Die Waldbrände in Südwestfrankreich haben sich in der Nacht auf Sonntag, 26. Juli 2026, weiter zugespitzt: Nach einem Wiederaufflammen des Feuers ordneten die Behörden des Départements Gironde die Evakuierung weiterer rund 55.000 Menschen an. Laut ORF/Agenturen unter Berufung auf die Präfektur sowie mehreren unabhängigen französischen Medien überschritt die Gesamtzahl der im Département Gironde von Evakuierungen betroffenen Menschen damit deutlich die Marke von 200.000 – nach zuvor rund 167.000 am 25. Juli. Bereits am Vorabend waren rund 8.000 weitere Menschen am Stadtrand von Bordeaux (Marcheprime, Cestas) zur Evakuierung aufgefordert worden; die Hauptfeuerfront näherte sich bis auf rund 20 Kilometer der Bordeaux-Ringautobahn, das Messegelände der Stadt wurde zur Notunterkunft für bis zu 6.000 Menschen umfunktioniert. Laut Innenminister Laurent Nuñez waren in Frankreich weiterhin mehrere Brände nicht unter Kontrolle, auch im Département Var loderten Flammen erneut – dort bei Pontevès, unterstützt von 800 Feuerwehrleuten und über 100 Soldaten. Der ursprüngliche Brand bei Saumos, ausgebrochen am 22. Juli aus ungeklärter Ursache, hatte sich laut einem weiteren Bericht bis 24. Juli bereits auf über 10.000 Hektar ausgeweitet, mit mehr als 800 Feuerwehrkräften im Einsatz; nach dieser bislang einfach belegten Angabe wurden knapp 30 Feuerwehrleute verletzt. Parallel zerstörte ein Fahrzeugbrand in Biscarrosse rund 2.500 Hektar.
Zur Brandfläche in der Gironde kursieren Angaben zwischen rund 32.700 und 40.000 Hektar – eine Größenordnung, die zur zuvor vom Innenminister genannten „vierfachen Fläche von Paris“ passt, ohne dass eine einzelne bestätigte Zahl vorläge. Addiert man die zuletzt bekannten rund 30.000 Evakuierten in Landes und rund 60.000 in Spanien zur Gironde-Zahl hinzu, ergäbe sich rechnerisch eine Gesamtzahl von möglicherweise weit über 290.000 für Frankreich und Spanien zusammen – diese Summe wurde von keiner Quelle selbst so beziffert und dient hier nur der groben Einordnung. Zu Spanien liegen seit dem 25. Juli keine neuen Angaben vor: Dort war bei einem Waldbrand nahe Valencia ein Mensch ums Leben gekommen, das Feuer bei Madrid galt als „nicht zu löschen“, und zum spanischen Notstand in Madrid und Ávila kursierten weiterhin unterschiedliche Evakuiertenzahlen.
Offen bleiben die aktuelle Gesamtzahl der Evakuierten in Frankreich und Spanien zusammen, der genaue Kontrollstatus sämtlicher Brandherde, die jeweiligen Brandursachen sowie mögliche weitere Todesopfer oder Verletzte über die bereits bestätigten Fälle hinaus. Auch der wirtschaftliche Gesamtschaden, die Auswirkungen auf den Tourismus sowie die Wirksamkeit des zusätzlichen Militär- und A400M-Einsatzes lassen sich derzeit nicht abschließend beurteilen.
Was passiert ist
Die Waldbrände in Südwestfrankreich haben sich in der Nacht auf Sonntag, 26. Juli 2026, weiter zugespitzt: Nach einem Wiederaufflammen des Feuers ordneten die Behörden des Départements Gironde die Evakuierung weiterer rund 55.000 Menschen an. Laut ORF/Agenturen unter Berufung auf die Präfektur überschritt die Gesamtzahl der im Département Gironde von Evakuierungen betroffenen Menschen damit deutlich die Marke von 200.000 – bestätigt auch durch mehrere unabhängige französische Medien. Bereits am Abend zuvor waren rund 8.000 Menschen am Stadtrand von Bordeaux, in Teilen der Gemeinden Marcheprime und Cestas, zur Evakuierung aufgefordert worden. Damit hat sich die Lage seit dem vorigen Stand von rund 167.000 Evakuierten in der Gironde (25. Juli) binnen weniger Stunden nochmals deutlich verschärft. Laut Innenminister Laurent Nuñez waren in ganz Frankreich weiterhin mehrere Brände nicht unter Kontrolle, besonders betroffen blieb der Südwesten rund um Bordeaux, zusätzlich loderten Flammen im Département Var im Südosten. Auch in Spanien bleibt die Lage angespannt: Bei einem Waldbrand nahe Valencia kam bereits ein Mensch ums Leben, das Feuer nahe Madrid galt zuletzt als „nicht zu löschen“ – zu Spanien liegen seit dem 25. Juli keine neuen Angaben vor.
