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In Oberösterreich erhalten Frauen laut einer aktuellen Erhebung im Ruhestand durchschnittlich rund 17.400 Euro weniger Alterspension pro Jahr als Männer. Anlass für die Berichterstattung ist der Equal Pension Day, der am Montag auf diese Pensionslücke aufmerksam machte. Berichten zufolge liegt Oberösterreich damit unter den Bundesländern an zweiter Stelle der größten Pensionslücken, hinter Vorarlberg.

Laut dem vorliegenden Bericht beziehen Frauen in Oberösterreich im Schnitt rund 1.500 Euro monatliche Pension, Männer rund 2.800 Euro. Als Ursachen werden häufigere Teilzeitarbeit sowie eine überproportionale Übernahme von Kinderbetreuung und Pflege durch Frauen genannt. Die Arbeiterkammer fordert demnach mehr ganztägige Kinderbetreuungsplätze und eine bessere Anrechnung von Sorgearbeit bei der Pensionsberechnung.

Für diesen Artikel liegt bislang nur ein einzelner Medienbericht vor; die zugrunde liegende Erhebung wurde nicht eingesehen, eine zweite unabhängige Quelle fehlt. Methodik, Datenbasis und der genaue Bundesländervergleich bleiben daher nicht abschließend verifiziert.

Was passiert ist

In Oberösterreich verdienen Frauen im Ruhestand laut einer aktuellen Erhebung deutlich weniger als Männer: Die durchschnittliche jährliche Alterspension liegt demnach um rund 17.400 Euro niedriger. Anlass für die Berichterstattung ist der sogenannte Equal Pension Day, mit dem am Montag auf diese Pensionslücke aufmerksam gemacht wurde. Berichten zufolge soll Oberösterreich damit unter den Bundesländern eine der größten Differenzen zwischen den Pensionen von Frauen und Männern aufweisen – nur Vorarlberg werde noch schlechter eingestuft. Diese Einordnung stammt aus der vorliegenden Quelle und konnte nicht unabhängig nachvollzogen werden.

Was die Quellen zeigen

Verfügbar ist zum jetzigen Zeitpunkt ein Bericht von ORF Oberösterreich, der zweimal über unterschiedliche Feed-Kanäle desselben Mediums erfasst wurde – inhaltlich handelt es sich um denselben Text, nicht um zwei unabhängige Quellen. Der Bericht führt aus, dass Frauen in Oberösterreich im Schnitt rund 1.500 Euro monatliche Alterspension beziehen, während Männer rund 2.800 Euro erhalten. Als Gründe werden unter anderem eine überproportionale Übernahme von Kinderbetreuung und Pflege durch Frauen genannt, die häufiger zu Teilzeitarbeit und niedrigeren Einstiegsgehältern führe. Laut dem Bericht fordert die Arbeiterkammer als Konsequenz mehr ganztägige Kinderbetreuungsplätze sowie eine bessere Anrechnung von Sorgearbeit bei der Pensionsberechnung. Eine Primärquelle – etwa die zugrunde liegende Erhebung selbst – wurde für diesen Artikel nicht eingesehen.

Was unklar bleibt

Offen bleibt, welche Institution die Erhebung durchgeführt hat, auf welchem Zeitraum und welcher Stichprobe die Zahlen beruhen und ob sie sich auf tatsächliche Auszahlungen oder auf Näherungswerte stützen. Auch der Vergleich zu anderen Bundesländern, insbesondere zu Vorarlberg, ist anhand der vorliegenden Quelle nicht im Detail nachvollziehbar. Stellungnahmen etwa der Pensionsversicherungsanstalt oder von Arbeitgeberseite zu den genannten Zahlen und Forderungen liegen nicht vor.

Einordnung

Die berichtete Pensionslücke reiht sich in eine seit Jahren dokumentierte strukturelle Differenz zwischen den Alterspensionen von Frauen und Männern ein, die in Fachdiskussionen regelmäßig mit Unterschieden in Erwerbsbiografien, Teilzeitquoten und Sorgearbeit erklärt wird. Da für diesen Artikel nur eine einzelne mediale Quelle vorliegt und weder die zugrunde liegende Erhebung noch eine zweite unabhängige Quelle eingesehen wurden, ist die Darstellung als vorläufig zu betrachten. Die Zahlen sollten nicht abschließend geprüft, sondern als Hinweis auf einen wiederkehrenden Befund gelesen werden, der einer weiteren Einordnung bedarf.