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Die neue Elektro-Kleinwagenfamilie von Volkswagen, Škoda und Cupra hat nach Konzernangaben die Marke von 100.000 Vorbestellungen überschritten. Wie eine VW-Sprecherin mitteilte, übertreffen die Bestelleingänge vor allem beim ID.Polo in Deutschland die Erwartungen deutlich – allein dieses Modell wurde bereits 30.000-mal geordert, noch bevor es bei Händlern zu sehen war. Volkswagen fährt die Fertigungskapazitäten deshalb schneller hoch als ursprünglich geplant.

Zur Fahrzeugfamilie zählen neben dem ID.Polo das SUV ID.Cross sowie Škoda Epiq und Cupra Raval, gebaut in den spanischen Werken Martorell und Pamplona. Laut einem als APA/Reuters-Meldung gekennzeichneten Bericht sind mehr als 80 Prozent der Teile identisch, die Einsparungen durch gemeinsame Entwicklung und Produktion beziffert VW auf 600 Millionen Euro. Markengruppenchef Thomas Schäfer sprach von einem starken Signal für bezahlbare Elektromobilität aus Europa.

Offen bleiben die regionale Verteilung der Vorbestellungen jenseits Deutschlands, eine genaue Kostenaufschlüsselung sowie unabhängige Einschätzungen von Analysten oder Wettbewerbern – bislang stammen alle Zahlen ausschließlich vom Konzern selbst.

Was passiert ist

Die neue Elektro-Kleinwagenfamilie von Volkswagen und Konzernschwestern hat nach Angaben des Unternehmens die Marke von 100.000 Vorbestellungen überschritten. Wie eine VW-Sprecherin am Dienstag auf Anfrage mitteilte, übertreffen die Bestelleingänge insbesondere beim ID.Polo in Deutschland die Erwartungen des Konzerns deutlich. Allein für dieses Modell seien bereits 30.000 Bestellungen eingegangen – noch bevor der Wagen überhaupt bei Händlern zu sehen war. Volkswagen fährt deshalb die Fertigungskapazitäten nach eigenen Angaben schneller hoch als ursprünglich vorgesehen.

Was die Quellen zeigen

Zur Fahrzeugfamilie zählen neben dem VW ID.Polo auch das SUV-Modell VW ID.Cross sowie die Konzernschwestern Škoda Epiq und Cupra Raval. Gebaut werden die Autos in den spanischen Werken Martorell und Pamplona. Laut einer von Die Presse als APA/Reuters-Agenturmeldung gekennzeichneten Darstellung sind mehr als 80 Prozent der Teile der vier Modelle identisch; die dadurch erzielten Einsparungen bei gemeinsamer Entwicklung und Produktion beziffert Volkswagen auf 600 Millionen Euro. VW-Markengruppenchef Thomas Schäfer wird mit den Worten zitiert, der Erfolg sei ein „starkes Signal für bezahlbare Elektromobilität aus Europa“. Diese Zusatzdetails finden sich im vorliegenden Cluster ausschließlich in diesem einen Bericht, während DER STANDARD und die Kleine Zeitung sich auf die Kernzahlen zu Vorbestellungen und Fertigungskapazitäten beschränken.

Was unklar bleibt

Offen ist, wie sich die 100.000 Vorbestellungen regional verteilen: Die Angaben der VW-Sprecherin beziehen sich ausdrücklich auf den deutschen Markt, zu anderen Ländern – etwa Österreich – liegen keine gesonderten Zahlen vor. Auch eine detaillierte Aufschlüsselung der genannten 600 Millionen Euro Einsparungen sowie konkrete Zeitpläne und Stückzahlen für das beschleunigte Hochfahren der Produktion nennt keine der Quellen. Unabhängige Einschätzungen von Analysten oder Reaktionen von Wettbewerbern zu dem gemeldeten Nachfrageschub liegen im vorliegenden Cluster nicht vor.

Einordnung

Die Meldung fällt in eine Phase, in der Elektroautos in der EU laut einem aktuellen Bericht des International Council on Clean Transportation im laufenden Betrieb bereits deutlich günstiger sind als Benziner und ihr Anteil an der EU-Fahrzeugproduktion in den vergangenen Jahren spürbar gestiegen ist, wie auf dieser Seite berichtet. Vor diesem Hintergrund liest sich der von Volkswagen gemeldete Bestellansturm auf die neue, in Spanien gefertigte Kleinwagenfamilie als weiteres Signal für eine wachsende Nachfrage nach günstigeren E-Fahrzeugen aus europäischer Produktion. Da sämtliche Zahlen bislang ausschließlich vom Konzern selbst stammen, lässt sich derzeit nicht unabhängig einordnen, wie belastbar sie sind oder wie sie im Vergleich zu Wettbewerbsmodellen anderer Hersteller stehen.