Die Wiener Linien verdoppeln die E-Bike-Flotte ihres Leihradsystems WienMobil Rad von 300 auf 600 Räder. Damit stehen laut übereinstimmenden Medienberichten insgesamt 3.700 Leihräder, darunter 600 E-Bikes, an mehr als 250 Stationen in allen 23 Wiener Bezirken zur Verfügung. Vorausgegangen war ein rund einjähriger Pilotbetrieb, der laut den Wiener Linien positiv verlaufen sei.
Während der Pilotphase wurden die E-Bikes rund 118.000 Mal ausgeliehen und dabei sogar etwas häufiger genutzt als die klassischen Leihräder ohne Motor, mit Spitzenwerten an Wochenenden. Rund zwei Drittel der Fahrten dauerten dennoch nicht länger als 30 Minuten. Die neuen Modelle sollen über eine 3-Gang-Schaltung, eine leistungsstärkere Batterie mit rund 85 Kilometern Reichweite und eine Smartphone-Halterung verfügen. Berichten zufolge soll ab Anfang August zudem ein neuer Tarif gelten, mit vergünstigten Preisen für Stammkund:innen und Klimaticket-Besitzer:innen.
Offen bleiben Fragen zu Investitionskosten, unabhängiger Nutzer:innenkritik und einem Städtevergleich – die bisherige Berichterstattung stützt sich vor allem auf die Darstellung der Wiener Linien selbst.
Was passiert ist
Die Wiener Linien bauen ihr Leihradsystem WienMobil Rad weiter aus: Wie mehrere Medien berichten, wird die Flotte an E-Bikes von bisher 300 auf 600 Räder verdoppelt. Damit stehen laut übereinstimmenden Angaben insgesamt 3.700 Leihräder – davon 600 mit elektrischer Unterstützung – an mehr als 250 Stationen in allen 23 Wiener Gemeindebezirken zur Verfügung. Vorausgegangen war ein rund einjähriger Pilotbetrieb, der laut den Wiener Linien positiv verlaufen sei und die E-Bikes nun dauerhaft ins Angebot übernimmt.
Was die Quellen zeigen
Laut den vorliegenden Berichten wurden die E-Bikes während der Pilotphase rund 118.000 Mal ausgeliehen und dabei sogar etwas häufiger genutzt als die klassischen, nicht motorisierten Leihräder. Besonders gefragt waren sie an Wochenenden. Trotz Motorunterstützung dienten laut den Angaben rund zwei Drittel der Fahrten weiterhin kurzen Strecken von nicht mehr als 30 Minuten. Die neuen Räder sollen zudem technisch überarbeitet sein: Berichten zufolge verfügen sie über eine 3-Gang-Schaltung, eine neue Akku-Generation mit einer Reichweite von rund 85 Kilometern sowie eine Smartphone-Halterung am Lenker.
Tarife und Verfügbarkeit
Mehrere Medien nennen übereinstimmend eine Tarifänderung ab Anfang August: Demnach soll die Ausleihe regulär 3,30 Euro pro 30 Minuten kosten, während Stammkund:innen der Wiener Linien und Besitzer:innen eines Klimatickets im sogenannten WienMobil-Mix-Tarif 2,30 Euro pro 30 Minuten zahlen sollen, mit einer Tagesobergrenze. Eine offizielle Tarifübersicht der Wiener Linien wurde für diesen Artikel nicht direkt eingesehen, weshalb diese Preisangaben als nicht abschließend verifiziert gelten.
Was unklar bleibt
Offen bleibt laut vorliegender Quellenlage, wie hoch das Investitionsvolumen der Flottenverdoppelung ausfällt und wer die Kosten trägt. Auch unabhängige Nutzer:innenbefragungen, eine belastbare Umwelt- oder CO₂-Bilanz sowie ein Vergleich zu E-Bike-Leihsystemen anderer europäischer Städte fehlen in der bisherigen Berichterstattung. Die vorliegenden Artikel geben zudem primär die Perspektive der Wiener Linien bzw. der zuständigen Stadträtin wieder; kritische oder unabhängige Stimmen zur Ausbaustrategie kommen nicht vor.


