Der Urlaub in Österreich bleibt 2026 gefragt: Laut vorläufigen Zahlen der Statistik Austria stiegen die Nächtigungsbuchungen von Jänner bis August um 1,5 Prozent auf rund 117,9 Millionen. Besonders stark wuchs die bisherige Sommersaison von Mai bis August mit einem Plus von 2,3 Prozent auf 63,3 Millionen Nächtigungen, während der August mit 21,33 Millionen nahezu stabil blieb.
Getragen wird das Wachstum vor allem von ausländischen Gästen: Ihre Nächtigungen stiegen um 1,9 Prozent auf knapp 88,8 Millionen, während inländische Gäste mit 29,1 Millionen stabil blieben. Insgesamt urlaubten in den ersten acht Monaten 35,1 Millionen Gäste in Österreich, ein Plus von 2,9 Prozent. Deutschland bleibt mit Abstand wichtigstes Herkunftsland vor den Niederlanden und Tschechien.
Tourismus-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner sprach laut einer Presseaussendung ihres Ressorts von einem Wachstumsmotor für die Regionen, betonte aber, es gehe künftig stärker um Wertschöpfung pro Gast als um reine Rekordzahlen – im Einklang mit der bis 2035 angelegten Tourismusstrategie der Regierung. Wie sich das Wachstum regional verteilt und welche Folgen es für Arbeitsmarkt und Infrastruktur hat, bleibt in den vorliegenden Quellen offen.
Was passiert ist
Der Urlaub in Österreich ist heuer weiter gefragt. Wie aus vorläufigen Ergebnissen der Statistik Austria hervorgeht, stiegen die Nächtigungsbuchungen im Zeitraum Jänner bis August 2026 gegenüber der Vorjahresperiode um 1,5 Prozent auf rund 117,9 Millionen. Besonders kräftig fiel das Wachstum in der bisherigen Sommersaison von Mai bis August aus: Hier legten die Nächtigungen um 2,3 Prozent auf 63,3 Millionen zu. Der August selbst, traditionell der nächtigungsstärkste Monat im heimischen Tourismus, blieb mit 21,33 Millionen Nächtigungen nahezu auf Vorjahresniveau – ein geringfügiges Minus von 0,1 Prozent. Die Zahl der Gäste stieg im August dennoch leicht, um 0,6 Prozent auf 6,2 Millionen.
Was die Zahlen zeigen
Getragen wird das Wachstum vor allem von internationalen Gästen. Rund drei Viertel aller Nächtigungen seit Jahresbeginn entfielen auf Reisende aus dem Ausland. Zwischen Jänner und August stiegen die Auslandsnächtigungen im Jahresabstand um 1,9 Prozent auf knapp 88,8 Millionen, während die Nächtigungen von Urlauberinnen und Urlaubern aus Österreich mit 29,1 Millionen praktisch stabil blieben (plus 0,4 Prozent). Auch bei den Ankünften zeigt sich ein klares Plus: Insgesamt urlaubten in den ersten acht Monaten 35,1 Millionen Gäste in Österreich, um 2,9 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2025, mit einem besonders starken Anstieg bei ausländischen Gästen. Mit Abstand die meisten Nächtigungen kamen aus Deutschland (43,9 Millionen), gefolgt von den Niederlanden (9,4 Millionen), Tschechien (3,6 Millionen) sowie der Schweiz und Liechtenstein mit zusammen gut drei Millionen.
Einordnung
Tourismus-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner (ÖVP) wertete die Entwicklung als Zeichen anhaltend starker internationaler Nachfrage und bezeichnete den Tourismus laut einer Presseaussendung ihres Ressorts als Motor für Wertschöpfung in den Regionen, von Familienbetrieben über Seilbahnen bis zum regionalen Handel. Zugleich betonte sie, touristischer Erfolg lasse sich nicht allein an immer neuen Nächtigungsrekorden messen: Ziel sei nicht einfach eine weiter steigende Gästezahl, sondern mehr Wertschöpfung pro Gast und stärkere Betriebe über das ganze Jahr. Diese Linie deckt sich mit der bis 2035 angelegten Tourismusstrategie der Regierung, die laut der Presseaussendung eine Steigerung der realen touristischen Wertschöpfung von rund 22,6 auf über 25 Milliarden Euro sowie mehr Ganzjahresbeschäftigung in Beherbergung und Gastronomie vorsieht. Diese Angaben stammen aus einer über eine Suchmaschine eingesehenen Zusammenfassung der ministeriellen Aussendung, nicht aus deren vollständigem Text.
Was unklar bleibt
Offen bleibt aus den vorliegenden Quellen, wie sich das Nächtigungsplus regional auf die einzelnen Bundesländer verteilt und welche Effekte das Wachstum auf Arbeitsmarkt, Infrastruktur oder stark frequentierte Hotspot-Regionen hat. Auch Einschätzungen von Branchenverbänden wie dem Österreichischen Hotelierverband oder von Tourismusverbänden liegen nicht vor, ebenso wenig ein direkter Vergleich mit der Entwicklung in Konkurrenzdestinationen. Ob das Wertschöpfungsziel der Tourismusstrategie 2035 angesichts der aktuellen Zahlen realistisch erscheint, lässt sich mit den vorliegenden Quellen nicht beurteilen.

