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Der Dieselpreis in Österreich ist weiter gestiegen: Nach 2,268 Euro je Liter am Mittwoch (16. September) erreichte er laut E-Control-Daten am Donnerstag (17. September) mit 2,279 Euro neuerlich ein Rekordhoch – den höchsten Stand seit März 2026. Superbenzin bewegte sich im selben Zeitraum leicht nach unten, von 1,959 auf 1,949 Euro je Liter. In Deutschland wurde am Mittwoch mit 2,453 Euro je Liter laut ADAC ebenfalls ein neuer Dieselrekord erreicht.

Der Autofahrerklub ÖAMTC erneuerte angesichts der Preise seine Forderung nach einer EU-weiten Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne. Das Thema ist mittlerweile auch auf Regierungsebene angekommen: Laut mehreren internationalen Medienberichten haben sechs EU-Finanzminister – aus Deutschland, Österreich, Italien, Spanien, Portugal und Polen, initiiert offenbar von Deutschlands Lars Klingbeil (SPD) und mitunterzeichnet von Österreichs Markus Marterbauer (SPÖ) – bereits Ende August in einem Brief an die irische EU-Ratspräsidentschaft eine solche Steuer gefordert. Sie sollte beim informellen EU-Finanzministertreffen am 18./19. September in Dublin zur Sprache kommen; ob sie dort offiziell behandelt wird, ist laut einem diplomatischen Bericht allerdings unklar, das Ergebnis des heutigen Treffens steht noch aus.

Eine unmittelbare Reaktion der österreichischen Bundesregierung auf die neuen Rekordpreise gibt es bislang nicht. Die bereits Ende August verlängerte Spritpreisbremse – Mineralölsteuer-Senkung plus Preis-Runter-Garantie – läuft unverändert bis Ende September, ein Eingriff in die Handelsspannen bleibt ausgesetzt; laut Medienberichten ist diese Frage zwischen Finanzminister Marterbauer und Wirtschaftsminister Hattmannsdorfer umstritten. Der Preisanstieg steht weiterhin im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg und der von der Huthi-Miliz kontrollierten Meerenge Bab al-Mandab, wie im bisherigen Bericht zum Ölpreis-Vier-Monats-Hoch dargestellt; seit Kriegsbeginn sind die Treibstoffpreise in Österreich laut ÖAMTC um rund 50 Cent je Liter gestiegen.

Neuer Höchstwert an der Zapfsäule

Der Dieselpreis in Österreich ist auch am Donnerstag, den 17. September, weiter gestiegen: Laut Daten der E-Control kostete ein Liter Diesel 2,279 Euro – neuerlich ein Rekordhoch, nachdem bereits der Vortag (Mittwoch, 16. September) mit 2,268 Euro einen Höchstwert gebracht hatte, den höchsten Stand seit März 2026. Superbenzin bewegte sich dagegen leicht nach unten: von 1,959 Euro je Liter am Mittwoch auf 1,949 Euro am Donnerstag – weiterhin rund 14 Cent unter dem bisherigen Rekord vom Juni 2022.

Auch in Deutschland wurde am Mittwoch ein neuer Rekord erreicht: Der Dieselpreis kletterte im bundesweiten Tagesdurchschnitt laut ADAC-Zahlen auf 2,453 Euro je Liter und übertraf damit den bisherigen Höchstwert vom April.

EU-Finanzminister drängen auf Übergewinnsteuer – ÖAMTC zieht mit

Der Autofahrerklub ÖAMTC nahm den anhaltenden Preisanstieg zum Anlass, seine Forderung nach einer EU-weiten Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne zu erneuern. „Mit einer europäischen Übergewinnsteuer könnte man die Mineralölsteuer und CO2-Bepreisung senken und so den Kostendruck reduzieren“, wird Verkehrswirtschaftsexperte Martin Grasslober zitiert. Zusätzlich fordert der Klub eine Untersuchung und stärkere Reglementierung der internationalen Preisnotierungen für Diesel und Super.

Parallel dazu ist die Forderung mittlerweile auch auf europäischer Regierungsebene angekommen: Laut mehreren internationalen Medienberichten haben sechs EU-Finanzminister – aus Deutschland, Österreich, Italien, Spanien, Portugal und Polen – bereits Ende August in einem Brief an die irische EU-Ratspräsidentschaft eine Wiedereinführung einer EU-weiten Übergewinnsteuer auf die stark gestiegenen Ölkonzern-Gewinne gefordert. Die Initiative soll vom deutschen Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) ausgegangen sein, mitunterzeichnet auch von Österreichs Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ). Das Thema sollte auf die Agenda des informellen Treffens der EU-Finanzminister am 18. und 19. September in Dublin gesetzt werden.

Ob das tatsächlich gelingt, ist allerdings offen: Ein Bericht unter Berufung auf eine diplomatische Quelle sah die Übergewinnsteuer zuletzt nicht offiziell auf der Tagesordnung des Dubliner Treffens vorgesehen, während die irische Ratspräsidentschaft signalisierte, den Vorstoß nicht zu ignorieren. Das Treffen findet am heutigen Tag statt; ein Ergebnis liegt noch nicht vor.

Regierung: Bestehende Entlastung bleibt, Uneinigkeit über weitere Schritte

Eine unmittelbare Reaktion der österreichischen Bundesregierung auf die neuerlichen Rekordpreise liegt bislang nicht vor. Bereits Ende August hatte die Regierung die sogenannte Spritpreisbremse bis Ende September verlängert: Die Mineralölsteuer bleibt um 1,9 Cent je Liter gesenkt, zusätzlich soll eine „Preis-Runter-Garantie“ dafür sorgen, dass sinkende Großhandelspreise rasch an den Zapfsäulen ankommen. Ein direkter Eingriff in die Handelsspannen der Tankstellen (Margeneingriff) bleibt hingegen ausgesetzt.

Laut Medienberichten ist diese Frage innerhalb der Koalition umstritten: Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) soll eine Spritpreisbremse ohne Begrenzung der Margen für wenig wirksam halten, während Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) einen Margeneingriff unter Verweis auf die Versorgungssicherheit ablehnt. Ob die weiter steigenden Rekordpreise diese Position beeinflussen, ist offen.

Vorgeschichte

Der anhaltende Preisanstieg reiht sich in eine seit Monaten laufende Entwicklung ein, die eng mit dem Iran-Krieg und der Lage am Golf von Aden zusammenhängt: Wie im bisherigen Bericht zum Ölpreis-Vier-Monats-Hoch dargestellt, hatte zuletzt die vollständige Kontrolle der Huthi-Miliz über die Meerenge Bab al-Mandab die Rohölpreise auf ein Mehrmonatshoch getrieben. Seit Kriegsbeginn sind die Treibstoffpreise in Österreich laut ÖAMTC-Angabe bereits um rund 50 Cent je Liter gestiegen – die nun binnen zweier Tage gleich zweimal gebrochenen Rekordwerte an den heimischen Zapfsäulen sind die jüngste, mit konkreten E-Control-Zahlen belegte Ausprägung dieses Trends.