US-Präsident Donald Trump hat am 15. September 2026 auf Truth Social die sofortige Schließung des Kennedy Centers in Washington angekündigt. Wenige Stunden zuvor hatte Bundesrichter Christopher Cooper eine weitere geplante Ehrung Trumps am Gebäude untersagt – eine Plakette sowie eine Umbenennung in „President Donald J. Trump Plaza“ – und dies als „sprachliche Verrenkungen“ bezeichnet. Kurz darauf stimmte das Kennedy-Center-Gremium selbst für die sofortige Schließung des Hauptgebäudes und nannte dafür eine akute finanzielle Notlage sowie einen sicherheitsrelevanten Deckeneinsturz im Grand Foyer nach einem Wasserschaden. Der Kongress hat rund 257 Millionen US-Dollar für die Sanierung bereitgestellt, die Regierung legte noch am selben Abend Berufung gegen Coopers Urteil ein.
Am 17. September 2026 sorgten dann virale Fotos der Agentur AFP für neue Aufmerksamkeit: Sie zeigen Trump auf dem Flughafen Joint Base Andrews mit einem Ausdruck, der mit den roten Worten „Kennedy Center Demolish…“ beginnt und ein Gebäude im Abriss zu zeigen scheint – der vollständige Text ist auf den Fotos laut Berichten nicht lesbar. Trump warnte im selben Zusammenhang, das Zentrum werde „am Ende abgerissen“, wenn seine Regierung für die Renovierung keine „Anerkennung“ erhalte. Eine Sprecherin des Kennedy Centers widersprach: Es werde „nichts abgerissen“. Nachdem die Kongressabgeordnete Joyce Beatty das Gericht auf Foto und Drohung hingewiesen hatte, ordnete Richter Cooper an, dass jede Änderung am Umfang der Sanierung – ausdrücklich einschließlich eines möglichen Abrisses – künftig mindestens 30 Tage im Voraus angekündigt werden muss. Als Vergleich verweisen Medien darauf, dass Trump bereits im Oktober 2025 den Ostflügel des Weißen Hauses für einen Ballsaal abreißen ließ.
Der Streit um Name und Umbau des Hauses reicht deutlich weiter zurück: Ein Bundesrichter hatte bereits Ende Mai 2026 eine Umbenennung sowie eine zweijährige Schließung blockiert, weil nur der Kongress den Namen ändern könne; über die Hauptsache ist weiterhin nicht entschieden. Ein einzelner Bericht nennt zudem bereits Dezember 2025 als Zeitpunkt einer informellen Umbenennung. Offen bleibt, was die virale Darstellung tatsächlich zeigt und bedeutet, ob sich das Gremium an die neue 30-Tage-Frist hält, wie das Berufungsgericht über die Umbenennung entscheidet und wie sich die Schließung konkret auf Veranstaltungen und Beschäftigte auswirkt.
Schließung ab sofort – ein Gerichtsurteil ging unmittelbar voraus
US-Präsident Donald Trump hat am 15. September 2026 auf Truth Social die sofortige Schließung des Kennedy Centers in Washington angekündigt. Nur Stunden zuvor hatte der zuständige Bundesrichter Christopher Cooper eine weitere geplante Ehrung Trumps am Gebäude untersagt – sowohl eine Plakette mit dem Wortlaut, das Haus sei „von Präsident Donald J. Trump renoviert und restauriert“ worden, als auch eine Umbenennung in „President Donald J. Trump Plaza“. Cooper bezeichnete den Vorstoß des von Trump eingesetzten Kennedy-Center-Gremiums in seiner Entscheidung als „sprachliche Verrenkungen“, mit denen sich das Gremium nicht über sein früheres Urteil und das zugrunde liegende Gesetz des Kongresses hinwegsetzen könne. Lediglich die Frage, ob ein geplanter Spendenfonds „Trump Kennedy Center Fund“ heißen darf, ließ er ausdrücklich offen.
Kurz nach diesem Urteil stimmte das Gremium selbst für die sofortige Schließung des Hauptgebäudes; Trump äußerte sich erst im Anschluss auf Truth Social. Als Begründung nannte das Gremium laut vorliegenden Quellen eine akute finanzielle Notlage der Institution sowie Sicherheitsbedenken – konkret einen Wasserschaden, der zu einem teilweisen Einsturz der Decke im „Grand Foyer“ geführt haben soll. Der US-Kongress hat nach diesen Angaben rund 257 Millionen US-Dollar für die Sanierung bereitgestellt. Die Trump-Regierung legte noch am selben Abend Berufung gegen Coopers Entscheidung ein.
Virale Fotos, eine Abrissdrohung und ein gerichtliches Gegengewicht
Am 17. September 2026 verbreiteten sich Fotos der Nachrichtenagentur AFP rasch in Online-Netzwerken. Der Fotograf Brendan Smialowski hatte Trump tags zuvor auf dem Militärflughafen Joint Base Andrews südöstlich von Washington durch das Fenster der Air Force One aufgenommen, im Hintergrund ein großformatiger Ausdruck. Darauf steht in roten Buchstaben der Beginn der Worte „Kennedy Center Demolish…“; die Darstellung scheint zudem ein Gebäude im Abriss sowie ein gelbes Baufahrzeug zu zeigen, das Trümmer wegschaufelt. Übereinstimmend berichten sowohl österreichische als auch internationale Medien, dass der weitere Text und der vollständige Inhalt des Ausdrucks auf den Fotos nicht lesbar sind – was die Darstellung tatsächlich zeigt und wozu sie diente, ist damit nicht abschließend geklärt.
