Die Serie an Einbrüchen mittels Salpetersäure in Wien setzt sich fort: In einem Mehrparteienhaus in Donaustadt brachen Unbekannte zwischen vergangenem Donnerstag und Sonntag einen Tresor auf und stahlen eine Pistole, einen Revolver sowie Munition – beide Waffen waren laut Polizei registriert. Ein zweiter, zeitgleich entdeckter Einbruchsversuch im selben Haus blieb erfolglos, die Wohnungstür wies zwar Beschädigungen auf, wurde aber nicht geöffnet.
Damit sind der Polizei mittlerweile 17 Fälle dieser seit Februar 2026 laufenden Serie bekannt: acht zwischen Februar und April in Landstraße, Wieden, Favoriten und Meidling, zwei im Juni in Margareten und Döbling, fünf zwischen 17. und 22. Juli in Favoriten sowie nun die zwei neuen Fälle in Donaustadt. Die Ermittler des Landeskriminalamts vermuten weiterhin eine einzelne Täterschaft hinter der gesamten Serie – eine Ermittlungshypothese, keine bewiesene Täteridentität. Laut einem Polizeisprecher markieren die Täter Wohnungstüren vorab mit einem Klebefaden, um über mehrere Tage zu prüfen, ob eine Wohnung bewohnt ist.
Die Polizei warnt die Bevölkerung weiterhin eindringlich: Wer Beschädigungen und eine Flüssigkeit am Türschloss entdeckt, soll jeden Kontakt vermeiden – es könnte sich um ätzende Salpetersäure handeln. Bei Kontakt soll die betroffene Stelle sofort mit klarem Wasser, ohne Seife, gespült werden. Offen bleiben der Gesamtschaden der Serie, der Wert der gestohlenen Waffen sowie der Stand der Ermittlungen zu möglichen Verdächtigen.
Neue Fälle in Donaustadt
Die Serie an Einbrüchen mittels Salpetersäure in Wien setzt sich fort. Zwischen dem vergangenen Donnerstag und Sonntag kam es zu zwei weiteren Fällen in einem Mehrparteienhaus in Donaustadt. In einem der beiden Fälle brachen die Täter einen Tresor auf und stahlen daraus eine Pistole, einen Revolver sowie Munition. Nach Polizeiangaben handelte es sich bei beiden Faustfeuerwaffen um registrierte Waffen. Im zweiten Fall im selben Haus blieb es beim Versuch: Die Wohnungstür wies zwar Beschädigungen auf, wurde jedoch nicht geöffnet. Wieso dieser Einbruch scheiterte, ist laut Polizei nicht bekannt.
Die Serie im Überblick
Damit sind der Polizei mittlerweile 17 Fälle von Einbrüchen mittels verätzter Schlösser bekannt. Bereits zwischen Februar und April 2026 hatte es acht gleich gelagerte Fälle in den Bezirken Landstraße, Wieden, Favoriten und Meidling gegeben. Im Juni folgten zwei weitere Säure-Einbrüche in Margareten und Döbling, zwischen 17. und 22. Juli 2026 kamen fünf weitere Fälle in Favoriten hinzu – und nun die zwei neuen Fälle in Donaustadt. Die Ermittler des Landeskriminalamts vermuten weiterhin eine einzelne Täterschaft hinter der gesamten Serie, wobei diese Zuordnung eine Ermittlungshypothese der Polizei bleibt und keine abschließend bewiesene Täteridentität.
Wie die Täter vorgehen
Laut Polizeisprecher Markus Dittrich gehen die Täter nach einem wiederkehrenden Muster vor: Zunächst markieren sie die Tür, etwa mit einem dünnen Klebefaden, um in der Folge zu beobachten, ob jemand zu Hause ist. Reißt dieser Faden über mehrere Tage hinweg nicht, gehen die Täter davon aus, dass die Wohnung unbewohnt ist, und schlagen zu. Diese Beschreibung liefert erstmals eine konkretere Einordnung der Vorgehensweise, bleibt aber eine Einzelangabe der Polizei.
Sicherheitshinweise der Polizei
Die Polizei bat erneut um besondere Aufmerksamkeit und warnte die Bevölkerung ausdrücklich: Wer Beschädigungen und eine Flüssigkeit am Schloss der eigenen Eingangstür feststellt, solle unbedingt den Kontakt mit der Flüssigkeit vermeiden. Es könne sich um Salpetersäure handeln, die auf Haut, Atemwege und Schleimhäute ätzend wirkt. Bei unbeabsichtigtem Kontakt solle die betroffene Stelle sofort mit klarem Wasser gespült werden – ausdrücklich ohne Seife oder andere Zusätze.
Was unklar bleibt
Offen ist weiterhin, wie hoch der Gesamtschaden der inzwischen 17 Fälle umfassenden Serie ist, und welchen Wert die aus dem Tresor in Donaustadt gestohlenen Waffen und die Munition haben. Auch zum Ermittlungsstand – etwa ob es bereits konkrete Spuren oder Verdächtige gibt – liegen keine Angaben vor. Unklar bleibt zudem, ob die gestohlenen, registrierten Schusswaffen inzwischen zur Fahndung ausgeschrieben wurden. Dass tatsächlich durchgängig dieselbe Täterschaft hinter allen 17 gemeldeten Fällen steckt, ist eine Einschätzung der Ermittler und keine abschließend belegte Tatsache.

