Zum bereits berichteten, noch nicht erhältlichen OpenAI-Smart-Speaker sind laut Bloomberg-Berichten weitere Details aufgetaucht: Das Gerät soll donut- bzw. ringförmig und etwa hockey-puck-groß ausfallen, aus hochwertigem Metall gefertigt sein, akkubetrieben und mit einer Hand tragbar sein sowie über bewegliche Teile, eine Kamera und weitere Sensoren verfügen. Als Preis werden weiterhin 300 bis 400 US-Dollar genannt – zum Vergleich kosten selbst Amazons teuerste Alexa+-Lautsprecher aktuell bis zu 300 bzw. 220 US-Dollar. Neu berichtet wird außerdem, OpenAI habe nach Bekanntwerden der Apple-Klage intern geprüft und festgestellt, keine Apple-Geschäftsgeheimnisse zu nutzen – eine unternehmensinterne, für OpenAI günstige Einschätzung aus anonymen Quellen, keine gerichtliche Feststellung.
Damit bleiben zentrale Fragen weiterhin nur teilweise beantwortet: Preis, Ausstattung und die Rolle von Jony Ives Designstudio LoveFrom gehen sämtlich auf einen einzelnen, auf anonyme Insider gestützten Bloomberg-Bericht zurück, den mehrere Medien wortgleich übernommen haben, ohne dass OpenAI selbst dazu Stellung genommen hätte. Auch der für 2027 kolportierte Marktstart bleibt eine vage Einschätzung, kein offizielles Datum.
Wie bereits berichtet, hat OpenAI mit „Codex Micro“ ein erstes tatsächlich erhältliches Hardware-Produkt veröffentlicht, während der Smart Speaker reine Berichtssache bleibt. Am Verfahrensstand der Apple-Klage wegen mutmaßlichen Geschäftsgeheimnis-Diebstahls, die Apple im Juli 2026 eingebracht hat, ändert die neue interne OpenAI-Einschätzung nichts – der Rechtsstreit selbst ist davon unabhängig und bleibt offen.
Neuer Bericht: Preis, Form, Material und Ausstattung
Zum bereits berichteten OpenAI-Smart-Speaker sind laut einem Bloomberg-Bericht von Mark Gurman weitere Details aufgetaucht, die von TechCrunch, The Verge und Ars Technica übernommen und kontextualisiert wurden. Demnach soll das Gerät donut- bzw. ringförmig ausfallen, etwa so groß wie ein Hockey-Puck sein, mit einer Hand tragbar und akkubetrieben sein – vergleichbar mit dem inzwischen eingestellten Amazon-Lautsprecher „Tap“. Als Preisrahmen werden weiterhin 300 bis 400 US-Dollar genannt, was OpenAI intern auch so diskutiert haben soll. Zum Einordnen: Selbst Amazons teuerste eigene Smart Speaker mit dem KI-Assistenten Alexa+ kosten aktuell bis zu 300 US-Dollar (Echo Show 15 mit Display) bzw. 220 US-Dollar (Echo Studio) – der kolportierte OpenAI-Speaker soll trotz fehlendem Display darüber liegen.
Zur Ausstattung heißt es, das Gehäuse solle aus hochwertigem Metall gefertigt sein und einen „premium“ Anspruch verfolgen. Neu berichtet wird, dass das Gerät neben Mikrofonen und Lautsprechern auch eine Kamera und weitere Sensoren zur Umgebungserfassung enthalten soll. Bemerkenswert bleibt die Angabe zu beweglichen Teilen im Gerät, deren konkreter Zweck selbst im Ursprungsbericht als rätselhaft beschrieben wird – möglicherweise im Zusammenspiel mit Lichtsignalen, um Interaktionen anzuzeigen. Laut einem Bericht will OpenAI den Speaker zudem als möglichen Ersatz für das Smartphone positionieren, funktional ähnlich dem ChatGPT-Sprachmodus in den mobilen Apps, aber mit fortschrittlicheren Modellen für ein menschenähnlicheres Interaktionserlebnis.
Neu: OpenAI soll Apple-Geschäftsgeheimnisse ausgeschlossen haben
Neu in der aktuellen Berichterstattung ist eine Angabe zum Verhältnis des Projekts zur laufenden Apple-Klage: OpenAI habe demnach nach Bekanntwerden der Klage eine interne Prüfung durchgeführt und dabei laut den anonymen Bloomberg-Quellen festgestellt, dass der Speaker keine Apple-Geschäftsgeheimnisse verwendet. Wichtig zur Einordnung: Es handelt sich um eine unternehmensinterne, für OpenAI naturgemäß günstige Einschätzung aus einer Kette anonymer Insiderquellen – nicht um eine gerichtliche Feststellung und nicht um eine öffentliche OpenAI-Stellungnahme. Der tatsächliche Ausgang der von Apple vor einem Bundesgericht in Nordkalifornien eingebrachten Klage wegen mutmaßlichen Diebstahls von Geschäftsgeheimnissen ist davon unabhängig und bleibt offen.
Was die neuen Details – und was sie nicht – klären
Die neue Berichterstattung konkretisiert vor allem zwei der bislang offenen Punkte: die Preisspanne, die bereits zuvor berichtet wurde und nun mehrfach bestätigt erscheint, sowie zusätzliche Ausstattungsmerkmale wie Kamera und Sensoren. Beides bleibt jedoch eine Insiderangabe ohne offizielle Bestätigung durch OpenAI – Akkulaufzeit und finale technische Spezifikationen sind weiterhin unbekannt.
Auch die übrigen offenen Punkte aus dem bisherigen Bericht sind durch diese Wendung nicht geklärt: Die Rolle von Jony Ive und dessen Studio LoveFrom bei diesem konkreten Gerät wird zwar erneut berichtet, aber weiterhin nicht offiziell von OpenAI bestätigt. Ebenso bleibt der für 2027 genannte Marktstart eine Einschätzung aus dem Bericht („likely“), kein von OpenAI kommuniziertes Datum. Die neue Angabe zur internen Prüfung bezüglich Apples Geschäftsgeheimnissen ändert am eigentlichen Verfahrensstand der Klage nichts – sie ist lediglich eine zusätzliche, unternehmensinterne Einschätzung, die über dieselbe Berichtskette in die Öffentlichkeit gelangt ist.
Vorgeschichte
Wie im bisherigen Bericht zum Thema dargestellt, hatte OpenAI mit „Codex Micro“ bereits ein erstes tatsächlich erhältliches Hardware-Produkt veröffentlicht – eine für rund 230 US-Dollar verkaufte Mini-Tastatur zur Steuerung von KI-Coding-Agenten, die binnen Stunden ausverkauft war. Der hier behandelte Smart Speaker ist dagegen weiterhin nicht auf dem Markt und beruht ausschließlich auf Medienberichten mit anonymen Quellen. Ebenfalls bereits berichtet ist die Klage, mit der Apple OpenAI am 10. Juli 2026 vor einem Bundesgericht in Nordkalifornien wegen mutmaßlichen Diebstahls von Geschäftsgeheimnissen konfrontiert hat und dem Unternehmen ein systematisches Vorgehen vorwirft. Neu hinzugekommen ist in der aktuellen Berichterstattung lediglich die – unbestätigte – Angabe, OpenAI habe intern geprüft und für sich festgestellt, davon nicht betroffen zu sein; am eigentlichen Verfahrensstand des Rechtsstreits selbst hat sich laut den aktuell vorliegenden Quellen nichts geändert.
