Rund zwei Wochen nach dem Erstnachweis der Asiatischen Hornisse in Tirol ist ihr Nest in Kössen (Bezirk Kitzbühel) gefunden und entfernt worden. Am 10. September 2026 kam dabei erstmals in Österreich ein neues thermisches Verfahren namens „velutina Steam EX“ zum Einsatz: Über ein vom Boden aus eingeführtes Rohrsystem wurde das in rund 30 Metern Höhe gelegene Nest mit heißem Dampf behandelt – ganz ohne Pestizide oder Biozide. Zurückkehrende Arbeiterinnen konnten anschließend über dasselbe System abgesaugt werden, bevor Hornissen und Brut entfernt wurden.
Damit sind zwei zuvor offene Fragen aus dem bisherigen Bericht zum Erstnachweis der Art beantwortet: Es wurde tatsächlich ein Nest lokalisiert, und das Land Tirol ist über den bloßen Meldeaufruf hinaus konkret tätig geworden. Die Asiatische Hornisse gilt als Gefahr für heimische Bienen; laut einem zitierten Vertreter des amtlichen Pflanzenschutzdienstes kann ein Volk im Spätsommer bis zu 2.000 Tiere umfassen und pro Saison bis zu elf Kilogramm Honigbienen erbeuten – eine Einzelquellen-Schätzung ohne unabhängige Bestätigung.
Offen bleibt, ob das Dampfverfahren künftig als Standardmethode bei weiteren Nestfunden in Tirol dient, ob seit dem Erstnachweis zusätzliche Sichtungen gemeldet wurden und wie Imkerverbände der Region reagieren.
Nest gefunden und mit neuer Methode entfernt
Rund zwei Wochen nach dem Erstnachweis der Asiatischen Hornisse in Tirol ist die Suche nach ihrem Nest erfolgreich abgeschlossen worden: Am Donnerstag, den 10. September 2026, wurde in Kössen (Bezirk Kitzbühel) erstmals in Österreich ein Verfahren namens „velutina Steam EX“ zur Bekämpfung der invasiven Art eingesetzt. Dabei wird das Nest über ein vom Boden aus eingeführtes Rohrsystem mit heißem Dampf behandelt – ganz ohne Pestizide oder Biozide. Zurückkehrende Arbeiterinnen können anschließend über dasselbe Rohrsystem abgesaugt werden, bevor das Nest entfernt wird.
Das Nest hatte sich laut ORF Tirol in rund 30 Metern Höhe in einem Baum befunden und war zuvor nur mit Mühe lokalisiert worden. Nach der Dampfbehandlung wurden Hornissen und Brut vollständig entfernt. Das Verfahren habe sich laut einem zitierten Vertreter des Landes bereits in Deutschland bewährt – eine Einschätzung, die aus einer einzelnen Quelle stammt und nicht unabhängig bestätigt ist.
Vorgeschichte
Wie im bisherigen Bericht zum Erstnachweis der Art in Tirol dargestellt, war die Asiatische Hornisse (Vespa velutina nigrithorax) rund zwei Wochen zuvor erstmals in Kössen gesichtet worden – nach früheren Nachweisen 2024 in Salzburg und 2026 in Vorarlberg. Damals war unter anderem offen, ob überhaupt schon ein Nest gefunden worden sei und welche konkreten Maßnahmen das Land über den Meldeaufruf hinaus plane. Beide Fragen sind nun beantwortet: Ein Nest wurde lokalisiert und mit dem neuen Dampfverfahren entfernt.
Warum die Art bekämpft wird
Die Asiatische Hornisse gilt als Bedrohung für heimische Bienen und die Biodiversität. Laut Andreas Tschöll, Leiter des amtlichen Pflanzenschutzdienstes des Landes, kann ein Volk im Spätsommer bis zu 2.000 Tiere umfassen und in dieser Zeit täglich mehrere hundert Honigbienen erbeuten – über eine Saison hinweg insgesamt bis zu elf Kilogramm Insekten. Diese Zahlen stammen aus einer einzelnen Quelle und sind als fachliche Einschätzung, nicht als unabhängig geprüfter Wert zu verstehen. Die Bevölkerung ist weiterhin aufgerufen, Sichtungen über das zentrale Velutina-Meldeportal oder die zuständige Gemeinde zu melden; vom eigenmächtigen Entfernen eines Nests wird ausdrücklich abgeraten.
Was noch offen ist
Unklar bleibt, ob das „velutina Steam EX“-Verfahren künftig zum Standard bei weiteren Nestfunden in Tirol wird, ob seit dem Erstnachweis zusätzliche Sichtungen gemeldet wurden und wie Imkerverbände in der Region auf den Fall reagieren. Auch zu den Kosten des Einsatzes liegen bislang keine Angaben vor.

