Der Vatikan reicht laut übereinstimmenden Medienberichten erstmals einen Film für eine Oscar-Berücksichtigung ein: den Kurzdokumentarfilm „Green Lava“, an dem Vatican Media als Mitproduzent beteiligt ist. Der Film erzählt die Geschichte des Italieners Giacomo Mattivi, der mit der fortschreitenden Muskelkrankheit Duchenne-Muskeldystrophie lebt. Anders als in der Kategorie Bester internationaler Film entsendet der Vatikan hier keinen offiziellen Landeskandidaten, sondern tritt als Mitproduzent im Hintergrund auf.
Kurier und Der Standard berichteten am 17. September 2026 übereinstimmend, mit Verweis auf vorangegangene US-Berichterstattung. Das US-Branchenblatt Variety hatte die Geschichte zuvor exklusiv veröffentlicht und ergänzt, dass der Film diese Woche in einem Kino in Beverly Hills anläuft – Voraussetzung für eine spätere Einreichung in der Kategorie Bester Dokumentar-Kurzfilm. Als Regisseurin gilt Lia Beltrami, beim zweiten Namen weichen die Schreibweisen zwischen den Quellen leicht voneinander ab.
Offen bleibt, ob die Oscar-Academy den Film tatsächlich für die engere Auswahl oder eine Nominierung berücksichtigt. Eine eigene Stellungnahme von Vatikan, Filmemachern oder Academy liegt nicht vor; die Darstellung stützt sich ausschließlich auf mediale Berichterstattung.
Was passiert ist
Der Vatikan reicht laut übereinstimmenden Medienberichten erstmals einen Film für eine Oscar-Berücksichtigung ein. Es handelt sich um den Kurzdokumentarfilm „Green Lava“, an dem Vatican Media – also Vatican News und Radio Vaticana – als Mitproduzent beteiligt ist. Der Film erzählt die Geschichte des Italieners Giacomo Mattivi, der mit der fortschreitenden Muskelkrankheit Duchenne-Muskeldystrophie lebt. Anders als in der Kategorie Bester internationaler Film, wo Staaten offizielle Landeskandidaten entsenden, gibt es bei Kurz-Dokumentationen kein staatliches Einreichverfahren – der Vatikan tritt hier also nicht als entsendender Staat auf, sondern als Mitproduzent im Hintergrund.
Was die Quellen zeigen
Kurier und Der Standard berichten am 17. September 2026 übereinstimmend über die Einreichung, beide mit Verweis auf vorangegangene US-Berichterstattung. Eine Recherche bestätigt: Das US-Branchenblatt Variety hatte die Geschichte zuvor als Exklusivmeldung veröffentlicht und liefert zusätzliche Details – etwa dass der Film in dieser Woche in einem Kino in Beverly Hills anläuft, was die für eine Oscar-Einreichung in der Kategorie Bester Dokumentar-Kurzfilm nötige Kinoauswertung erfüllen soll. Als Regisseurin wird durchgängig Lia Beltrami genannt, beim zweiten Namen gibt es zwischen den Quellen kleine Schreibvarianten. Sollte der Film am Ende nominiert werden und gewinnen, ginge die Statuette laut Kurier-Bericht an Regie und ausführende Hauptproduktion – nicht formal an den Vatikan als Institution.
Was unklar bleibt
Offen ist, ob die Oscar-Academy den Film tatsächlich für die engere Auswahl bzw. eine Nominierung berücksichtigt – die eigentliche Einreichung ist erst ein früher Schritt in einem mehrstufigen Verfahren. Auch die exakte Schreibweise des zweiten Regisseursnamens ist zwischen den gesichteten Quellen nicht einheitlich. Eine eigene, direkt eingesehene Stellungnahme des Vatikans, der Filmemacher oder der Academy liegt nicht vor; die Einordnung beruht ausschließlich auf medialer Berichterstattung.
Einordnung
Die Geschichte fügt sich in eine Saison ein, in der ungewöhnliche Einreichungen für Aufmerksamkeit sorgen – etwa auch Deutschlands Kandidatur mit Sandra Wollners „Everytime“ für die Kategorie Bester internationaler Film, wie berichtet. Bei Kurzdokumentationen gelten jedoch andere Regeln als bei der Länderkategorie: Es gibt kein offizielles staatliches Nominierungsverfahren, wodurch auch eine Institution wie der Vatikan als Mitproduzent auftreten kann, ohne den Staat formal zu vertreten. Der eigentliche Nachrichtenwert liegt damit weniger in einem sensationellen Novum des Auswahlverfahrens als in der ungewöhnlichen Konstellation eines kirchlichen Akteurs im Umfeld der Academy Awards.

