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US-Präsident Donald Trump hat bei der ersten „Midterm Convention“ der Republikaner am 9. September 2026 in Dallas angekündigt, jedem erwachsenen US-Bürger 5000 Dollar auszuzahlen, sollten die Republikaner bei den Kongresswahlen am 3. November 2026 die Mehrheit in Repräsentantenhaus und Senat behalten – Details zur Finanzierung blieb er schuldig. Mehrere US-Medien beziffern die Gesamtkosten auf über eine Billion Dollar und halten das Versprechen für kaum finanzierbar; auch österreichische Medien werten es überwiegend kritisch. Bei demselben Auftritt sagte Trump zudem, der seit Ende Februar 2026 laufende Krieg zwischen den USA und Iran werde kurz nach der Wahl enden und die Ölpreise danach sinken.

Zwei Tage später, bei der Gedenkfeier zum 25. Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001 am Pentagon, verteidigte Trump den fortgesetzten Iran-Krieg explizit: „Es kann nur den Sieg geben“, sagte er, Iran werde niemals eine Atomwaffe besitzen. Verteidigungsminister Pete Hegseth behauptete, man habe den „weltweit bedeutendsten staatlichen Sponsor des Terrorismus“ binnen sechs Monaten zerschlagen – eine unabhängig nicht bestätigte Einschätzung der eigenen Kriegspartei. An den Gedenkfeiern nahmen laut Bericht auch mehrere Ex-Präsidenten sowie Vizepräsident Vance teil; ob Trump ursprünglich selbst am Ground Zero sprechen wollte, ist zwischen Medienberichten und seiner eigenen Darstellung strittig.

Offen bleibt, ob und wie das Dividenden-Versprechen umgesetzt wird, ob der Iran-Krieg tatsächlich bald endet oder – wie einem bislang nur über den Titel bekannten Bericht zufolge Trumps eigene Berater erwarten – bis 2029 andauert, und wie sich beides auf die Kongresswahlen auswirkt.

Was passiert ist

Bei der ersten „Midterm Convention“ der Republikanischen Partei am 9. September 2026 im American Airlines Center in Dallas, Texas, hat US-Präsident Donald Trump eine weitreichende finanzielle Zusage gemacht: Sollten die Republikaner bei den Kongresswahlen am 3. November 2026 die Mehrheit sowohl im Repräsentantenhaus als auch im Senat behalten, werde er eine „Trump-Dividende“ von 5000 Dollar an jeden erwachsenen US-Bürger auszahlen. Trump formulierte das Versprechen nach übereinstimmenden Berichten ausdrücklich als Bedingung – nur bei einem Sieg in beiden Kongresskammern solle die Zahlung erfolgen.

Zwei Tage später, am 11. September 2026, nutzte Trump eine Gedenkfeier zum 25. Jahrestag der Terroranschläge von 2001 am Pentagon, um seinen Kriegskurs gegenüber Iran zu verteidigen – ein Auftritt, der die zuvor in Dallas gemachte Ankündigung zum baldigen Kriegsende in einen neuen Kontext stellt.

Wie Trump das Dividenden-Versprechen begründet

Konkrete Angaben zur Umsetzung blieb Trump laut den ausgewerteten Berichten schuldig. Er begründete die Ankündigung mit dem „wirtschaftlichen Erfolg“ seiner Regierung und deutete an, ein Teil der Summe könnte aus Einnahmen seiner Zollpolitik stammen – jener Zölle, mit denen die USA zuletzt unter anderem im eskalierenden Handelsstreit mit Kanada agiert haben, wie berichtet. Ohne Zustimmung des Kongresses hat der Präsident jedoch keine Vollmacht, eigenständig Zahlungen dieser Größenordnung an die Bevölkerung anzuweisen.

Kritik an der Finanzierbarkeit

Sowohl österreichische als auch internationale Medien bewerten das Versprechen überwiegend skeptisch. Die Kleine Zeitung bezeichnet es im Titel als „unmöglich umzusetzen“, Die Presse ordnet es als „Version von Brot und Spiele“ ein. Mehrere US-Medien beziffern die geschätzten Gesamtkosten auf über eine Billion Dollar – eine Summe, die das ohnehin hohe jährliche Budgetdefizit der USA zusätzlich belasten würde. Es handelt sich dabei um überschlägige journalistische Schätzungen, keine offizielle Kostenrechnung der Regierung.

