US-Präsident Donald Trump hat seiner Assistentin Natalie Harp sowie den Mitarbeitern Chamberlain Harris und Margo Martin zu Weihnachten Geldgeschenke von jeweils 45.000 Dollar gemacht. Das Weiße Haus bestätigte entsprechende Berichte der „Washington Post“ und von Politico über die Plattform X. Bekannt wurden die Zahlungen laut US-Medienberichten über die jährlichen Finanzoffenlegungserklärungen der drei Mitarbeiter, die ihr Jahresgehalt von 150.000 Dollar beziehen – die Geschenksumme entspricht damit rund einem Drittel davon.
Das Weiße Haus erklärte, der Präsident pflege seit Langem die Tradition, Menschen aus seinem Umfeld zu Weihnachten zu beschenken. Die Geschenke stünden in keinem Zusammenhang mit den Amtsaufgaben der Beschenkten und seien daher rechtlich und ethisch zulässig. Eine unabhängige Bewertung von außen liegt dazu bislang nicht vor. Natalie Harp gilt als eine der engsten Vertrauten Trumps mit wichtiger Rolle beim Zugang zum Präsidenten, tritt öffentlich aber kaum in Erscheinung.
Offen bleibt, ob Ethik-Aufsichtsbehörden die Zahlungen prüfen, wie sie sich zu Praktiken früherer Präsidenten verhalten und wie sich die Betroffenen selbst dazu äußern. Auch einzelne Funktionsbezeichnungen der Mitarbeiter werden in den Quellen nicht einheitlich beschrieben.
Was passiert ist
US-Präsident Donald Trump hat seiner Assistentin Natalie Harp sowie den Mitarbeitern Chamberlain Harris und Margo Martin zu Weihnachten Geldgeschenke von jeweils 45.000 Dollar gemacht, umgerechnet rund 38.700 Euro. Das Weiße Haus bestätigte entsprechende Berichte der „Washington Post“ und von Politico über die Plattform X. Bekannt wurden die Zahlungen laut US-Medienberichten, weil die drei Mitarbeiter sie in ihren jährlichen Finanzoffenlegungserklärungen als „Geldgeschenk zu den Feiertagen“ angegeben hatten. Harp, Harris und Martin beziehen für ihre Tätigkeit im Weißen Haus jeweils ein Jahresgehalt von 150.000 Dollar – die Geschenksumme entspricht damit etwa einem Drittel davon.
Was die Quellen zeigen
Die Pressestelle des Weißen Hauses erklärte auf X, der Präsident pflege seit Langem die Tradition, Menschen aus seinem Umfeld zu Weihnachten zu beschenken, darunter gelegentlich auch Mitarbeiter und Berater – sowohl in der Regierung als auch zuvor in der Privatwirtschaft. Die Geschenke stünden „in keinerlei Zusammenhang mit den offiziellen Aufgaben dieser Personen in der Regierung“ und seien daher „nach den einschlägigen rechtlichen und ethischen Standards vollkommen zulässig“. Diese Einordnung ist bislang nur die Darstellung des Weißen Hauses selbst; eine unabhängige rechtliche oder ethische Bewertung von außen liegt in den vorliegenden Quellen nicht vor. US-Medien wie CNN berichteten zudem, dass ein weiterer langjähriger Trump-Mitarbeiter, Walt Nauta, in seiner Offenlegungserklärung ein separates Feiertagsgeschenk in Höhe von 20.000 Dollar angegeben habe – ein Detail, das in den österreichischen Berichten zu diesem Cluster nicht auftaucht und hier nur als zusätzlicher Kontext aus internationaler Berichterstattung eingeordnet wird.
Harps Nähe zu Trump
Über die Rolle von Natalie Harp wird seit Wochen berichtet: Die 35-jährige frühere TV-Moderatorin gilt als eine der loyalsten Vertrauten des Präsidenten und gehört zu seinem engsten Umfeld. Öffentlich tritt sie kaum in Erscheinung, Medien schreiben ihr aber eine wichtige Rolle beim Zugang zu Trump zu – unter anderem soll sie an der Veröffentlichung von Trumps Beiträgen auf Truth Social mitwirken, indem sie diktierte Texte eintippt. Bei Chamberlain Harris, 26, und Margo Martin, 31, nennen die vorliegenden Quellen teils unterschiedliche Funktionsbezeichnungen – österreichische Medien sprechen von einem „persönlichen Assistenten“ Trumps, US-Berichte von einer leitenden Position im Betrieb des Oval Office. Diese Diskrepanz ließ sich mit den vorliegenden Quellen nicht auflösen.
Was unklar bleibt
Offen ist, ob Aufsichtsstellen wie das Office of Government Ethics die Zahlungen zum Anlass für eine eigene Prüfung nehmen, und wie sich die Praxis zu vergleichbaren Geschenken früherer Präsidenten an Mitarbeiter verhält. Eine Stellungnahme von Natalie Harp, Chamberlain Harris oder Margo Martin selbst liegt bislang nicht vor. Auch eine unabhängige Einschätzung von Ethik-Fachleuten zur rechtlichen Bewertung des Weißen Hauses fehlt in der vorliegenden Berichterstattung.
Einordnung
Die Geschenke reihen sich in eine Reihe von Berichten ein, die zuletzt verstärkt Fragen zu finanziellen Verflechtungen im engsten Trump-Umfeld aufgeworfen haben. Wie „Neue Nachrichten“ berichtete, ist Natalie Harp etwa auch als Mitbeklagte in einer Klage genannt, die Medienorganisationen wegen eines kostenpflichtigen Schnellzugangs zu Trumps Truth-Social-Beiträgen eingebracht haben; zudem sorgte das kommerzielle Datenzugangsmodell „Truth API“ von Trump Media zuletzt für Kritik von Ethik-Beobachtern. Die aktuellen Geldgeschenke sind ein separater Vorgang, fügen sich aber in dasselbe größere Bild eines Umfelds, das wiederholt öffentlich zu finanziellen Vorteilen für Trump nahestehende Personen befragt wird.


