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Eine Ipsos-Online-Umfrage unter 1.000 Befragten zeigt breite Zustimmung zu Verboten digitaler Geräte an österreichischen Schulen: 62 Prozent sprechen sich für ein Handyverbot aus, 72 Prozent für ein generelles Social-Media-Verbot bis 14 Jahre. Bei Künstlicher Intelligenz fällt das Bild anders aus – für ein Verbot von Anwendungen wie ChatGPT im Unterricht wäre nur etwa jede beziehungsweise jeder Dritte. Laut ORF.at erwartet zudem nur eine Minderheit von 21 Prozent überwiegend positive Effekte von KI und anderen technologischen Entwicklungen auf das Bildungssystem.

Die Ergebnisse fallen in eine Phase laufender Regulierung: Seit Mai dürfen Handys bis zur 8. Schulstufe im Schulhaus nicht mehr privat genutzt werden, ein Social-Media-Verbot wird derzeit vorbereitet. Für den Umgang mit KI-Anwendungen gibt es bislang keine vergleichbare gesetzliche Regel.

Wer die Umfrage beauftragt hat und wie sie methodisch genau angelegt war, ist aus den vorliegenden Medienberichten nicht ersichtlich. Auch fehlen bislang Einschätzungen von Bildungsministerium oder Schulvertretungen zu den Zahlen sowie ein konkreter Zeitplan für das geplante Social-Media-Verbot.

Was die Umfrage zeigt

Eine aktuelle Online-Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Ipsos unter 1.000 Befragten zeigt ein klares, aber differenziertes Bild zur Rolle von Digitaltechnik an österreichischen Schulen. 62 Prozent der Teilnehmenden sprechen sich für ein Handyverbot an Schulen aus. Noch deutlicher fällt die Zustimmung zu einem generellen Social-Media-Verbot für unter 14-Jährige aus: Hier votieren 72 Prozent dafür. Bei Künstlicher Intelligenz zeigt sich ein anderes Bild: Für ein Verbot von KI-Anwendungen wie ChatGPT im Schulbetrieb wäre nur etwa jede beziehungsweise jeder Dritte. Die Skepsis gegenüber den Chancen von KI ist dennoch verbreitet: Laut ORF.at erwartet nur eine Minderheit von 21 Prozent, dass sich Künstliche Intelligenz und andere technologische Entwicklungen überwiegend positiv auf das Bildungssystem auswirken werden.

Der politische Kontext

Die Umfrageergebnisse fallen in eine Phase, in der Österreich den Umgang mit digitalen Geräten an Schulen bereits schrittweise neu regelt. Seit Mai gilt ein Verbot der privaten Handynutzung im Schulhaus bis zur 8. Schulstufe. Ein generelles Social-Media-Verbot für Jugendliche unter 14 Jahren befindet sich laut den vorliegenden Berichten derzeit in Vorbereitung. Die hohe Zustimmung zu beiden Maßnahmen in der Umfrage deckt sich damit mit einer bereits eingeschlagenen politischen Richtung. Für den Umgang mit KI-Anwendungen im Unterricht gibt es dagegen bislang keine vergleichbare gesetzliche Regelung – hier zeigt die Umfrage auch in der Bevölkerung eine deutlich zurückhaltendere Verbotsneigung.

Was unklar bleibt

Wer die Ipsos-Erhebung beauftragt hat, ist aus den vorliegenden Berichten nicht ersichtlich. Auch methodische Details wie der genaue Erhebungszeitraum, die Zusammensetzung der Stichprobe oder die exakte Formulierung der Fragen – etwa ob sich die KI-Frage auf ein Totalverbot oder auf bestimmte Anwendungsszenarien im Unterricht bezog – lassen sich derzeit nicht nachvollziehen. Offen ist zudem, ob und wie die Bundesregierung auf die verbreitete Skepsis gegenüber den Bildungschancen von KI reagieren will, etwa im Rahmen des geplanten Social-Media-Verbots oder einer eigenen Regelung zum KI-Einsatz an Schulen. Der Zeitplan für die Umsetzung des Social-Media-Verbots ist ebenfalls nicht näher beschrieben.

Einordnung

Die Umfrage bestätigt in erster Linie eine bereits erkennbare öffentliche Stimmungslage: Bei sichtbaren, leicht verständlichen Verboten wie Handy- oder Social-Media-Nutzung ist die Zustimmung hoch, während der Umgang mit KI-Werkzeugen im Bildungsbereich als komplexer und weniger eindeutig verbotswürdig wahrgenommen wird. Die Zahlen stammen ausschließlich aus Medienberichten über die Erhebung; eine eigenständige Prüfung der Rohdaten oder der Studie selbst liegt nicht vor. Einschätzungen von Bildungsministerium, Lehrer- oder Schülervertretungen zu den Ergebnissen fehlen in der bisherigen Berichterstattung.