Die FPÖ legt beim ORF nach und weitet ihre Ankündigungen aus: Parteichef Herbert Kickl hatte im „Sommergespräch“ von oe24.tv am 2. September 2026 ein „großes ORF-Volksbegehren“ für September angekündigt – mit den Forderungen „saubere Information“, „österreichisches Programm“ und Abschaffung der „Zwangsgebühren“. Im letzten ORF-„Sommergespräch“ der Saison am 7. September bekräftigte Kickl diese Pläne und kündigte zusätzlich an, die FPÖ wolle im Herbst ein Gesetz – möglicherweise im Verfassungsrang – zu „Remigration“ in den Nationalrat einbringen. Ein nun vorliegender Volltextauszug von Die Presse zeigt den weiteren Verlauf im Detail: Auf die Frage, welche Bevölkerungszahl für Österreich ausreichend wäre – in Anspielung auf eine AfD-Aussage zu 60 statt 83 Millionen Einwohnern in Deutschland –, nannte Kickl keine eigene Zahl, sondern reagierte mit „Wie kann man nur so blöd fragen“. Bei den Identitären wich er einer klaren Distanzierung aus, wies den Verfassungsschutzbericht als Beleg zurück („Da steht viel drinnen“) und verwies darauf, kein Mitgliederverzeichnis der Gruppierung zu besitzen. Beim Klimawandel bezeichnete er Warnungen als „Alarmismus“ und Klimaschutz als „sinnlos Geld hinauspulvern“, untermauert mit einem Erdgeschichte-Vergleich, den eine Kurier-Kolumne allerdings als Beleg für das Gegenteil wertete. Bei den Pensionen lehnte er eine Erhöhung des Antrittsalters ab und konterte den abweichenden Kurs des eigenen Wirtschaftssprechers Arnold Schiefer mit „Ober sticht Unter“; zur Wehrpflicht-Verlängerung ließ er offen, ob die FPÖ der nötigen Verfassungsänderung zustimmt, da die Verhandlungen noch nicht begonnen hätten.
Der ORF meldete per Presseaussendung außergewöhnlich hohe Zuseherzahlen: im Schnitt 786.000 bei 34 Prozent Marktanteil, zeitweise bis zu 860.000 – mehr als im Vorjahr (747.000 im Schnitt bei Kickl). Über alle fünf Sommergespräche 2026 kamen laut ORF rund 2,721 Millionen Menschen (36 Prozent der TV-Bevölkerung), dazu 7,1 Millionen Streaming-Minuten – Zahlen, die auf der offiziellen Reichweitenmessung AGTT/GfK Teletest beruhen und vom Kurier bestätigt werden. Am Tag danach eskalierte der politische Streit um die Sendung: FPÖ-Mediensprecher Hafenecker nannte die ORF-Themenauswahl „unterirdisch“, die Grünen konterten, Kickl habe sich als „Schutzpatron der Identitären“ präsentiert – beides politische Bewertungen der jeweiligen Partei, keine unabhängig geprüften Tatsachenfeststellungen. FPÖ-Vize Marlene Svazek äußerte sich zudem in der Sendung „Das Gespräch“ zu Remigration und zur Abgrenzung von den Identitären und wollte den AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund nicht als „extrem“ bezeichnen; der genaue Wortlaut lässt sich aus den vorliegenden Auszügen nicht vollständig rekonstruieren. Identitären-Chef Martin Sellner kommentierte laut Salzburger Nachrichten auf X, „King Kickl“ habe sich nicht abgegrenzt, sondern ein Verfassungsgesetz für „Remigration“ gefordert. Die SPÖ reagierte darauf am 8. September mit einer weiteren Presseaussendung Seltenheims, die Sellners Zustimmung als Alarmsignal bezeichnete und Kickl vorwarf, mit dem „Remigrationsgesetz“ die rechtsextreme Agenda der Identitären einzuschleusen – eine politische Bewertung und Zuspitzung der SPÖ, keine unabhängig geprüfte Feststellung zum tatsächlichen Gesetzesinhalt. Eine Stellungnahme der FPÖ dazu liegt uns nicht vor.
