Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump lockert die Spritsparvorgaben für Personenwagen und Lastwagen bis 2031 deutlich und macht damit eine Klimaschutzinitiative der Vorgängerregierung unter Joe Biden rückgängig. Das Verkehrsministerium sollte die neuen Regeln am Montag, den 28. September 2026, endgültig festlegen. Trump erklärte, er habe die Vorgaben genehmigt, die Neuwagen verbilligen würden; Verkehrsminister Sean Duffy nannte den Schritt einen „großen Sieg für die amerikanischen Autoarbeiter“.
Konkret soll der Flottendurchschnitt bis 2031 bei rund 14,7 statt der unter Biden vorgesehenen 21,4 Kilometer pro Liter liegen. Nach eigener Einschätzung des Ministeriums werden die Regeln zwar Neufahrzeuge günstiger machen, zugleich aber Kraftstoffverbrauch und CO₂-Emissionen über Jahrzehnte erhöhen. Der Schritt steht im Kontrast zu strengeren EU-Klimazielen und fällt laut einem Bericht in eine Phase gestiegener US-Kraftstoffpreise infolge des Kriegs zwischen den USA, Israel und dem Iran.
Der genaue Wortlaut des Regelwerks sowie Reaktionen von Umweltorganisationen, Klimaforschern und der Autoindustrie liegen noch nicht vor; auch unabhängige Analysen zu den Folgen fehlen bislang.
Was passiert ist
Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump lockert die Spritsparvorgaben für Personenwagen und Lastwagen bis zum Modelljahr 2031 deutlich. Damit macht sie eine zentrale Klimaschutzinitiative der Vorgängerregierung unter Joe Biden rückgängig. Laut übereinstimmenden Medienberichten sollte das US-Verkehrsministerium die neuen Regeln am Montag, den 28. September 2026, endgültig festlegen. Trump erklärte, er habe die neuen Vorgaben genehmigt; sie würden den Preis für Neufahrzeuge senken. Verkehrsminister Sean Duffy sprach von einem „großen Sieg für die amerikanischen Autoarbeiter“.
Was die Quellen zeigen
Konkret soll der Flottendurchschnitt für Neuwagen bis 2031 bei rund 14,7 Kilometern pro Liter liegen. Unter der Biden-Regierung waren für denselben Zeitpunkt 21,4 Kilometer pro Liter vorgesehen – die Lockerung bedeutet also einen deutlichen Rückschritt bei den Effizienzvorgaben. Bemerkenswert ist, dass diese Angaben nicht nur von der Regierung selbst kommuniziert, sondern auch von einer eigenen Schätzung des Verkehrsministeriums begleitet werden: Die neuen Regeln würden zwar Neufahrzeuge verbilligen, zugleich aber Kraftstoffverbrauch und Kohlendioxidemissionen über Jahrzehnte erhöhen. Alle drei ausgewerteten österreichischen Medien – Der Standard, ORF und Kurier – geben die Meldung inhaltlich deckungsgleich wieder, ORF nennt zusätzlich Agenturen als Quelle, was für eine breiter abgesicherte Nachrichtenlage spricht.
Einordnung
Der Schritt reiht sich in eine Serie von Maßnahmen der Trump-Regierung ein, mit denen Klimaschutzvorgaben der Vorgängerregierung im Verkehrssektor zurückgenommen werden. Er steht damit im Kontrast zu strengeren Emissionszielen etwa in der Europäischen Union. Laut ORF-Bericht fällt die Ankündigung zudem in eine Phase, in der US-Autofahrer wegen des Kriegs zwischen den USA, Israel und dem Iran, der laut diesem Bericht Ende Februar begann, mit gestiegenen Kraftstoffpreisen konfrontiert sind – ein Zusammenhang, der in den vorliegenden Quellen als Kontext genannt, aber nicht kausal belegt wird.
Was unklar bleibt
Der genaue Wortlaut des am Montag angekündigten Regelwerks lag zum Zeitpunkt der Berichterstattung noch nicht vor, ebenso wenig Reaktionen von Umweltorganisationen, Klimaforschern oder der Automobilindustrie. Auch unabhängige – also nicht vom Verkehrsministerium selbst stammende – Analysen zu den wirtschaftlichen und klimapolitischen Folgen fehlen bislang. Offen ist zudem, wie sich die Entscheidung auf internationale Klimaziele und die Position europäischer Hersteller auswirken könnte.

