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Der massive Waldbrand in Ostbelgien nahe der Grenze zu Deutschland ist nach Behördenangaben „eingekreist“ worden. Das sagte der Leiter der Krisenkommunikation der Provinz Lüttich, Tony Hosmans. Die Flammen breiteten sich demnach nicht weiter Richtung Deutschland aus. Betroffen ist das Naturschutzgebiet Hohes Venn – laut Behörden der größte Waldbrand in Belgien seit 1911.

Die Lage bleibt aber kompliziert: Der Brand ist an mehreren Stellen wieder aufgeflammt, im Tagesverlauf soll er unter Kontrolle gebracht werden, unter anderem mit Unterstützung durch zwei Bundeswehr-Löschhubschrauber. Im deutschen Monschau musste deshalb zeitweise rund 30 Anrainerinnen und Anrainern im Ortsteil Kalterherberg vorsorglich evakuiert werden; die Maßnahme wurde inzwischen aufgehoben, vor gesundheitlichen Gefahren durch Rauch wird aber weiter gewarnt.

Offen bleiben Brandursache, die genau betroffene Fläche und ein Zeitpunkt für die vollständige Kontrolle des Feuers. Die Berichte stützen sich zudem überwiegend auf dieselbe Behördenstimme aus der Provinz Lüttich, eine zweite unabhängige Einschätzung fehlt bislang.

Was passiert ist

Der massive Waldbrand in Ostbelgien nahe der Grenze zu Deutschland ist nach Behördenangaben „eingekreist“ worden. Das sagte der Leiter der Krisenkommunikation der Provinz Lüttich, Tony Hosmans, laut übereinstimmenden Berichten österreichischer Medien. Die Flammen breiteten sich demnach nicht weiter in Richtung Deutschland aus. Betroffen ist das Naturschutzgebiet Hohes Venn, das sich über die belgisch-deutsche Grenze erstreckt. Nach Angaben der Behörden ist es der größte Waldbrand in Belgien seit dem Jahr 1911 – ein Hinweis auf das Ausmaß des Ereignisses, auch wenn zur exakten verbrannten Fläche in den vorliegenden Quellen keine Zahl genannt wird.

Lage vor Ort

Hosmans zufolge bleibt die Situation im Hohen Venn trotz der Eindämmung kompliziert: Der Brand sei an mehreren Stellen wieder aufgeflammt. Im Tagesverlauf solle das Feuer unter Kontrolle gebracht werden, „wenn möglich“ mit Unterstützung aus der Luft. Die deutsche Bundeswehr hatte dazu bereits Anfang der Woche zwei Hubschrauber mit Löschwasserbehältern in das Gebiet entsandt. Auf deutscher Seite betrifft der Brand vor allem die Eifelgemeinde Monschau: Dort mussten wegen des übergreifenden Feuers zeitweise rund 30 Bewohnerinnen und Bewohner zweier Straßenzüge im Ortsteil Kalterherberg evakuiert werden – laut einer Mitteilung der Stadt Monschau waren dies die Straßen Ruitzhof und Geisberg. Die Evakuierung wurde inzwischen wieder aufgehoben, die Gemeinde warnt aber weiterhin vor „gesundheitlichen Gefahren“ durch die anhaltende Rauchentwicklung aus dem benachbarten Belgien. Laut der Mitteilung der Stadt sollen zudem Feuerwehrkräfte aus Aachen und der Region über die grenzüberschreitende Kooperation EMRIC den Einsatz auf belgischer Seite unterstützen; dieses Detail liegt bislang nur aus dieser einzelnen Quelle vor.

Was unklar bleibt

Zur Brandursache liegt in den vorliegenden Quellen keine Angabe vor. Auch die exakte bislang verbrannte Fläche und ein voraussichtlicher Zeitpunkt für eine vollständige Kontrolle des Feuers werden von den Behörden laut den zitierten Berichten nicht genannt. Ob es im Zusammenhang mit dem Brand oder den Evakuierungen Verletzte oder Sachschäden gab, ist ebenfalls nicht bekannt. Die Berichte stützen sich zudem überwiegend auf dieselbe Behördenstimme aus der Provinz Lüttich; eine unabhängige zweite Einschätzung etwa von belgischen Umweltbehörden oder Waldbrand-Fachleuten liegt nicht vor.

Einordnung

Der Brand im Hohen Venn reiht sich in einen Sommer ein, in dem weite Teile Europas laut Medienberichten unter Hitze und Trockenheit leiden. Wie berichtet, hatten zuvor bereits große Waldbrände in Südwesteuropa – etwa bei Bordeaux in Frankreich und rund um Madrid in Spanien – zu hunderttausenden Evakuierungen geführt, ebenso wie Brände auf den griechischen Inseln Paros und Kreta, wo zwei Feuerwehrleute ums Leben kamen. Der Fall im Hohen Venn unterscheidet sich davon insofern, als bislang keine Todes- oder Verletztenfälle bekannt sind und die Behörden von einer erfolgreichen Eindämmung sprechen. Eine gesicherte Einordnung, ob und wie stark der Klimawandel diesen konkreten Brand begünstigt hat, lässt sich aus den vorliegenden Quellen nicht ableiten.