer Outdoor-Navigations-App als Ursache des Orientierungsverlusts, DER STANDARD erwähnt das nicht und beschreibt stattdessen den Fundort in einer Schotterrinne.
Offen bleibt, wie es im Detail zum Sturz kam und ob die App-Störung tatsächlich eine Rolle spielte. Ein offizieller Bericht von Polizei oder Bergrettung zum genauen Unfallhergang liegt bislang nicht vor. Der Fall reiht sich in eine Serie tödlicher Alpinunfälle der vergangenen Wochen in den Alpen ein.
Was passiert ist
Ein 18-jähriger Ungar ist am Mittwochnachmittag bei einer Bergtour auf der Innsbrucker Nordkette tödlich verunglückt. Beim Abstieg in sehr steilem, grasigem und felsdurchsetztem Gelände stürzte er nach übereinstimmenden Berichten rund 150 bis 200 Meter in die Tiefe. Der junge Mann war laut vorliegenden Quellen mit zwei gleichaltrigen Landsleuten unterwegs; die drei hatten zuvor im Bereich des Kemacher die Orientierung verloren und gerieten dabei ins weglose Gelände.
Was die Quellen zeigen
ORF Tirol, DER STANDARD und die Kleine Zeitung berichten unabhängig voneinander über den Todesfall und stimmen in den Kernpunkten überein: Alter und Nationalität des Verunglückten, die Dreiergruppe und der Ort des Geschehens auf der Nordkette. Unterschiede zeigen sich bei Detailfragen: Die Kleine Zeitung führt den Orientierungsverlust auf den Ausfall einer Outdoor-Navigations-App zurück, während DER STANDARD diesen Umstand nicht erwähnt und stattdessen beschreibt, dass der Verunglückte nach dem Sturz leblos in einer Schotterrinne liegen blieb. Keine der vorliegenden Quellen liefert eine offizielle Einschätzung von Polizei oder Bergrettung zum Unfallhergang.
Was unklar bleibt
Offen ist, wie es im Detail zum Sturz während des Abstiegs kam und ob dabei die genannte App-Störung tatsächlich eine Rolle spielte. Ebenso unklar ist, wie die beiden überlebenden Begleiter den Unfall erlebten und welche Hilfe sie erhielten, sowie ob die Gruppe für die gewählte Route ausreichend erfahren und ausgerüstet war. Ein offizieller Bericht von Polizei oder Bergrettung Tirol zum genauen Ablauf liegt den vorliegenden Quellen zufolge bislang nicht vor.
Einordnung
Der Fall reiht sich in eine Serie tödlicher Alpinunfälle in den vergangenen Wochen in Tirol und den umliegenden Alpenregionen ein. Wie berichtet, waren zuletzt auch ein 63-jähriger Deutscher beim Abstieg von der Wildspitze und ein weiterer deutscher Urlauber am Mindelheimer Klettersteig tödlich verunglückt – beide Vorfälle werden in den jeweiligen Berichten als eigenständige, voneinander unabhängige Ereignisse behandelt. Gemeinsam ist den Fällen, dass Stürze im steilen Gelände beim Ab- oder Aufstieg die Unfallursache waren und offizielle Untersuchungsberichte zu den genauen Umständen jeweils noch ausstehen.

