Am Sonntag, den 12. Juli 2026, wurde in der Gemeinde Sölk im Bezirk Liezen laut übereinstimmenden Medienberichten von derstandard.at und der Kleinen Zeitung der erste zum Abschuss freigegebene Wolf in der Steiermark erlegt. Die Freigabe war zuvor wegen Schafsrissen im Gebiet des Gumpenecks im Ennstal erteilt worden; an der Suche sollen rund 100 Jäger in 84 Revieren beteiligt gewesen sein. DNA-Proben des Tieres wurden laut derstandard.at zur Analyse an die Universität für Bodenkultur in Wien geschickt.
Das Ergebnis dieser Analyse liegt nach vorliegenden Quellen noch nicht vor, weshalb die Identität des Tieres nicht abschließend verifiziert ist. Stellungnahmen von Tierschutzorganisationen sowie eine unabhängige wildbiologische Einordnung fehlen in den ausgewerteten Berichten bislang. Auch eine im Cluster genannte Zahl von zwölf in Kärnten seit Jahresbeginn 2026 getöteten Wölfen stammt bislang aus nur einer Quelle und ist nicht gegengeprüft.
Was passiert ist
Am Sonntag, den 12. Juli 2026, wurde in der Gemeinde Sölk im Bezirk Liezen (Steiermark) laut übereinstimmenden Medienberichten der erste zum Abschuss freigegebene Wolf seit der Rückkehr der Art in die Steiermark erlegt. Die Abschussfreigabe war zuvor im Zusammenhang mit Schafsrissen im Gebiet des Gumpenecks im Ennstal ausgesprochen worden. Berichten zufolge waren rund 100 Jäger in 84 Revieren an der Suche nach dem Tier beteiligt.
Was die Quellen zeigen
derstandard.at und die Kleine Zeitung berichten übereinstimmend, dass der Wolf erlegt wurde, und ordnen den Abschuss als umstrittene Entscheidung ein. Laut derstandard.at wurden DNA-Proben des Tieres zur Analyse an die Universität für Bodenkultur (BOKU) in Wien geschickt — eine übliche Vorgehensweise, um Identität und Zugehörigkeit des erlegten Tieres zur ursprünglich freigegebenen Population zu klären. Die konkreten Detailangaben zu Jägerzahl und Revieren dürften aus einer Stellungnahme der zuständigen Stelle stammen und werden von den Redaktionen wiedergegeben, ohne dass eine unabhängige Prüfung durch die Redaktion von „Neue Nachrichten“ stattgefunden hat.
Was unklar bleibt
Das Ergebnis der DNA-Analyse liegt nach vorliegenden Quellen noch nicht vor; damit ist nicht abschließend verifiziert, ob es sich zweifelsfrei um jenes Tier handelt, für das die Abschussfreigabe erteilt wurde. Stellungnahmen von Tierschutzorganisationen wie VIER PFOTEN oder dem Verein gegen Tierfabriken liegen in den ausgewerteten Quellen nicht vor, ebenso wenig eine Einordnung durch Wildbiologie-Expertinnen und -Experten zur Wirksamkeit von Abschüssen als Schutzmaßnahme. Die im Cluster erwähnte Zahl von zwölf in Kärnten seit Jahresbeginn 2026 nach Nutztierangriffen getöteten Wölfen stammt aus nur einer Quelle und ist nicht durch weitere Berichte gestützt.
Einordnung
Der Fall reiht sich in eine seit Jahren geführte Debatte um den Umgang mit dem Wolf in Österreich ein, in der Interessen von Landwirtschaft und Weidetierhaltung auf jene des Naturschutzes treffen. Die vorliegenden Berichte geben im Wesentlichen die Perspektive der für die Abschussfreigabe zuständigen Stelle wieder; eine Gegenposition von Tier- und Naturschutzseite fehlt in den ausgewerteten Quellen vollständig, was bei der Einordnung berücksichtigt werden sollte.