Für ein Volksbegehren sind formal zunächst rund 8.969 Unterstützungserklärungen nötig, für eine verpflichtende Behandlung im Nationalrat 100.000 Unterschriften; ein Vorgänger-Volksbegehren zum Thema erreichte 2025 mit 119.368 Unterschriften diese Hürde. Offen bleibt weiterhin, ob das Volksbegehren fristgerecht eingebracht wird, ob und wie die FPÖ tatsächlich ein Remigrations-Gesetz vorlegt, wie ORF, Pig, ÖVP, SPÖ, Neos und Grüne darauf reagieren, wie die FPÖ auf Sellners Lob und die neuerliche SPÖ-Kritik reagiert, ob sie der Wehrpflicht-Verfassungsänderung zustimmt und wie Svazek die Fragen zu den Identitären im Detail beantwortete.
Neue Eskalationsstufe: Volksbegehren und ein Verfassungsgesetz zu „Remigration“
Die FPÖ erhöht den Druck auf den öffentlich-rechtlichen Rundfunk und weitet ihre Themenpalette aus: Parteichef Herbert Kickl hatte im „Sommergespräch“ von oe24.tv am 2. September 2026 angekündigt, im September ein „großes ORF-Volksbegehren“ einzubringen. Gefordert werden sollen darin „saubere Information“, ein „österreichisches Programm“ sowie die Abschaffung der ORF-Rundfunkgebühren, die Kickl als „Zwangsgebühren“ bezeichnet. Im letzten ORF-„Sommergespräch“ der Saison, das am 7. September 2026 mit Moderatorin Simone Stribl stattfand, bekräftigte Kickl dieses Vorhaben. Zugleich kündigte er dort ein neues, weit über den ORF hinausreichendes Vorhaben an: Die FPÖ wolle im Herbst ein Gesetz – möglicherweise im Verfassungsrang – zu „Remigration“ in den Nationalrat einbringen.
Kickl weicht Vergleich mit der AfD aus
Mit der Ankündigung einer eigenen Remigrations-Gesetzesinitiative rückt die FPÖ näher an Positionen, die in Deutschland vor allem mit der AfD verbunden werden. Laut dem Livebericht von Der Standard wehrte sich Kickl im Gespräch sichtlich emotional dagegen, sein Vorhaben mit dem AfD-Kurs gleichzusetzen: So weit wie die AfD in Deutschland wolle er nicht gehen. Ein Volltextauszug von Die Presse zeigt, wie konkret dieser Vergleich am Ende der Sendung wurde: Moderatorin Stribl fragte Kickl, welche Bevölkerungszahl er für Österreich für ausreichend halte – in Anspielung auf eine Aussage aus dem Umfeld der AfD, wonach 60 statt der tatsächlichen 83 Millionen Einwohner in Deutschland genug seien. Kickl nannte darauf keine eigene Zahl, sondern reagierte mit den Worten „Wie kann man nur so blöd fragen“. Ob das als inhaltliche Abgrenzung von der AfD oder eher als Ausweichen vor einer konkreten Antwort zu werten ist, lässt sich aus den vorliegenden Quellen nicht abschließend beurteilen.
SPÖ fordert Distanzierung von den Identitären – Kickl weist Beleg zurück
Noch vor der Sendung forderte SPÖ-Bundesgeschäftsführer Klaus Seltenheim in einer Presseaussendung, Kickl müsse sich im Sommergespräch klar von der rechtsextremen Identitären Bewegung distanzieren und alle Verbindungen zu dieser Szene kappen. Es handelt sich dabei um eine politische Forderung und Bewertung der SPÖ; eine davon unabhängig geprüfte Feststellung konkreter Verbindungen der FPÖ zu rechtsextremen Gruppen liegt in der hier ausgewerteten Berichterstattung nicht vor. Laut dem Volltextauszug von Die Presse ging Stribl das Thema direkt an: Sie fragte, warum sich Kickl nicht von der laut Verfassungsschutz als verfassungsfeindlich eingestuften Organisation distanziere. Kickl entgegnete mit einer Gegenfrage nach dem Beleg für diesen Vorwurf; auf den Hinweis auf den Verfassungsschutzbericht reagierte er mit „Da steht viel drinnen“ und wies den Bericht damit als Beleg zurück. Auf die konkrete Nachfrage, warum Identitäre von der FPÖ beschäftigt würden, antwortete er, er habe kein Mitgliederverzeichnis der Identitären. Diese Aussagen werden hier als Kickls eigene Wortmeldungen wiedergegeben, nicht als eigene Bewertung der Stichhaltigkeit des Verfassungsschutzberichts oder der SPÖ-Vorwürfe.
