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Die österreichische Arbeitslosigkeit ist auch im August 2026 weiter gestiegen: 375.730 Menschen waren arbeitslos oder in Schulung gemeldet, ein Plus von 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr, die Quote stieg um 0,2 Prozentpunkte auf 7,2 Prozent. Damit hat sich der bereits im Juli beobachtete Trend fortgesetzt – wie im bisherigen Bericht zur Arbeitsmarktentwicklung im Juli 2026 dargestellt, hatte AMS-Chef Johannes Kopf für die kommenden Monate eine leichte Besserung in Aussicht gestellt. Die August-Zahlen bestätigen das bislang nicht: Sowohl Quote als auch Personenzahl legten gegenüber Juli weiter zu.

Besonders auffällig ist die weiter wachsende Kluft zwischen den Geschlechtern: Während die Arbeitslosigkeit bei Männern um 0,8 Prozent sank, stieg sie bei Frauen um 5,8 Prozent – eine Verschärfung gegenüber den bereits im Juli divergierenden Werten. Medienberichten zufolge, ohne dass der Redaktion dazu eine Primärquelle vorliegt, führt die AMS-Führung dies unter anderem auf das gestiegene gesetzliche Pensionsantrittsalter für Frauen sowie überdurchschnittliche Zuwächse in Branchen wie Gesundheit/Pflege und Handel zurück. Das Sozialministerium nennt für Ende August zudem eine engere, methodisch andere Zahl von rund 311.400 rein arbeitslos gemeldeten Personen – auch das nur über eine Zweitquelle bekannt.

Regional zeigt sich ein gemischtes Bild: Salzburgs Quote liegt bei 4,1 Prozent, mit dem stärksten regionalen Zuwachs bei Personen ab 50 Jahren, während Tirol mit einem Plus von nur 0,1 Prozentpunkten bundesweit die niedrigste Quote aufweist. Offen bleibt, ob sich der Anstieg im September fortsetzt, wie belastbar die kolportierte Erklärung zur Frauenarbeitslosigkeit ist und wie sich die AMS-Gesamtzahl zur engeren Ministeriumszahl methodisch genau verhält.

Anstieg setzt sich im August fort

Die österreichische Arbeitslosigkeit ist auch im August 2026 weiter gestiegen. Ende des Monats waren laut AMS-Zahlen 375.730 Menschen arbeitslos oder in Schulung gemeldet – ein Plus von 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Die bundesweite Arbeitslosenquote erhöhte sich um 0,2 Prozentpunkte auf 7,2 Prozent. Damit setzt sich der Trend fort, der bereits im Juli sichtbar war – allerdings mit einer deutlich sichtbareren Verschiebung: Die Kluft zwischen Frauen und Männern am Arbeitsmarkt hat sich weiter vertieft, statt sich wie von AMS-Chef Johannes Kopf für die kommenden Monate in Aussicht gestellt zu entspannen.

Während die Arbeitslosigkeit unter Männern österreichweit um 0,8 Prozent sank, stieg sie bei Frauen um 5,8 Prozent. Damit hat sich die bereits im Juli beobachtete Asymmetrie zwischen den Geschlechtern im August weiter verschärft.

Vorgeschichte

Wie im bisherigen Bericht zur Arbeitsmarktentwicklung im Juli 2026 dargestellt, waren damals 364.200 Menschen arbeitslos oder in Schulung gemeldet, die Quote lag bei 6,9 Prozent. Bereits im Juli war die Arbeitslosigkeit bei Frauen deutlich gestiegen (plus 4,8 Prozent), während sie bei Männern zurückging (minus 1,7 Prozent). AMS-Chef Kopf hatte damals in der ZiB 2 erklärt, die Arbeitslosigkeit werde in den kommenden Monaten zwar sinken, insgesamt aber hoch bleiben; eine grundlegende Trendwende sei nicht in Sicht. Die August-Zahlen liefern dazu nun eine erste Momentaufnahme.

Schere zwischen Frauen und Männern vertieft sich

Der Abstand zwischen der Entwicklung bei Frauen und Männern hat sich von Juli auf August weiter vergrößert (Juli: minus 1,7 Prozent bei Männern, plus 4,8 Prozent bei Frauen; August: minus 0,8 Prozent bei Männern, plus 5,8 Prozent bei Frauen). Medienberichten zufolge – ohne dass der Redaktion dazu eine Primärquelle vorliegt – führt die AMS-Führung dies unter anderem auf das gestiegene gesetzliche Pensionsantrittsalter für Frauen zurück, wodurch mehr Frauen länger im erwerbsfähigen Alter und damit potenziell arbeitslos gemeldet bleiben. Hinzu komme laut denselben Berichten ein überdurchschnittlicher Anstieg der Arbeitslosigkeit in Branchen mit hohem Frauenanteil, etwa Gesundheit/Pflege und Handel. Diese Erklärung bleibt vorerst eine Zuschreibung aus Sekundärquellen und sollte nicht als abschließend geprüfte Ursachenanalyse gelesen werden.

Das Sozialministerium (BMASGPK) nennt für Ende August zudem eine engere Zahl von rund 311.400 rein arbeitslos gemeldeten Personen (ohne Schulungsteilnehmer), ein Plus von 3,3 Prozent – diese Zählweise unterscheidet sich methodisch von der breiteren, in den Medien meistzitierten AMS-Zahl von 375.730 Personen. Auch diese Angabe liegt der Redaktion nur über eine Zweitverwertung vor, nicht über die Originalquelle.

Regionale Unterschiede: Salzburg und Tirol

Regional zeigt sich ein uneinheitliches Bild. In Salzburg stieg die Arbeitslosenquote auf 4,1 Prozent, ein Plus von 0,2 Prozentpunkten; 11.700 Personen waren Ende August beim AMS gemeldet, um 550 mehr als im Vorjahr. Den stärksten Zuwachs gab es dort bei Personen ab 50 Jahren, während die Arbeitslosigkeit unter 25-Jährigen regional zurückging – ein Kontrast zur bundesweiten Entwicklung, die dazu keine unmittelbar vergleichbaren Zahlen liefert.

In Tirol fiel der Anstieg mit 0,1 Prozentpunkten am geringsten aus; die Region weist damit laut AMS bundesweit die niedrigste Arbeitslosenquote auf. Gleichzeitig wird auch aus Tirol ein starker Anstieg der Langzeitarbeitslosigkeit gemeldet, während es deutlich mehr offene Lehrstellen als Lehrstellensuchende gibt – dieser Befund liegt der Redaktion allerdings nur als Kurzzusammenfassung vor, nicht als geprüfter Volltext.

Einordnung und offene Fragen

Die August-Zahlen beantworten eine der im bisherigen Bericht offenen Fragen zumindest vorläufig: Kopfs Einschätzung, wonach sich die Arbeitslosigkeit in den kommenden Monaten leicht bessern werde, hat sich bislang nicht bestätigt – im Gegenteil, sowohl Quote als auch absolute Zahl sind gegenüber Juli weiter gestiegen. Offen bleibt, ob sich das im September fortsetzt oder ob die von Kopf skizzierte Verbesserung mit Verzögerung eintritt. Ebenfalls offen ist, wie belastbar die kolportierte Erklärung der AMS-Führung zur Frauenarbeitslosigkeit ist und ob Wirtschaftsforschungsinstitute wie WIFO oder IHS diese teilen. Auch die Differenz zwischen der AMS-Gesamtzahl und der engeren Sozialministeriums-Zahl bedürfte einer genaueren, primärquellenbasierten Klärung, die in der aktuellen Berichterstattung nicht vorliegt.