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Das Weiße Haus hat unter der Adresse Arcade.gov eine Sammlung von Retro-Browserspielen veröffentlicht, die sich an Themen der Trump-Administration orientieren. Eines der Spiele, „Build the Wall“, funktioniert im Kern wie Tetris: Spielende stapeln Blöcke, um zombieartige Figuren am Überqueren der Südgrenze zu hindern.

Die Tetris Company erklärte über einen Firmensprecher, das Weiße Haus habe weder Marke noch geistiges Eigentum lizenziert, und man nehme Urheberrechtsverletzungen sehr ernst. Zusätzlich kritisierte das Unternehmen die politische Botschaft des Spiels und betonte, Tetris stehe für Verbindung statt Spaltung.

Ob daraus tatsächlich eine Klage wird, ist offen: Das Unternehmen sprach lediglich von einer laufenden Prüfung des Falls, eine Stellungnahme des Weißen Hauses liegt bislang nicht vor. Auch ob weitere Rechteinhaber der übrigen Arcade-Spiele ähnliche Einwände erheben, ist unklar.

Was passiert ist

Das Weiße Haus hat auf der Adresse Arcade.gov eine Sammlung von fünf Browserspielen im Retro-Look veröffentlicht, die sich an Prioritäten der Trump-Administration orientieren. Eines davon trägt den Titel „Build the Wall“ und funktioniert im Kern wie Tetris: Spielende stapeln fallende Blöcke, um zombieartige Figuren am Überqueren der Südgrenze der USA zu hindern. Weitere Spiele der Sammlung greifen laut Berichten Themen wie Investmentkonten für Kinder auf und orientieren sich optisch an bekannten Klassikern wie Snake oder Flappy Bird.

Reaktion der Tetris Company

Die Tetris Company reagierte mit einer Stellungnahme, die ein Firmensprecher gegenüber mehreren US-Medien abgab. Demnach habe das Weiße Haus weder die Tetris-Marke noch das zugehörige geistige Eigentum lizenziert oder autorisiert. Das Unternehmen erklärte, es nehme Urheberrechtsverletzungen „sehr ernst“, und stellte klar, an der Entwicklung des Spiels nicht beteiligt gewesen zu sein. Zusätzlich kritisierte die Firma die politische Botschaft des Spiels inhaltlich: Tetris stehe für die Kraft der Verbindung und dafür, Menschen zusammenzubringen, nicht für Spaltung.

Was die Quellenlage zeigt und was unklar bleibt

Ob aus der Kritik tatsächlich eine Klage wird, ist derzeit offen. Auf Nachfrage, ob rechtliche Schritte geplant seien, sprach das Unternehmen laut Berichten lediglich davon, den Fall zu prüfen – eine konkrete Ankündigung einer Klage liegt in den gesichteten Quellen nicht vor. Auch eine Stellungnahme des Weißen Hauses zu den Vorwürfen ist bislang nicht dokumentiert. Unklar ist zudem, auf welcher rechtlichen Grundlage ein mögliches Verfahren geführt würde und ob weitere Rechteinhaber der übrigen Arcade-Spiele ähnliche Einwände erheben.

Einordnung

Der Fall reiht sich in ein wiederkehrendes Muster ein, in dem die Trump-Administration populärkulturelle Referenzen für politische Botschaften nutzt und dabei wiederholt in Konflikt mit Rechteinhabern gerät. Laut einem Bericht des Magazins Forbes hält sich der Rest der Spielebranche mit Reaktionen auf das Arcade-Angebot bislang auffällig zurück. Wie belastbar diese Zurückhaltung ist und ob sie anhält, lässt sich aus den vorliegenden Quellen nicht abschließend beurteilen.