Weitere Themen: Klimawandel, Pensionen und Wehrpflicht
Auch zu Klimapolitik, Pensionen und Wehrpflicht äußerte sich Kickl im Sommergespräch – laut dem nun vorliegenden Volltextauszug von Die Presse mit deutlich schärferem Profil, als frühere Kurzberichte vermuten ließen. Beim Klimawandel bezweifelte er, dass der von Menschen verursachte Anteil besonders groß sei, und dass dem in Österreich produzierten CO₂ dabei eine nennenswerte Rolle zukomme; die Warnung vor dem Klimawandel bezeichnete er als „Alarmismus“, Klimaschutz in Österreich als „sinnlos Geld hinauspulvern“. Zur Veranschaulichung rechnete er vor, dass bei einer Umrechnung der 4,6 Milliarden Jahre Erdgeschichte auf ein Jahr der moderne Mensch erst um 23:57 Uhr auftauche – ein „kleiner Faktor“, wie er folgerte. Eine Kolumne des Kurier widersprach dieser Schlussfolgerung ausdrücklich und wertete das Gedankenspiel gerade als Beleg für den großen Einfluss, den der Mensch in extrem kurzer Zeit auf das Klima genommen habe; das ist die Einschätzung des Kolumnisten, nicht eine eigene redaktionelle Bewertung dieser Redaktion. Bei den Pensionen sprach sich Kickl klar gegen eine Erhöhung des gesetzlichen Antrittsalters aus und kritisierte auch Anpassungen unter der Inflationsrate als „unanständig“; als Alternative empfahl er eine Wirtschaftspolitik für höhere Beschäftigung sowie eine Familienpolitik, die zu mehr Geburten führe. Auf den Einwand, der eigene Wirtschaftssprecher Arnold Schiefer vertrete dazu eine andere Position, konterte Kickl: „Der Parteiobmann bin schon ich“ – „Ober sticht Unter“. Bei der von Regierung und ÖVP angestrebten Verlängerung der Wehrpflicht ließ Kickl offen, ob die FPÖ der dafür nötigen Verfassungsänderung zustimmen werde, und begründete dies damit, dass die entsprechenden Verhandlungen noch gar nicht begonnen hätten. Das Pensionsthema war in diesem Sommer bereits Gegenstand eigener Vorschläge von Kanzler Christian Stocker (Zukunftsfonds) und Neos-Chefin Beate Meinl-Reisinger (Reformdividende) in deren jeweiligen Sommergesprächen, worüber bereits berichtet wurde. Der Standard veröffentlichte am 8. September zudem eine eigene Einordnung („Faktencheck“) zu mehreren dieser Aussagen Kickls – unter anderem zu Pensionen, Klimawandel und zur Distanz gegenüber der AfD. Dieser Artikel liegt uns nicht im Volltext vor, weshalb sich seine konkreten Einzelbewertungen hier nicht eigenständig wiedergeben lassen.
