Die Wiener Polizei hat erneut vor Einbrüchen mit ätzender Säure gewarnt. Zwischen 17. und 22. Juli 2026 kam es zu fünf weiteren Fällen im Bezirk Favoriten, bei denen Türschlösser mutmaßlich mit Salpetersäure aufgebrochen wurden. Das Landeskriminalamt ermittelt bereits seit dem Frühjahr wegen einer entsprechenden Serie, im Juni waren bereits zwei Fälle in Döbling und Margareten hinzugekommen.
Die Schadenshöhe der neuen Fälle steht laut Polizei noch nicht fest. Die Ermittler vermuten, dass wie bei früheren Vorfällen Salpetersäure verwendet wurde, und gehen von einer einzelnen Täterschaft für die gesamte Serie aus. Zusätzlich recherchierte Medienberichte sprechen von acht weiteren, früheren Fällen zwischen Februar und April in anderen Wiener Bezirken – eine Angabe, die vorsichtiger einzuordnen ist, da sie nicht aus den ursprünglichen Kernquellen stammt.
Die Polizei warnte die Bevölkerung eindringlich: Wer Beschädigungen und eine Flüssigkeit am Türschloss entdeckt, soll jeden Kontakt vermeiden. Die Substanz wirkt ätzend auf Haut, Atemwege und Schleimhäute; bei Kontakt soll die betroffene Stelle sofort mit klarem Wasser – ohne Seife – gespült werden. Offen bleiben der Gesamtschaden, der Ermittlungsstand zu möglichen Verdächtigen sowie die genaue Fallzahl seit Beginn der Serie.
Was passiert ist
Die Wiener Polizei hat am Donnerstag erneut vor Einbrüchen mit ätzender Säure gewarnt. Zwischen 17. und 22. Juli 2026 kam es zu fünf weiteren Fällen im Bezirk Favoriten, bei denen Unbekannte Türschlösser mutmaßlich mit Salpetersäure zerstörten, um in Wohnungen einzudringen. Das Landeskriminalamt ermittelt bereits seit dem Frühjahr wegen einer entsprechenden Serie.
Was die Quellen zeigen
Nach übereinstimmenden Angaben von ORF, Die Presse und Kurier waren im Juni bereits zwei weitere Fälle in Döbling und Margareten hinzugekommen. Eine Polizeisprecherin erklärte, der entstandene Schaden müsse in den neuen Fällen erst ermittelt werden. Die Ermittler gehen davon aus, dass wie bei den vorangegangenen Vorfällen Salpetersäure verwendet wurde, und ordnen die gesamte Serie einer einzelnen Täterschaft zu. Zusätzlich recherchierte Medienberichte, etwa von MeinBezirk und 5min.at, beziffern die vorangegangene Fallzahl zwischen Februar und April auf acht Einbrüche in den Bezirken Landstraße, Wieden, Favoriten und Meidling – eine Angabe, die nicht Teil der ursprünglich vorliegenden Kernquellen ist und daher vorsichtiger einzuordnen ist.
Sicherheitshinweise der Polizei
Die Polizei bat um besondere Aufmerksamkeit und warnte die Bevölkerung ausdrücklich: Wer Beschädigungen und eine Flüssigkeit am Schloss der eigenen Eingangstür feststellt, solle unbedingt den Kontakt mit der Flüssigkeit vermeiden. Es könne sich um Salpetersäure handeln, die auf Haut, Atemwege und Schleimhäute ätzend wirkt. Bei unbeabsichtigtem Kontakt solle die betroffene Stelle sofort mit klarem Wasser gespült werden – ausdrücklich ohne Seife oder andere Zusätze.
Was unklar bleibt
Offen ist, wie hoch der Gesamtschaden der bisherigen Serie tatsächlich ist und ob die Ermittler bereits Hinweise auf Verdächtige haben. Auch die genaue Zahl und der zeitliche Verlauf der Fälle seit Beginn der Serie im Frühjahr lassen sich aus der vorliegenden Quellenlage nicht abschließend rekonstruieren, da die Angaben dazu nur aus zusätzlich recherchierten Medienberichten stammen und keine eingesehene Original-Aussendung der Polizei vorliegt. Ob tatsächlich durchgängig dieselbe Täterschaft hinter allen gemeldeten Fällen steckt, ist eine Einschätzung der Ermittler und keine abschließend belegte Tatsache.

