In St. Valentin im Bezirk Amstetten haben Taucherinnen und Taucher am vergangenen Wochenende rund 51 Stunden lang ununterbrochen Uno gespielt – auf einem Spieltisch zwei Meter unter Wasser in einem angemieteten Tauchcontainer. Organisiert hat die Aktion der Tauchklub ESV ASKÖ St. Valentin unter Obmann Walter Brunbauer, der schon beim bisherigen, vor 13 Jahren aufgestellten Rekord von 50 Stunden dabei war. Die Spielkarten waren mit Ösen am Tisch befestigt, Farbwechsel erfolgten per Fingertipp auf eine Markierung, und beim “Uno”-Ruf mussten die Taucher kurz das Sauerstoff-Mundstück abnehmen.
Der Reinerlös der Aktion ging an das Rote Kreuz St. Valentin – laut ORF-Bericht rund 7.000 Euro, gespeist aus Startgeldern und einem begleitenden Zeltfest. Dass die Aktion stattfand und der Erlös dem Roten Kreuz zugutekam, berichten mehrere unabhängige Medien übereinstimmend.
Bei einzelnen Details bleibt die Quellenlage jedoch uneinheitlich: Zur Zahl der beteiligten Taucher nennt der ORF 53 Personen, eine NÖN-Schlagzeile spricht dagegen von über 100. Zudem handelt es sich nach ORF-eigener Einordnung um einen inoffiziellen Rekord – eine Prüfung oder Anerkennung durch eine unabhängige Organisation liegt bislang nicht vor.
Was passiert ist
In St. Valentin im Bezirk Amstetten haben Taucherinnen und Taucher am vergangenen Wochenende rund 51 Stunden lang ununterbrochen das Kartenspiel Uno gespielt – auf einem Spieltisch, der zwei Meter unter Wasser in einem eigens angemieteten Tauchcontainer befestigt war. Organisiert hat die Aktion der Tauchklub ESV ASKÖ St. Valentin. Gespielt wurde laut Bericht von Freitag, 10.00 Uhr, bis Sonntag, 13.00 Uhr, durchgehend und auch in der Nacht. Jeweils drei Personen saßen am Tisch, ein Wechsel erfolgte im Viertelstundentakt.
Die Idee zu dem Rekordversuch geht auf Walter Brunbauer zurück, den Obmann des Tauchklubs, der bereits vor 13 Jahren beim damaligen Rekord über 50 Stunden dabei war. Er organisierte die aktuelle Aktion und spielte selbst mit.
Wie das Spiel unter Wasser funktionierte
Die Spielkarten aus Plastik waren mit Ösen versehen und am Tisch befestigt, damit sie nicht wegschwimmen konnten. Zum Wechseln der Farbe tippten die Spielerinnen und Spieler mit dem Finger auf eine am Tisch angebrachte Farbmarkierung. Aufwändiger wurde es beim “Uno”-Ruf, wenn nur noch eine Karte übrig war: Dafür musste das Sauerstoff-Mundstück kurz abgenommen werden, für Zuschauer außerhalb des Containers war das nur an aufsteigenden Luftblasen erkennbar. Die Taucherin Heike Klausberger beschrieb laut ORF vor allem die nächtlichen Wechsel als unangenehm: Nach dem warmen Containerwasser habe die Außentemperatur von rund elf Grad deutlich zu spüren gegeben.
Was die Quellen zeigen
Dass die Aktion stattfand und über die volle Distanz durchgezogen wurde, berichten mehrere voneinander unabhängige Medien übereinstimmend, neben dem ORF etwa die NÖN und Heute.at. Auch der karitative Zweck – ein Reinerlös zugunsten des Roten Kreuzes St. Valentin, gespeist aus Startgeldern der Taucher und einem begleitenden Zeltfest – wird von mehreren Seiten bestätigt. Bei den Details wird die Quellenlage jedoch dünner: Nur der ORF nennt mit rund 7.000 Euro eine konkrete Spendensumme, und bei der Zahl der beteiligten Taucherinnen und Taucher weichen die Angaben deutlich voneinander ab. Der ORF spricht von insgesamt 53 Personen aus Nieder- und Oberösterreich, eine Schlagzeile der NÖN dagegen von über 100 Tauchern. Ob damit unterschiedliche Zeiträume, Zählweisen oder schlicht widersprüchliche Angaben gemeint sind, lässt sich anhand der vorliegenden Quellen nicht klären.
Was unklar bleibt
Offen bleibt zum einen die genaue Teilnehmerzahl. Offen bleibt zum anderen, ob der als “Weltrekord” bezeichnete Erfolg von einer unabhängigen Stelle wie Guinness World Records geprüft oder anerkannt wird – der ORF selbst bezeichnet ihn ausdrücklich als inoffiziellen Weltrekord. Auch eine eigene Stellungnahme des Roten Kreuzes St. Valentin zur Spendenübergabe liegt nicht vor. Sämtliche bisher vorliegenden Schilderungen – Ablauf, Zitate, Organisation – stammen letztlich aus dem Umfeld des veranstaltenden Tauchklubs beziehungsweise von Medien, die darüber berichtet haben, ohne dass eine externe Prüfstelle Stellung genommen hätte.

