Die EZB-Onlineumfrage zum Design der künftigen Euro-Banknoten ist beendet. Laut eigener Mitteilung der Europäischen Zentralbank nahmen rund 9,96 Millionen Menschen zwischen 23. Juli und 21. September 2026 teil, das entspricht etwa 2,6 Prozent der Bevölkerung des Euroraums – zwei Drittel davon waren jünger als 35 Jahre. Österreich stach dabei laut Oesterreichischer Nationalbank besonders hervor: Mit 469.166 vollständig ausgefüllten Fragebögen erreichte das Land über fünf Prozent seiner Bevölkerung und damit die höchste Beteiligungsquote aller Euro-Länder.
Die EZB bestätigte zudem den weiteren Zeitplan: Der EZB-Rat soll voraussichtlich Ende 2026 endgültig über die Gestaltung entscheiden, danach sollen die neuen Scheine ab Anfang der 2030er Jahre schrittweise in Umlauf kommen. Wie im bisherigen Bericht zur Designumfrage dargestellt, stehen weiterhin zwei Themen zur Wahl – „Europäische Kultur“ und „Flüsse und Vögel“. Welches sich durchsetzt, bleibt offen: Die EZB veröffentlicht Ergebnisse zu einzelnen Entwürfen erst nach der Ratsentscheidung, ein Detailbericht nach Ländern soll dann folgen.
Auch zu geplanten Sicherheitsmerkmalen der neuen Scheine gibt es laut Medienberichten bislang nur allgemeine Zielsetzungen – bessere Fälschungssicherheit, längere Haltbarkeit, bessere Erkennbarkeit für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen –, aber keine konkreten technischen Details.
Die Umfrage ist ausgezählt
Die Onlineumfrage der Europäischen Zentralbank zum Design der künftigen Euro-Banknoten ist beendet, und die EZB hat die Beteiligungszahlen bekanntgegeben: Rund 9,96 Millionen Menschen haben zwischen 23. Juli und 21. September 2026 an der Befragung teilgenommen – das entspricht laut EZB etwa 2,6 Prozent der Bevölkerung des Euroraums. Bemerkenswert ist die Altersstruktur: Zwei Drittel der Teilnehmenden waren laut EZB jünger als 35 Jahre, was für ein überdurchschnittliches Interesse jüngerer Generationen an der Bargeldgestaltung spricht.
Die Zahl selbst war zuvor nicht bekannt – der bisherige Bericht auf „Neue Nachrichten“ konnte nur festhalten, dass die Umfrage bis 21. September lief, nicht aber, wie viele Menschen sich letztlich beteiligt hatten.
Österreich mit höchster Beteiligungsquote
Besonders deutlich fällt der österreichische Beitrag aus: Laut Oesterreichischer Nationalbank (OeNB) füllten 469.166 Menschen in Österreich den Fragebogen vollständig aus. Das entspricht laut OeNB gut fünf Prozent der österreichischen Bevölkerung – dem „außergewöhnlich“ hohen und zugleich höchsten Wert aller Euro-Länder. Die OeNB hatte die Umfrage in den vergangenen Wochen aktiv über eigene Kommunikationskanäle beworben.
Vorgeschichte
Wie im bisherigen Bericht zur EZB-Designumfrage dargestellt, hatte die EZB im Juli 2026 zehn Entwürfe aus zwei Themenwelten vorgestellt – „Europäische Kultur“ mit Persönlichkeiten wie Beethoven, Marie Curie und Leonardo da Vinci sowie „Flüsse und Vögel“ mit Motiven wie Eisvogel und Weißstorch – und die Bevölkerung zur Online-Abstimmung eingeladen. Offen war damals unter anderem, wie viele Menschen mitmachen und wie es nach dem Umfrageende weitergeht.
Zeitplan: Entscheidung bis Jahresende, Ausgabe ab den frühen 2030er-Jahren
Die EZB bestätigt in ihrer aktuellen Mitteilung den weiteren Fahrplan: Der EZB-Rat soll voraussichtlich Ende 2026 abschließend über die Gestaltung der neuen Scheine entscheiden. In diese Entscheidung fließen laut EZB neben den Umfrageergebnissen auch die Empfehlungen einer unabhängigen Design-Jury sowie eine technische Bewertung ein. Neu ist die konkretere zeitliche Einordnung danach: Die neuen Banknoten sollen ab Anfang der 2030er Jahre schrittweise in Umlauf gebracht werden. Damit beantwortet sich eine der bisher offenen Fragen aus dem Vorgängerartikel zumindest grob – ein genaues Ausgabedatum oder eine Reihenfolge der Stückelungen nennt die EZB bislang nicht.
Laut Medienberichten, die sich auf die EZB-Mitteilung stützen, sollen die neuen Scheine zudem zusätzliche Sicherheitsmerkmale gegen Fälschung erhalten, länger halten und für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen besser erkennbar sein. Konkrete technische Spezifikationen dazu liegen nach vorliegenden Quellen aber nicht vor.
Was weiterhin unklar bleibt
Welches der beiden Gestaltungsthemen sich durchsetzt, ist weiterhin offen: Die EZB teilt ausdrücklich mit, Ergebnisse zu den einzelnen Designvarianten vorerst nicht zu veröffentlichen. Ein detaillierter Bericht mit Resultaten je Entwurf und Land soll laut EZB erst nach der Grundsatzentscheidung des Rates erscheinen. Ebenfalls offen bleibt, wie genau öffentliche Umfrage, eine parallel unter einer repräsentativen Stichprobe durchgeführte Studie und die Jury-Empfehlung rechnerisch gewichtet werden.


