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Ubisoft hat laut übereinstimmenden Medienberichten in seinem Studio in Barcelona 51 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gekündigt – kurz nachdem sich das Remake „Assassin’s Creed Black Flag Resynced“ nach Angaben von DER STANDARD rund zwei Millionen Mal verkauft haben soll. Laut heise online befindet sich die Belegschaft des Studios im Streik gegen die Kündigungen.

Die Zahl von 51 Kündigungen wird von beiden vorliegenden, unabhängigen Quellen genannt, während Verkaufszahl und Streikmeldung bislang jeweils nur aus einer Quelle stammen. Eine Stellungnahme von Ubisoft zu Umfang, Zeitplan oder Gründen der Kündigungen liegt nicht vor, ebenso wenig eine direkte Aussage von Arbeitnehmervertretungen.

Ob die Kündigungen Teil eines größeren, unternehmensweiten Stellenabbaus sind und wie das Konsultationsverfahren konkret abläuft, ist anhand der vorliegenden Quellen nicht verifizierbar. Die Darstellung bleibt bis zu weiteren Quellen vorläufig.

Was passiert ist

Laut übereinstimmenden Medienberichten hat Ubisoft in seinem Studio in Barcelona 51 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gekündigt – wenige Tage nachdem das Remake „Assassin’s Creed Black Flag Resynced“ veröffentlicht wurde. DER STANDARD berichtet, das Spiel habe sich rund zwei Millionen Mal verkauft, kurz bevor die Kündigungen bekannt wurden. Das deutsche Fachmedium heise online berichtet zusätzlich, dass die Belegschaft des Studios gegen die Entlassungen in den Streik getreten sei. Die zeitliche Nähe zwischen kommerziellem Erfolg und Stellenabbau wird von beiden Quellen als bemerkenswert dargestellt.

Was die Quellen zeigen

Die vorliegenden Berichte von DER STANDARD und heise online stammen aus unabhängigen Redaktionen und stimmen in der zentralen Zahl von 51 Kündigungen überein, was diese Angabe vergleichsweise verlässlich erscheinen lässt. Die Verkaufszahl von zwei Millionen Einheiten wird bislang nur von einer der beiden Quellen genannt, ebenso wie die Information zum Streik der Belegschaft, die nur bei heise online auftaucht. Eine eigene Stellungnahme von Ubisoft zu Zeitplan, Umfang oder Begründung der Kündigungen liegt in den vorliegenden Quellen nicht vor, ebenso wenig eine direkte Wortmeldung von Arbeitnehmervertretungen.

Was unklar bleibt

Offen bleibt, ob und in welchem Rahmen ein Konsultationsverfahren mit der Belegschaft läuft und welche Fristen dafür gelten. Unklar ist auch, ob die kolportierten 51 Stellen Teil eines größeren, unternehmensweiten Stellenabbaus bei Ubisoft sind – entsprechende Gesamtzahlen und mögliche Schließungen weiterer Studios lassen sich anhand der vorliegenden Quellen nicht verifizieren. Ebenso fehlen bislang Zitate betroffener Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie eine Bestätigung, welche Organisation den Streik konkret koordiniert.

Einordnung

Die Geschichte fügt sich in eine Reihe von Berichten über Stellenabbau in der Games-Branche trotz kommerzieller Erfolge einzelner Titel. Ohne eine Stellungnahme von Ubisoft selbst oder der Arbeitnehmerseite lässt sich derzeit nicht abschließend beurteilen, wie die Kündigungen intern begründet werden und wie repräsentativ der geschilderte Konflikt für die Gesamtsituation des Unternehmens ist. Diese Einordnung beruht ausschließlich auf zwei Medienberichten und sollte bei weiterer Berichterstattung aktualisiert werden.