Neue Eskalation in der Gironde: Über 200.000 Evakuierte
Die neue Evakuierungsanordnung vom 25./26. Juli reiht sich in eine rasante Abfolge von Eskalationsschritten ein: Von zunächst rund 30.000 Evakuierten am 24. Juli stieg die Zahl über rund 167.000 in der Gironde und rund 30.000 in Landes (zusammen rund 197.000 in Frankreich, Stand 25. Juli) auf nun deutlich über 200.000 allein im Département Gironde. Addiert man die zuletzt gemeldeten rund 30.000 Evakuierten in Landes sowie die rund 60.000 in Spanien, ergäbe sich rechnerisch eine Gesamtzahl von möglicherweise weit über 290.000 – eine solche kombinierte Gesamtsumme wurde von den Quellen jedoch nicht selbst beziffert und beruht auf einer Zusammenführung von Angaben aus unterschiedlichen Zeitpunkten, weshalb sie hier nur als grobe Einordnung dient, nicht als gesicherter Wert. Die Hauptfeuerfront näherte sich laut französischen Medien bis auf rund 20 Kilometer der Bordeaux-Ringautobahn. Zur Unterbringung der Betroffenen wurde das Messegelände von Bordeaux (Parc des Expositions) zu einer Notunterkunft mit Kapazität für bis zu 6.000 Menschen umfunktioniert. Für die Brandfläche in der Gironde kursierten zuletzt konkrete Angaben zwischen rund 32.700 und rund 40.000 Hektar – eine Größenordnung, die sich mit der zuvor vom Innenminister genannten „vierfachen Fläche von Paris“ deckt, ohne dass eine einzelne, offiziell bestätigte Zahl vorläge.
Ursprung und Ausdehnung: Saumos, Cap-Ferret und Biscarrosse
Der Waldbrand in der Gironde war am Mittwoch, 22. Juli, bei Saumos aus bislang ungeklärter Ursache ausgebrochen und hatte sich in Richtung Lège-Cap-Ferret ausgeweitet. Nach ersten, nicht unabhängig bestätigten Schätzungen umfasste die betroffene Fläche zunächst rund 2.000 Hektar; ein später hinzugekommener Kurier-Bericht beziffert die Ausdehnung bis Freitagmittag, 24. Juli, bereits mit mehr als 10.000 Hektar. Im Einsatz standen dabei mehr als 800 Feuerwehrkräfte, 260 Löschfahrzeuge, fünf Löschflugzeuge und ein Löschhubschrauber; nach diesem Bericht wurden knapp 30 Feuerwehrleute verletzt – eine Angabe, die bislang nur aus dieser einen Quelle stammt und nicht unabhängig bestätigt ist. Parallel dazu geriet in Biscarrosse, rund 45 Kilometer südlich von Cap Ferret, am Donnerstag ein Kleintransporter in Brand; die Flammen griffen rasch auf die Natur über und zerstörten bis Freitag rund 2.500 Hektar.
Auch im Département Var wieder aufgeflammt
Im bergigen Hinterland nordöstlich von Marseille, rund um den Ort Pontevès im Département Var, flammte laut Innenminister Nuñez ein zuvor bereits eingedämmter Waldbrand wieder auf. Bekämpft wurde er von 800 Feuerwehrleuten, unterstützt von mehr als 100 Soldaten. Nuñez betonte, die Flammen seien in diesem Gebiet extrem schwer einzudämmen, da sie bisweilen Entfernungen von bis zu einem Kilometer übersprängen. Auch diese Angaben stammen bislang aus einer einzelnen Medienquelle und sind nicht unabhängig bestätigt.
