Im Kartellstreit um die rund 110 Milliarden Dollar schwere Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount Skydance zeichnet sich eine Wende ab: Paramount hat sich mit der von Kalifornien angeführten Koalition von zwölf US-Bundesstaaten geeinigt, die den Deal per Kartellklage stoppen wollten. Der kalifornische Generalstaatsanwalt Rob Bonta bestätigte laut mehreren übereinstimmenden Medienberichten die zentralen Eckpunkte: Ein neues redaktionelles Aufsichtsgremium soll künftig die Unabhängigkeit der Nachrichtensender CNN und CBS News sichern, einem Bloomberg-Bericht zufolge soll es ausschließlich aus Journalistinnen und Journalisten bestehen – diese Detailangabe ist bislang aber nur einfach belegt. Daneben bekräftigte Paramount die Zusage, in den ersten zwei Jahren nach der Fusion jährlich 30 Filme in die Kinos zu bringen, danach für drei Jahre jeweils 32. Als Hintergrund für den Zeitdruck gilt eine bereits bekannte Klausel: Ab Oktober wird eine tägliche Ausgleichszahlung von sieben Millionen Dollar an die Warner-Aktionäre fällig, falls die Übernahme bis dahin nicht abgeschlossen ist.
Parallel dazu hat auch die Drehbuchautoren-Gewerkschaft WGA ihre gesonderte Klage fallengelassen. Sie bestätigte gegenüber Fachmedien eine eigene Einigung mit Paramount, die unter anderem 17,5 Millionen Dollar für einen Gesundheitsfonds sowie eine mehrjährige Zusage gegen fusionsbedingte Entlassungen bei CBS News vorsieht. Paramount-Chef David Ellison äußerte sich laut übereinstimmenden Berichten zufrieden über die gefundene Lösung mit Generalstaatsanwälten und Gewerkschaft.
Wie im bisherigen Bericht zur Warner-Bros.-Übernahme dargestellt, war der Prozess zur Kartellklage der Bundesstaaten zuletzt auf den 2. März 2027 angesetzt. Ob dieser durch die Einigung nun vollständig entfällt, lässt sich aus den vorliegenden Quellen nicht abschließend klären. Auch zu Warner Bros. Discovery selbst sowie zur genauen Zusammensetzung und Durchsetzungsbefugnis des neuen Aufsichtsgremiums für CNN und CBS News liegen bislang keine unabhängig bestätigten Details vor.
Einigung nach monatelangem Streit
Im Kartellstreit um die rund 110 Milliarden Dollar schwere Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount Skydance zeichnet sich eine Wende ab: Paramount hat sich mit der von Kalifornien angeführten Koalition von zwölf US-Bundesstaaten geeinigt, die den Deal mit einer Kartellklage stoppen wollten. Der kalifornische Generalstaatsanwalt Rob Bonta bestätigte laut mehreren übereinstimmenden Medienberichten die zentralen Eckpunkte der Vereinbarung. Damit hätte Paramount eine der letzten großen rechtlichen Hürden für den Zusammenschluss ausgeräumt – auch wenn nicht restlos geklärt ist, ob wirklich alle beteiligten Staaten die Einigung in vollem Umfang mittragen.
Was die Vereinbarung vorsieht
Kernstück der Einigung ist laut den vorliegenden Berichten ein neues redaktionelles Aufsichtsgremium, das die Unabhängigkeit der Nachrichtensender CNN und CBS News gegenüber dem fusionierten Konzern absichern soll. Einem Bericht von Bloomberg zufolge soll dieses Gremium ausschließlich aus Journalistinnen und Journalisten bestehen, Managerinnen und Aktionären dagegen verschlossen bleiben – diese Detailangabe stützt sich bislang auf eine einzelne Quelle und ist nicht unabhängig gegenbestätigt. Daneben bekräftigte Paramount frühere Zusagen zur Filmproduktion: In den ersten zwei Jahren nach der Fusion sollen jährlich mindestens 30 Filme in die Kinos kommen, in den folgenden drei Jahren jeweils 32. Als Hintergrund für den Zeitdruck auf Paramount gilt eine bereits zuvor bekannte Vertragsklausel: Ab Oktober wird eine tägliche Ausgleichszahlung von sieben Millionen Dollar an die Warner-Aktionäre fällig, sollte die Übernahme bis dahin nicht abgeschlossen sein.
Auch Drehbuchautoren-Gewerkschaft steigt aus
Parallel zur Einigung mit den Bundesstaaten hat auch die Drehbuchautoren-Gewerkschaft WGA ihre gesonderte Klage gegen die Fusion fallengelassen. Die Gewerkschaft bestätigte gegenüber Fachmedien eine eigene Vereinbarung mit Paramount, die unter anderem eine Zahlung von 17,5 Millionen Dollar in einen Gesundheitsfonds sowie eine mehrjährige Zusage vorsieht, bei CBS News keine fusionsbedingten Entlassungen von Autorinnen und Autoren vorzunehmen. Paramount-Chef David Ellison zeigte sich laut übereinstimmenden Berichten zufrieden darüber, mit den Generalstaatsanwälten und der WGA eine Lösung gefunden zu haben.
Vorgeschichte
Wie im bisherigen Bericht zur Warner-Bros.-Übernahme dargestellt, hatte eine US-Bezirksrichterin den Deal im Juli 2026 zunächst per einstweiliger Verfügung gestoppt, während die EU-Kommission die Übernahme bereits unter Auflagen genehmigt hatte. Der Prozess zur Kartellklage der Bundesstaaten war zuletzt auf den 2. März 2027 angesetzt worden. Die jetzt gemeldete Einigung würde diesen Teil des rechtlichen Tauziehens beenden, ohne dass es zu einem Urteil kommt.
Was weiterhin offen ist
Unklar bleibt anhand der vorliegenden Quellen, ob mit der Einigung der für 2. März 2027 angesetzte Kartellprozess tatsächlich vollständig entfällt oder ob einzelne Verfahrensteile fortgesetzt werden. Warner Bros. Discovery selbst hat sich – wie schon zu den vorangegangenen Entwicklungen – bislang nicht öffentlich zur Einigung geäußert. Auch die genaue Zusammensetzung und die Durchsetzungsbefugnisse des neuen Aufsichtsgremiums für CNN und CBS News sind noch nicht im Detail bekannt, ebenso wenig, ob wirklich alle zwölf ursprünglich klagenden Bundesstaaten die Vereinbarung mittragen.

