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US-Präsident Donald Trump hat am Rande der UN-Generalversammlung in New York erklärt, die Idee eines Exportstopps für Diesel zu unterstützen. Finanzminister Scott Bessent bestätigte, die Regierung prüfe die Machbarkeit eines vollständigen oder teilweisen Stopps der Ausfuhren. Grund sind laut übereinstimmenden Medienberichten Rekordpreise für Diesel in den USA, ausgelöst durch die Kriege im Iran und in der Ukraine, die das Angebot großer Produzenten wie Russland, Saudi-Arabien und der VAE verknappt haben.

Die hohen Preise setzen Trump vor den Kongresswahlen im November unter Druck; mehrere republikanische Abgeordnete forderten zuletzt öffentlich einen Exportstopp. Da die USA zuletzt neben dem Nahen Osten zu den wichtigsten Diesel-Lieferanten Europas zählten, könnte ein Exportstopp auch Preise und Versorgung in der EU beeinflussen – wie stark, ist in den vorliegenden Quellen nicht beziffert. In Österreich forderte der Autofahrerklub ARBÖ angesichts der Spritpreise „österreichische Lösungen“.

Offen bleibt, ob und in welcher Form die US-Regierung tatsächlich einen Exportstopp beschließt, wie stark Österreich und die EU konkret betroffen wären und wie EU-Kommission sowie österreichische Bundesregierung darauf reagieren.

Was passiert ist

US-Präsident Donald Trump hat am Rande der UN-Generalversammlung in New York erklärt, dass er die Idee eines Exportstopps für Diesel unterstützt. Sein Finanzminister Scott Bessent ergänzte, die Regierung prüfe derzeit die Machbarkeit eines solchen Schritts – möglich sei sowohl ein vollständiger als auch ein teilweiser Stopp der Ausfuhren. Die Aussagen fielen laut übereinstimmender Berichterstattung österreichischer und internationaler Medien am Dienstag, dem 22. September 2026, am Rande eines bilateralen Treffens zwischen Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj.

Warum das Thema jetzt aufkommt

Hintergrund der Überlegungen sind stark gestiegene Kraftstoffpreise in den USA. Der Dieselpreis erreichte zuletzt ein Rekordhoch, auch Benzin verteuerte sich laut Berichten seit Kriegsbeginn im Iran um fast 50 Prozent. Als Ursache gelten die Kriege im Nahen Osten und in der Ukraine, durch die das Angebot großer Erdölproduzenten wie Russland, Saudi-Arabien und der Vereinigten Arabischen Emirate spürbar zurückgegangen ist. Die hohen Preise erhöhen den politischen Druck auf Trump vor den Kongresswahlen im November: Mehrere republikanische Abgeordnete und Senatoren forderten in den vergangenen Tagen öffentlich einen Exportstopp und machten den Iran-Krieg für die Teuerung verantwortlich.

Mögliche Folgen für Europa und Österreich

Die USA zählten in den vergangenen Jahren neben Lieferanten aus dem Nahen Osten zu den wichtigsten Diesel-Exporteuren nach Europa – vor dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine war auch Russland ein bedeutender Lieferant der EU-Staaten gewesen. Ein tatsächlicher US-Exportstopp könnte daher laut den vorliegenden Medienberichten auch die Versorgung und die Preise in Europa beeinflussen, wenngleich das genaue Ausmaß in den Quellen nicht beziffert wird. In Österreich forderte der Autofahrerklub ARBÖ per Presseaussendung angesichts der hohen Spritpreise „österreichische Lösungen“ – Details zu den vorgeschlagenen Maßnahmen liegen in der vorliegenden Kurzmeldung nicht vor.

Was unklar bleibt

Offen ist, ob und wann die US-Regierung tatsächlich eine Entscheidung trifft und ob diese einen vollständigen oder nur einen teilweisen Exportstopp vorsieht. Ebenso unklar bleibt der genaue Anteil der USA an den Diesel-Importen der EU und Österreichs, eine offizielle Reaktion der EU-Kommission oder der österreichischen Bundesregierung sowie mögliche Gegenpositionen etwa aus der Ölindustrie oder von Ökonomen, die laut internationalen Berichten vor negativen Effekten eines Exportstopps warnen. Auch eine förmliche Stellungnahme des US-Finanzministeriums oder des Weißen Hauses jenseits der zitierten Wortmeldungen liegt nicht vor.