Militärische und internationale Unterstützung
Zur Verstärkung der Feuerwehr waren bereits zuvor Hunderte Einsatzkräfte aus Paris angerückt; der Kommandant der Pariser Feuerwehrbrigade bezeichnete den Einsatz als fast dreimal so umfangreich wie die Entsendung Pariser Feuerwehrleute bei den schweren Bränden von 2022. Frankreichs Regierung hatte zudem 500 weitere Soldaten eingesetzt, wodurch sich die Gesamtzahl der eingesetzten Soldaten auf 1.500 erhöhte. Das Verteidigungsministerium hatte bereits am 24. Juli angekündigt, binnen zehn Tagen ein Transportflugzeug vom Typ A400M zum Löschflugzeug umzurüsten; tatsächlich kam es dann schon ab dem 25. Juli erstmals zum Einsatz und kann rund 20 Tonnen Löschmittel auf einen Schlag abwerfen – etwa doppelt so viel wie ein Löschflugzeug vom Typ Dash beziehungsweise rund drei Canadair-Flugzeuge. Der erste Einsatz bei Lacanau in der Gironde galt laut einem französischen Regionalmedienbericht als „weltweite Premiere“. Wie berichtet, hatte Präsident Emmanuel Macron bereits am 24. Juli die Auslösung des europäischen Zivilschutzmechanismus beantragt; Löschflugzeuge und Schwerlasthubschrauber aus Kroatien, Portugal, Tschechien und der Slowakei wurden zugesagt.
Weiterhin dramatische, aber unveränderte Lage in Spanien
Zur Lage in Spanien liegen seit dem 25. Juli keine neuen Angaben vor. Nach der Ausrufung des „Notstands nationaler Tragweite“ für Madrid und Ávila am 24. Juli war dort bei einem Waldbrand nahe Valencia ein Mensch ums Leben gekommen; das Feuer bei Madrid galt laut Behörden als „nicht zu löschen“. Zu den Evakuiertenzahlen in Spanien blieben die Angaben uneinheitlich zwischen rund 11.500 und über 60.000, das spanische Innenministerium nannte zuletzt am 25. Juli landesweit rund 60.000. Einem weiteren, nur einfach belegten Bericht zufolge wurde die Notstandserklärung zusätzlich auf die Provinz Toledo ausgeweitet; dies ist weiterhin nicht unabhängig bestätigt.
Was unklar bleibt
Offen bleibt, wie sich die Evakuierungszahlen in der Gironde und in Frankreich insgesamt seit der Nacht auf 26. Juli weiterentwickelt haben und wie hoch eine belastbare Gesamtzahl für Frankreich und Spanien zusammen tatsächlich liegt. Auch die genaue, aktuell erreichte Brandfläche – zwischen rund 32.700 und 40.000 Hektar je nach Quelle – ist nicht abschließend geklärt, ebenso wenig die Ursachen der Brände bei Saumos, Biscarrosse und Pontevès. Ob es über den bestätigten Todesfall nahe Valencia und die berichteten rund 30 verletzten Feuerwehrleute hinaus weitere Opfer gibt, lässt sich aus den vorliegenden Quellen nicht beantworten. Zum wirtschaftlichen Gesamtschaden, den Auswirkungen auf den Tourismus sowie zur Wirksamkeit des A400M- und Militäreinsatzes liegen weiterhin keine belastbaren Angaben vor.
Einordnung
Der Sprung von rund 167.000 auf deutlich über 200.000 Evakuierte allein im Département Gironde binnen etwas mehr als 24 Stunden – zusätzlich zur bereits zuvor gemeldeten Eskalation von 30.000 über 90.000 und 160.000 auf rund 270.000 in Frankreich und Spanien zusammen – unterstreicht, dass die Lage in der Gironde entgegen ersten Hoffnungen nicht abklingt, sondern sich durch das Wiederaufflammen des Feuers erneut verschärft hat. Dass die Hauptfeuerfront nun bis auf rund 20 Kilometer an die Bordeaux-Ringautobahn heranrückt und die Stadt ein Messegelände zur Notunterkunft umfunktionieren musste, zeigt den Ausnahmecharakter der Lage besonders deutlich. Gleichzeitig bleibt die Quellenlage zu Einzeldetails wie Brandursachen, exakter Flächenausdehnung und Verletztenzahlen dünn und größtenteils einfach belegt – ein Vorbehalt, der angesichts der sich weiterhin schnell entwickelnden Krise besonders zu beachten ist.


