Wenige Wochen vor den US-Kongresswahlen am 3. November ist die Zustimmung zu Präsident Donald Trump laut einer am Sonntag abgeschlossenen Reuters/Ipsos-Umfrage auf 32 Prozent gefallen – den tiefsten Stand seiner politischen Karriere, nach 35 Prozent in der Vorwoche. Die online durchgeführte Erhebung befragte rund 1.277 Erwachsene bei einer Fehlerspanne von etwa drei Prozentpunkten. Besonders deutlich ist der Rückgang unter Republikanern, deren Zustimmung binnen einer Woche von 82 auf 73 Prozent sank.
Als Hauptgründe nennt die Umfrage die steigenden Lebenshaltungskosten und den unpopulären Krieg der USA und Israels gegen den Iran – nur 17 Prozent billigten Trumps Umgang mit den Lebenshaltungskosten. Zwei österreichische Medien, die sich auf dieselbe Erhebung stützen, berichten zudem von einem Vorsprung der Demokraten bei der Kongresswahl-Präferenz von 43 zu 35 Prozent; ein internationales Medium bestätigt unabhängig die allgemeine Tendenz sinkender Republikaner-Unterstützung vor der Wahl.
Offen bleiben eine Reaktion des Weißen Hauses, ein Abgleich mit anderen Meinungsforschungsinstituten sowie die Frage, wie stark sich der Stimmungseinbruch tatsächlich im Wahlergebnis niederschlagen wird. Der Zustimmungseinbruch fällt zudem in eine Phase, in der die Trump-Regierung bereits an mehreren juristischen Fronten unter Druck steht, etwa bei umstrittenen Briefwahl-Regeln, die der Oberste Gerichtshof jüngst vorerst blockiert ließ.
Was passiert ist
Wenige Wochen vor den US-Kongresswahlen am 3. November ist die Zustimmung zu Präsident Donald Trump laut einer Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters und des Meinungsforschungsinstituts Ipsos auf den tiefsten Stand seiner politischen Karriere gefallen. In der am Sonntag abgeschlossenen, online durchgeführten Erhebung äußerten sich nur noch 32 Prozent der Befragten zufrieden mit Trumps Arbeit, nach 35 Prozent in der Woche zuvor. Die Umfrage wertete rund 1.277 Antworten von Erwachsenen in den gesamten USA aus, die Fehlerspanne wird mit rund drei Prozentpunkten angegeben. Damit liegt der Wert erstmals seit Trumps Amtsantritt im Jänner 2025, als seine Zustimmung noch bei 47 Prozent lag, so tief.
Was die Quellen zeigen
Besonders auffällig ist der Einbruch innerhalb der eigenen Parteibasis: Die Zustimmung unter Republikanern fiel binnen einer Woche von 82 auf 73 Prozent. Als Hauptgründe nennt die Umfrage laut übereinstimmenden Berichten die steigenden Lebenshaltungskosten sowie den anhaltenden, in der Bevölkerung unpopulären Krieg der USA und Israels gegen den Iran. Nur 17 Prozent der Befragten billigten demnach Trumps Umgang mit den Lebenshaltungskosten – jenem Thema, das nach Angaben der Umfrage für die anstehende Kongresswahl als entscheidend gilt. Zwei österreichische Medien, die sich beide auf dieselbe Reuters/Ipsos-Erhebung stützen, berichten zudem, dass die Demokraten bei der direkten Wahlpräferenz für den Kongress mit 43 zu 35 Prozent vor den Republikanern liegen – der größte Vorsprung für die Demokraten, der in diesem Jahr in dieser Umfragereihe gemessen wurde. Ein internationales Medium bestätigt unabhängig die allgemeine Tendenz, dass Wählerinnen und Wähler sich von den Republikanern vor der Abstimmung am 3. November abwenden, ohne die exakten Prozentwerte zu nennen.
Politischer Hintergrund
Bei den Kongresswahlen verteidigen die Republikaner knappe Mehrheiten in beiden Kammern. Ein Kontrollverlust im Senat oder Repräsentantenhaus könnte Trumps politische Vorhaben in den verbleibenden zwei Jahren seiner Amtszeit erheblich erschweren. Der Wahlkampf findet bereits vor dem Hintergrund weiterer juristischer Auseinandersetzungen der Trump-Regierung statt: Wie berichtet, hatte der Oberste Gerichtshof erst Mitte September einen Eilantrag der Regierung abgelehnt, mit dem neue, von der US-Post kontrollierte Briefwahl-Regeln noch rechtzeitig vor der Wahl hätten in Kraft treten sollen – die Regeln bleiben damit vorerst ausgesetzt. Der aktuelle Zustimmungseinbruch fällt somit in eine Phase, in der Trumps Regierung bereits an mehreren Fronten unter rechtlichem und politischem Druck steht.
Was unklar bleibt
Eine Stellungnahme Trumps, des Weißen Hauses oder der republikanischen Kongressführung zu den Umfragewerten liegt bislang nicht vor. Ebenso fehlt ein Abgleich mit Erhebungen anderer Meinungsforschungsinstitute wie Gallup oder Pew Research, der zeigen würde, ob sich der Trend über verschiedene Methoden hinweg bestätigt. Offen ist außerdem, wie stark sich die schlechten Umfragewerte tatsächlich auf das Ergebnis der Kongresswahlen am 3. November auswirken werden und wie sich die Benzin- und Dieselpreise in den USA seit Beginn des Iran-Kriegs im Detail entwickelt haben. Auch der von den österreichischen Medien berichtete Vergleich mit dem historischen Tiefstwert von Joe Biden ließ sich mit den hier vorliegenden Quellen nicht unabhängig verifizieren.
Einordnung
Die zentralen Zahlen – 32 Prozent Gesamtzustimmung und der Rückgang der Republikaner-Zustimmung von 82 auf 73 Prozent – werden von mehreren voneinander unabhängigen Medien sowie einer internationalen Nachrichtenagentur-Meldung übereinstimmend wiedergegeben und gelten damit als gut belegt. Weniger gesichert sind ergänzende Detailwerte wie die genaue Kongresswahl-Präferenz oder der Biden-Vergleich, die bislang nur aus zwei Medien stammen, die erkennbar dieselbe Ursprungserhebung zitieren. Wie bei jeder Einzelumfrage bleibt zudem grundsätzlich offen, wie stabil der gemessene Trend ist und ob er sich in weiteren, methodisch unabhängigen Erhebungen bestätigt.


