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Die Bundesregierung stellt für die Jahre 2027 bis 2029 insgesamt 3 Millionen Euro bereit, um Weiterbildung im Bereich Elementarpädagogik zu erleichtern. Basis ist die neue Weiterbildungsteilzeitbeihilfe des Arbeitsmarktservice (AMS), von der laut einer APA-Meldung vor allem Assistenzkräfte in Kindergärten profitieren sollen, die sich zu gruppenführenden Elementarpädagog:innen weiterqualifizieren wollen.

Infrage kommen laut den Angaben insbesondere der Lehrgang „Elementar plus“ an der Universität Graz sowie der neue Hochschullehrgang ElementarPro, der ab dem Studienjahr 2026/27 an mehreren Pädagogischen Hochschulen startet und sich laut offizieller Ankündigung der PH Wien an Assistenzkräfte mit mehrjähriger Berufserfahrung richtet. Die Maßnahme ordnet sich in einen bereits 2025 von Regierung und Parlament beschlossenen Umbau der Weiterbildungsförderung ein.

Offen bleiben Details zu Antragsprozess, individueller Fördersumme und erwarteter Teilnehmerzahl. Reaktionen von Kindergartenträgern, Gewerkschaften oder dem AMS selbst liegen bislang nicht vor; auch das im ORF-Bericht enthaltene Zitat von Sozialministerin Schumann ist bisher nur einfach belegt.

Was passiert ist

Die Bundesregierung stellt für die Jahre 2027 bis 2029 insgesamt 3 Millionen Euro bereit, um Fortbildungen im Bereich Elementarpädagogik zu erleichtern. Grundlage ist die neue Weiterbildungsteilzeitbeihilfe des Arbeitsmarktservice (AMS), über die Menschen, die berufsbegleitend eine Ausbildung absolvieren, finanziell unterstützt werden. Wie ORF.at und Der Standard unter Berufung auf eine Meldung der Nachrichtenagentur APA berichten, geht die Ankündigung auf Angaben von Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS) zurück.

Was die Quellen zeigen

Im Fokus der Maßnahme stehen Assistenzkräfte in Kindergärten. Wer sich zu einer gruppenführenden Elementarpädagogin oder einem gruppenführenden Elementarpädagogen weiterqualifizieren möchte, kann die Beihilfe beantragen, sofern ein entsprechender Hochschul- oder Universitätslehrgang besucht wird. Laut den Angaben kommen dafür insbesondere zwei Programme infrage: der bereits bestehende Lehrgang „Elementar plus“ an der Universität Graz sowie der neue Hochschullehrgang ElementarPro, der ab dem Studienjahr 2026/27 erstmals an mehreren Pädagogischen Hochschulen österreichweit angeboten wird. Die offizielle Seite der Pädagogischen Hochschule Wien bestätigt zu ElementarPro ergänzend, dass sich der Lehrgang an Assistenzkräfte mit mehrjähriger Berufserfahrung richtet, berufsbegleitend über mehrere Semester organisiert ist und mit dem Berufsziel gruppenführende Pädagogin bzw. gruppenführender Pädagoge endet. Sozialministerin Korinna Schumann (SPÖ) wird in der ORF-Fassung der Meldung mit den Worten zitiert, Weiterbildung sei „eine Investition in die Zukunft der Menschen und in unseren Arbeitsmarkt“, gerade dort, wo Fachkräfte gebraucht würden, müsse man Menschen beim nächsten beruflichen Schritt unterstützen.

Einordnung

Die Weiterbildungsteilzeitbeihilfe ist kein isoliertes Kindergarten-Programm, sondern Teil eines größeren Umbaus der arbeitsmarktpolitischen Weiterbildungsförderung: Der Ministerrat beschloss im April 2025 ein neues Modell der Weiterbildungszeit, das die bisherige Bildungskarenz und Bildungsteilzeit ablöst, im Oktober 2025 passierte die entsprechende Weiterbildungsbeihilfe als Nachfolgeregelung den Nationalrat. Die jetzt kommunizierte 3-Millionen-Euro-Widmung für Kindergärten ordnet sich in diesen bereits laufenden Reformprozess ein und ist zugleich Teil der von Wiederkehr wiederholt angekündigten Bemühungen, dem Fachkräftemangel in der Elementarpädagogik zu begegnen.

Was unklar bleibt

Offen bleibt aus den vorliegenden Quellen, wie der Antragsprozess für die Beihilfe konkret abläuft, welche Fördersumme einzelne Antragstellende erhalten und wie viele Assistenzkräfte die Maßnahme in den kommenden Jahren tatsächlich in Anspruch nehmen dürften. Auch Stellungnahmen von Kindergartenträgern, von Gewerkschaften der Elementarpädagogik oder vom AMS selbst liegen bislang nicht vor. Die Aussage von Sozialministerin Schumann ist zudem nur über die ORF-Fassung der Meldung belegt, in der kürzeren Version von Der Standard fehlt sie.