Der Kontext: Iran-Krieg und Ölpreise

In seiner Dallas-Rede äußerte sich Trump auch zum seit Ende Februar 2026 laufenden Krieg zwischen den USA, Israel und Iran, über den Neue Nachrichten bereits berichtet hat. Nach seiner Einschätzung werde der Konflikt „kurz nach der Wahl“ enden, die zuletzt durch die Kämpfe gestiegenen Ölpreise sollten in der Folge sinken. Trump begründete dies mit der Annahme, Iran stehe kurz vor dem Kollaps und versuche lediglich, den Kriegsverlauf bis zu den Wahlen hinauszuzögern, um die politischen Kräfteverhältnisse in den USA zu beeinflussen – eine Einschätzung, die unabhängig nicht überprüfbar ist. Mehrere österreichische Medien griffen diese Ankündigung auch nach der Dallas-Rede noch auf. Ein weiterer, bislang nur über den Titel bekannter Presse-Bericht wirft zudem ein Schlaglicht auf einen möglichen Widerspruch: Demnach rechnen Trumps eigene Berater mit einem Andauern des Kriegs bis 2029 – deutlich länger, als Trump selbst öffentlich in Aussicht stellt. Da der Volltext dieses Berichts nicht ausgewertet werden konnte, bleibt unklar, wer genau mit welcher Begründung zitiert wird.

9/11-Gedenkfeier: Trump verteidigt den Iran-Krieg

Bei der Gedenkfeier zum 25. Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001 am Hauptsitz des US-Verteidigungsministeriums, dem Pentagon, verteidigte Trump am 11. September 2026 explizit den fortgesetzten Krieg gegen Iran. „Wir werden niemals, niemals vergessen. Deshalb kämpfen wir heute. Wir haben keine Wahl. Es kann nur den Sieg geben“, sagte er laut übereinstimmenden Berichten. Iran, den weltweit führenden Unterstützer des Terrors, werde niemals eine Atomwaffe besitzen, so Trump weiter. Verteidigungsminister Pete Hegseth erklärte in seiner eigenen Rede, man habe in den vergangenen sechs Monaten den weltweit bedeutendsten staatlichen Sponsor des Terrorismus „in Schutt und Asche gelegt“ – eine Einschätzung, die als Aussage einer am Krieg beteiligten Partei einzuordnen ist und nicht unabhängig bestätigt wurde.

Bei den Anschlägen vor 25 Jahren waren fast 3.000 Menschen getötet worden, als Terroristen des Netzwerks Al-Kaida vier Passagierflugzeuge entführten und zwei davon in die Türme des World Trade Center steuerten; ein weiteres Flugzeug traf das Pentagon, wo allein 184 Menschen starben, eine vierte Maschine stürzte in Pennsylvania ab. An den Gedenkfeiern nahmen laut Bericht auch die früheren Präsidenten George W. Bush, Barack Obama, Joe Biden und Bill Clinton sowie Vizepräsident JD Vance teil. Im Vorfeld hatten die „New York Times“ und CNN unter Berufung auf anonyme Quellen berichtet, Trump habe ursprünglich selbst am Ground Zero sprechen wollen; Trump wies das als erfundene Geschichte zurück. Für ÖVP-Bundeskanzler Christian Stocker markiert der 11. September 2001 laut einer zitierten Stellungnahme bis heute einen Wendepunkt in der Geschichte, der das Verständnis von Sicherheit und Freiheit nachhaltig verändert habe.

Was unklar bleibt

Offen ist, ob Trump eine formelle Gesetzesvorlage für die Dividenden-Auszahlung in den Kongress einbringen wird und wie eine Finanzierung konkret aussehen soll. Unklar bleibt auch, ob der Iran-Krieg tatsächlich – wie von Trump prognostiziert – kurz nach den Wahlen endet, oder ob er, wie einem bislang nur über den Titel bekannten Bericht zufolge Trumps eigene Berater erwarten, bis 2029 andauert. Ebenso offen ist, ob sich Hegseths Behauptung zum Kriegsverlauf unabhängig bestätigen lässt, ob Trump tatsächlich ursprünglich am Ground Zero sprechen wollte, wie die demokratische Opposition offiziell auf das Dividenden-Versprechen reagiert und ob beides den Ausgang der Kongresswahlen am 3. November 2026 beeinflusst. Ein vollständiges Redetranskript oder eine offizielle Stellungnahme des Weißen Hauses zu einem der beiden Auftritte wurde für diesen Artikel nicht ausgewertet.