Im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Graz hat sich eine 73-jährige Patientin bei einer Verpuffung verletzt. Sie hatte sich in der Nacht auf Mittwoch gegen 2.30 Uhr in ihrem Zimmer eine Zigarette angezündet, während sie über eine Nasenbrille mit Sauerstoff versorgt wurde. Die glimmende Zigarette entzündete den Sauerstoff, es kam auf der internistischen Station zu einer Verpuffung und einem kleinen Brand, den das Pflegepersonal als lauten Knall wahrnahm.
Die Frau erlitt Brandverletzungen und wurde zur weiteren Behandlung ins LKH-Universitätsklinikum Graz gebracht. Laut Krankenhaus ist sie nicht in Lebensgefahr, auch der Sachschaden hält sich in Grenzen; andere Patientinnen und Patienten waren nicht betroffen. Die Polizei bestätigte den Vorfall auf Anfrage der APA, sah aber keine strafrechtliche Relevanz und leitete keine Ermittlungen ein. Der stellvertretende ärztliche Leiter des Krankenhauses kritisierte die Gefährdung von Patienten und Personal.
Laut Kurier gab es bereits vergleichbare Fälle: 2023 starben in Mödling drei Menschen nach Rauchen während einer Sauerstofftherapie, 2025 brannte es aus ähnlichem Grund in der Klinik Floridsdorf. Offen bleiben der genaue Gesundheitszustand der Patientin sowie mögliche neue Sicherheitsmaßnahmen des Krankenhauses.
Was passiert ist
Im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Graz kam es in der Nacht auf Mittwoch zu einer Verpuffung, nachdem eine 73-jährige Patientin sich in ihrem Zimmer eine Zigarette angezündet hatte, während sie über eine Nasenbrille mit Sauerstoff versorgt wurde. Die glimmende Zigarette entzündete den Sauerstoff, wodurch es auf der internistischen Station zu der Verpuffung kam. Das Pflegepersonal nahm gegen 2.30 Uhr einen lauten Knall wahr; im Zimmer der Frau brach zudem ein kleiner Brand aus. Feueralarm wurde ausgelöst, Einsatzkräfte rückten zum Krankenhaus aus.
Was die Quellen zeigen
DER STANDARD, Kurier und Kleine Zeitung berichten übereinstimmend über Hergang und Folgen des Vorfalls. Die Patientin erlitt durch die Verpuffung Brandverletzungen und wurde zur weiteren Behandlung ins LKH-Universitätsklinikum Graz gebracht. Das Krankenhaus teilte mit, die Frau sei nicht in Lebensgefahr, auch der Sachschaden halte sich in Grenzen. Andere Patientinnen und Patienten waren laut einem Sprecher des Hauses nicht betroffen. Die Polizei bestätigte den Vorfall auf Anfrage der Nachrichtenagentur APA, stufte ihn aber als strafrechtlich nicht relevant ein und nahm keine Ermittlungen auf. Der stellvertretende ärztliche Leiter des Krankenhauses, Christian Walch, wird mit den Worten zitiert, es habe nicht nur für die Patientin selbst, sondern auch für andere Patientinnen, Patienten und das Personal erhebliche Gefahr bestanden; er habe kein Verständnis dafür, dass dadurch Menschen gefährdet würden.
Einordnung
In sämtlichen Patientenzimmern und Räumlichkeiten des Krankenhauses gilt laut den Berichten ein strenges Rauchverbot – die Kombination aus offener Flamme oder Glut und medizinischem Sauerstoff gilt als hochgefährlich, weil Sauerstoff die Brennbarkeit von Materialien und die Intensität eines Feuers deutlich erhöht. Laut Kurier ist der Grazer Vorfall kein Einzelfall: Im Mai 2023 starben im Klinikum Mödling drei Menschen, nachdem dort während einer Sauerstofftherapie geraucht worden war, im Februar 2025 kam es aus ähnlichem Grund zu einem Brand in der Klinik Floridsdorf. Diese Vergleichsfälle stammen aus einer einzelnen Quelle und wurden für diesen Artikel nicht zusätzlich unabhängig geprüft, decken sich aber mit dem allgemein bekannten Risiko der Kombination von Rauchen und Sauerstofftherapie.
Was unklar bleibt
Öffentlich nicht näher bekannt sind der genaue medizinische Zustand der Patientin über die Einstufung „nicht in Lebensgefahr“ hinaus sowie das exakte Ausmaß ihrer Brandverletzungen. Ebenso offen ist, ob das Krankenhaus nach dem Vorfall zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen ergreift oder die bestehenden Kontrollen zum Rauchverbot verschärft. Stellungnahmen von Patientenschutz-Organisationen zu den wiederkehrenden Risiken von Rauchen während Sauerstofftherapie liegen bislang nicht vor, ebenso wenig belastbare Daten dazu, wie häufig es österreichweit zu vergleichbaren Zwischenfällen kommt.