Rekordquote für das letzte Sommergespräch
Wenige Stunden nach der Sendung meldete der ORF per Presseaussendung außergewöhnlich hohe Zuseherzahlen: Im Schnitt verfolgten 786.000 Menschen bei 34 Prozent Marktanteil (vorläufige Gewichtung) das Sommergespräch mit Kickl, zeitweise waren es bis zu 860.000; die anschließende „ZIB 2“ sahen bis zu 807.000. Damit lag die Ausgabe leicht über dem Vorjahreswert, als ebenfalls Kickl zu Gast war und im Schnitt 747.000 Menschen zusahen. Über alle fünf Ausgaben der Reihe – mit Leonore Gewessler, Beate Meinl-Reisinger, Andreas Babler, Christian Stocker und zuletzt Kickl – erreichte der ORF laut eigenen Angaben rund 2,721 Millionen Menschen in Österreich (weitester Seherkreis), das entspricht 36 Prozent der TV-Bevölkerung ab 12 Jahren; im Schnitt sahen 550.000 Personen bei 24 Prozent Marktanteil zu. Auch die begleitenden Video-Streams wurden laut ORF intensiv genutzt: 7,1 Millionen Nutzungsminuten, 1,3 Millionen Bruttoviews und 279.000 Nettoviews über die gesamte Reihe. Diese Zahlen stammen aus einer ORF-eigenen Mitteilung, beruhen aber auf der offiziellen, industrieweit anerkannten Reichweitenmessung AGTT/GfK Teletest – eine unabhängige Prüfung dieser konkreten Zahlen liegt uns nicht vor, der Kurier bestätigt die Angaben jedoch in einem eigenen Bericht.
FPÖ und Grüne liefern sich Schlagabtausch über die Themenauswahl
Am Tag nach der Sendung eskalierte der Streit um Inhalt und Form des Gesprächs zwischen FPÖ und Grünen. FPÖ-Mediensprecher Christian Hafenecker bezeichnete die ORF-Themenauswahl in einer Presseaussendung als „unterirdisch“ und warf dem Sender vor, Artikel „politischer Aktivisten“ als Fakten dargestellt zu haben – eine Anspielung offenbar auf Fragen zu den Identitären. Das ist eine politische Bewertung der FPÖ, keine unabhängig geprüfte Feststellung zur journalistischen Sorgfalt des ORF. Die Grünen konterten in einer eigenen Aussendung von Mediensprecher Hammer: Kickl habe sich im Sommergespräch als „Schutzpatron der Identitären“ präsentiert, dokumentierte Verbindungen der FPÖ zur rechtsextremen Szene geleugnet und kritischen Journalismus angegriffen. Auch das ist eine politische Bewertung – der Grünen –, keine unabhängig geprüfte Tatsachenfeststellung zu konkreten FPÖ-Verbindungen. Eine Stellungnahme des ORF selbst zu der Kritik an seiner Themenauswahl liegt uns nicht vor.
Sellners „King Kickl“-Lob und neue SPÖ-Kritik
Nach der Sendung reagierte Identitären-Chef Martin Sellner selbst öffentlich: Laut einem Bericht der Salzburger Nachrichten kommentierte er auf der Plattform X, „King Kickl“ habe sich nicht abgegrenzt, sondern stattdessen ein Verfassungsgesetz für „Remigration“ gefordert. Damit äußerte sich ausgerechnet jene Szene, von der sich die SPÖ zuvor eine Distanzierung Kickls gewünscht hatte, aus eigener Sicht zustimmend zu dessen Auftritt – nach Sellners eigener Lesart sei Kickl also gerade nicht auf Distanz gegangen. Eine davon unabhängige, neutrale Einordnung, ob Kickl sich im Gespräch tatsächlich abgegrenzt hat, liegt uns nicht vor; der nun vorliegende Volltextauszug von Die Presse zeigt jedoch, dass Kickl auf konkrete Nachfragen zu den Identitären mit Gegenfragen und der Zurückweisung des Verfassungsschutzberichts reagierte, statt eine klare Distanzierung zu formulieren.
SPÖ-Bundesgeschäftsführer Klaus Seltenheim reagierte auf Sellners Kommentar am 8. September mit einer weiteren Presseaussendung: Sellners Jubel müsse „bei allen Demokrat*innen Alarmglocken schrillen lassen“, erklärte er, und warf Kickl vor, mit dem angekündigten „Remigrationsgesetz“ zu versuchen, die rechtsextreme Agenda der Identitären in die österreichische Politik einzuschleusen. Das ist eine politische Bewertung und Zuspitzung der SPÖ, die sich auf Sellners öffentlichen Kommentar stützt; eine davon unabhängig geprüfte Feststellung, dass das angekündigte Gesetz inhaltlich tatsächlich einer „Agenda der Identitären“ entspricht, liegt nicht vor. Eine Stellungnahme der FPÖ zu Sellners Reaktion oder zur neuerlichen SPÖ-Kritik ist uns nicht bekannt.