Im zeitlichen Zusammenhang mit den Fotos wiederholte Trump seine Drohung in zugespitzter Form: Seine Regierung müsse für die Renovierung des Kennedy Centers „Anerkennung“ erhalten, sonst bleibe das Haus für immer geschlossen oder werde „am Ende abgerissen“. Eine Sprecherin des Kennedy Centers widersprach dem und erklärte, es werde „nichts abgerissen“. Die Kongressabgeordnete Joyce Beatty, die den von Trump dominierten Verwaltungsrat bereits zuvor wegen des Namensstreits verklagt hatte, machte das Gericht umgehend auf Foto und Drohung aufmerksam. Richter Cooper reagierte darauf, indem er anordnete, dass das Gremium jede Änderung am Umfang der geplanten Sanierungsarbeiten – ausdrücklich einschließlich eines etwaigen Abrisses des Hauptgebäudes – künftig mindestens 30 Tage im Voraus ankündigen muss.
Als Vergleichsfall verweisen mehrere Berichte darauf, dass Trump bereits im Oktober 2025 den historischen Ostflügel des Weißen Hauses abreißen ließ, um dort Platz für einen Ballsaal mit Kapazität für bis zu 1.000 Gäste zu schaffen – ein Präzedenzfall, der die Sorge vor einem tatsächlichen Abriss des Kennedy Centers zusätzlich nährt, ohne dass daraus ein belegter Beweis für konkrete Abrisspläne am Kennedy Center folgt.
Vorgeschichte: monatelanger Streit um Namen und Umbau
Wie im bisherigen Bericht zur Abrissdrohung des Justizministeriums dargestellt, reicht der Rechtsstreit um Trumps Namen am Kennedy Center und um Pläne für einen mehrjährigen Umbau bereits weit zurück. Ende Mai 2026 hatte ein Bundesrichter sowohl eine geplante Umbenennung als auch eine damit verknüpfte zweijährige Schließung blockiert und argumentiert, der Kongress habe der Einrichtung ihren Namen gegeben – nur er könne ihn ändern. Das von Trump eingesetzte Gremium legte gegen diese Entscheidung Berufung ein; über die Hauptsache ist laut vorliegenden Quellen weiterhin nicht entschieden, ein im Juli 2026 ergangener Beschluss des Berufungsgerichts betraf lediglich einen abgelehnten Antrag auf vorläufige Aussetzung.
Ein einzelner Bericht (Die Presse) datiert eine informelle Umbenennung des Hauses in „Trump Kennedy Center“ bereits auf Dezember 2025, nachdem Trump die Einrichtung kurz nach seinem Amtsantritt im Jänner 2025 unter seine Kontrolle gebracht, mehrere Kuratoriumsmitglieder entlassen und selbst den Vorsitz übernommen hatte. Diese frühe Umbenennung habe bereits damals zu Protesten und abgesagten Auftritten von Künstlern geführt. Wie sich dieser Zeitpunkt zu den seither fortgesetzten gerichtlichen Auseinandersetzungen um eine formale Umbenennung verhält, ist aus den vorliegenden Quellen nicht abschließend zu klären, da dieser Punkt bislang nur einzelquellig belegt ist.
Mehrere gescheiterte Anläufe für eine Trump-Ehrung
Im Laufe des Jahres 2026 unternahm das Gremium demnach mehrere Anläufe, Trump am Gebäude zu ehren, nachdem die ursprüngliche Umbenennung gerichtlich blockiert worden war: zunächst der Versuch einer Umbenennung in „President Donald J. Trump Plaza“, dann eine Plakette mit dem Hinweis auf eine Renovierung „von Präsident Donald J. Trump“. Richter Cooper wies beide Vorhaben am 15. September 2026 zurück. Offen blieb nach seiner Entscheidung nur, ob eine Fonds-Bezeichnung „Trump Kennedy Center Fund“ zulässig wäre – hier deutete er laut vorliegenden Quellen an, eine solche Benennung ebenfalls für rechtswidrig zu halten, traf dazu aber keine abschließende Entscheidung.
Was weiterhin offen ist
Die von Trump und dem Gremium genannten Begründungen für Schließung und mögliche bauliche Veränderungen – finanzielle Notlage, sicherheitsrelevanter Deckenschaden und nun auch die Andeutung eines Abrisses – stammen von unmittelbar am Konflikt beteiligten Akteuren selbst; eine unabhängige bautechnische oder finanzielle Prüfung dieser Angaben liegt nicht vor. Was der auf den viralen AFP-Fotos gezeigte Ausdruck tatsächlich vollständig enthält und ob er ein reales Vorhaben, ein Rendering oder primär eine rhetorische Drohung dokumentiert, ist unklar – zumal die Kennedy-Center-Leitung selbst dem Abriss widersprochen hat. Ob sich das Gremium an die von Richter Cooper nun angeordnete 30-tägige Ankündigungsfrist vor baulichen Veränderungen hält, ist ebenfalls offen. Unverändert offen bleibt zudem, wie das Berufungsgericht in der Hauptsache über die Umbenennung entscheidet, wie sich die Schließung konkret auf laufende und geplante Veranstaltungen sowie auf Beschäftigte des Hauses auswirkt und ob bzw. wann tatsächlich mit der Sanierung begonnen wird.


