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Donald Trump hat einen Bericht des Portals Axios zurückgewiesen, wonach er Iran eine Lockerung von Sanktionen und die Freigabe eingefrorener Vermögenswerte im Gegenzug für Zugeständnisse beim Atomprogramm angeboten habe. Auf Truth Social schrieb er, das sei „unwahr“ und ein „Hoax“, er habe Iran „nichts angeboten“, und forderte Axios auf, den Artikel zurückzuziehen. Axios hatte sich auf ungenannte US-Regierungsvertreter berufen und hielt laut Berichten auch nach dem Dementi an seiner Kernaussage fest – die beiden Darstellungen widersprechen einander damit direkt, ohne dass eine offizielle US-Bestätigung vorliegt.

Parallel dazu bleiben die indirekten Vermittlungsbemühungen aktiv: Katarische und pakistanische Vermittler sollten diese Woche mit US-Vertretern über einen möglichen Abkommensentwurf beraten, Außenminister Abbas Araghchi traf katarische Vermittler. Er erklärte zudem, Teheran erwarte bis Dienstag eine abschließende US-Antwort auf einen iranischen Sieben-Tage-Plan zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus, der laut seinen – bislang nur einfach belegten – Angaben ein Ende der Kampfhandlungen, die Freigabe eingefrorener Gelder und die Erlaubnis zum Ölverkauf als Bedingungen enthält.

Wie im bisherigen Bericht zur Sanktionsoffensive und den Tankerangriffen an der Straße von Hormus dargestellt, bleibt die Gesamtlage ungelöst: Der aktuelle Streit um den Axios-Bericht beantwortet nicht, ob die Pakistan- und Katar-vermittelten Gespräche tatsächlich zu einer Deeskalation führen – er zeigt lediglich, dass die Gesprächskanäle trotz des öffentlichen Widerspruchs weiterlaufen und eine US-Antwort für Dienstag angekündigt ist.

Trump weist Axios-Bericht als „Hoax“ zurück

US-Präsident Donald Trump hat einen Bericht des Nachrichtenportals Axios öffentlich dementiert, wonach er Iran eine Lockerung von Sanktionen und die Freigabe eingefrorener Vermögenswerte im Gegenzug für Zugeständnisse beim Atomprogramm angeboten habe. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb er, das sei „unwahr“, er habe Iran „nichts angeboten“, und bezeichnete den Artikel als „Hoax“ mit der Aufforderung an Axios, die Meldung zurückzuziehen.

Axios hatte sich in seinem ursprünglichen Bericht auf nicht namentlich genannte US-Regierungsvertreter berufen. Nach Trumps Dementi ergänzte das Portal den Artikel Berichten zufolge um die Gegendarstellung, hielt aber an der Kernaussage fest, wonach Sanktionserleichterungen und Zugang zu eingefrorenen iranischen Geldern als mögliche Anreize im Raum gestanden hätten. Damit stehen sich zwei sich widersprechende Darstellungen gegenüber, ohne dass eine offizielle Bestätigung durch das Weiße Haus oder das US-Außenministerium vorliegt.

Katar und Pakistan vermitteln diese Woche weiter

Parallel zum Schlagabtausch um den Axios-Bericht laufen die indirekten Vermittlungsbemühungen weiter: Katarische und pakistanische Vermittler sollten laut übereinstimmenden Berichten noch in dieser Woche mit US-Vertretern zusammenkommen, um einen möglichen Entwurf für ein Abkommen zwischen Washington und Teheran zu erörtern. Irans Außenminister Abbas Araghchi traf sich im Rahmen dieser Bemühungen mit katarischen Vermittlern.

Damit setzt sich die im bisherigen Bericht als offen markierte Frage nach dem Ausgang der Pakistan-vermittelten Gespräche fort, ohne bereits beantwortet zu sein: Es gibt weiterhin keine Bestätigung, dass diese Gespräche zu einer Wiederbelebung eines Rahmenabkommens oder einer tatsächlichen Wiedereröffnung der Straße von Hormus führen – lediglich, dass die Gesprächskanäle aktiv bleiben.

Iran erwartet „finale“ US-Antwort auf Sieben-Tage-Plan

Araghchi erklärte, Teheran erwarte über die katarischen Vermittler bis Dienstag eine abschließende US-Antwort auf einen iranischen Sieben-Tage-Plan zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus. Zu den von ihm genannten Bedingungen zählen ein Ende der von Iran als Aggression bezeichneten Kampfhandlungen, die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte sowie die Erlaubnis, iranisches Öl wieder zu verkaufen. Diese Angaben stammen bislang im Wesentlichen aus Araghchis eigenen Äußerungen und sind nicht unabhängig oder von US-Seite bestätigt.

Trump selbst hatte laut Berichten zuvor einen iranischen Vorschlag zur Wiedereröffnung der Meerenge zurückgewiesen. Ob und wie die für Dienstag angekündigte US-Antwort tatsächlich ausfällt, ist offen.

Vorgeschichte

Die Sanktions- und Vermittlungslage rund um die Straße von Hormus ist wie im bisherigen Bericht dargestellt seit der US-Sanktionsoffensive „Operation Economic Outcast“ Ende August angespannt geblieben, begleitet von wiederholten Tankerangriffen, iranischen Drohungen und ersten pakistanisch vermittelten Gesprächsansätzen. Der aktuelle Schlagabtausch um den Axios-Bericht und die diese Woche laufenden Vermittlungsgespräche reihen sich in diese noch ungelöste Gemengelage ein.