Auch Svazek äußert sich zu Remigration und Identitären
Die Debatte um FPÖ-Positionen zu Remigration und zur Nähe zur rechtsextremen Szene setzte sich in der ORF-Sendung „Das Gespräch“ mit Susanne Schnabl fort, in der diesmal FPÖ-Vizeparteichefin Marlene Svazek zu Gast war. Laut einem Volltextauszug von Der Standard ging es dabei unter anderem um den Umgang mit rechten Parteien generell – ausgelöst auch durch den Wahlerfolg der AfD in Sachsen-Anhalt – sowie um Kickls Abgrenzung von den Identitären. Svazek wollte demnach den AfD-Spitzenkandidaten für Sachsen-Anhalt, Ulrich Siegmund, nicht als „extrem“ bezeichnen. Die Presse berichtete über dasselbe Gespräch unter dem Titel einer Nachfrage, was unter „rechtsextrem“ zu verstehen sei; der Artikel liegt uns nur als Premium-Inhalt ohne Volltext vor. Wie Svazek die Frage nach der Abgrenzung von den Identitären im Detail beantwortete, lässt sich aus den vorliegenden Auszügen nicht vollständig rekonstruieren.
Was ein Volksbegehren rechtlich braucht
Für die Einleitung eines Volksbegehrens in Österreich sind laut offizieller Information der Republik Österreich Unterstützungserklärungen von einem Promille der Wohnbevölkerung nötig – aktuell rund 8.969 Personen. Diese können vor jeder Gemeinde persönlich oder online mit ID Austria abgegeben werden. Erst danach folgt das eigentliche Eintragungsverfahren, in dem acht Tage lang weitere Unterschriften gesammelt werden; erreicht ein Volksbegehren dabei 100.000 Unterschriften, muss sich der Nationalrat damit befassen. Ein ORF-bezogenes Volksbegehren gab es bereits: Der von Robert Marschall initiierte Vorstoß „ORF-Haushaltsabgabe NEIN“ erreichte im Frühjahr 2025 nach Angaben des Kurier 119.368 Unterschriften und übersprang damit die 100.000er-Marke, blieb an der Gebührenfrage aber letztlich folgenlos.
Stand der Nachrecherche
Eine erneute Prüfung der Quellenlage bestätigt die bisherigen Kernfakten zum ORF-Volksbegehren und zur Remigrations-Ankündigung und ergänzt sie um deutlich detailliertere, nun durch einen Volltextauszug von Die Presse belegte Angaben zum weiteren Verlauf des Sommergesprächs: Kickls konkrete Positionen zu Klimawandel, Pensionen und Wehrpflicht, seine Zurückweisung des Verfassungsschutzberichts als Beleg für Identitären-Verbindungen der FPÖ sowie die kontroverse Schlusspassage zur Frage nach einer „ausreichenden“ Bevölkerungszahl für Österreich. Eine Kurier-Kolumne bestätigt diese Schlusspassage und liefert zusätzlich Kickls Erdgeschichte-Vergleich zur Relativierung des menschlichen Klimaeinflusses samt einer widersprechenden Einschätzung des Kolumnisten. Weiterhin ungeklärt sind: ob das ORF-Volksbegehren fristgerecht eingebracht wird, wie ORF, Clemens Pig, ÖVP und SPÖ auf die Volksbegehren-Ankündigung reagieren, ob und in welcher Form die FPÖ tatsächlich ein Remigrations-Gesetz vorlegt, wie andere Parteien und Verfassungsjuristinnen und -juristen darauf reagieren, wie die FPÖ selbst auf Sellners Lob und die neuerliche SPÖ-Kritik reagiert, ob die FPÖ der geplanten Wehrpflicht-Verfassungsänderung am Ende zustimmt, was Svazek in „Das Gespräch“ im Detail zur Abgrenzung von den Identitären sagte und was der Faktencheck von Der Standard im Detail zu Kickls Aussagen feststellt.


