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Sechs Wochen nach dem Doppel-Erdbeben vom 24. Juni hat Venezuela seine Opferbilanz erneut nach oben korrigiert: Parlamentspräsident Jorge Rodríguez teilte mit, dass inzwischen 6.125 Menschen ums Leben gekommen und fast 17.000 verletzt worden seien. Der Mitteilung ging Berichten zufolge eine rund zehntägige Pause bei offiziellen Aktualisierungen voraus, die zuletzt bekannte Zahl hatte bei 5.546 Toten gelegen. Eine unabhängige internationale Bestätigung dieser Zahl, etwa durch UNO oder Rotes Kreuz, liegt nicht vor.

Offen bleibt weiterhin, wie viele Menschen tatsächlich vermisst sind. Während der Gouverneur des Bundesstaats La Guaira laut Berichten von rund 1.400 Vermissten ausgeht, nennen Expertinnen und Experten laut ORF Schätzungen von bis zu 10.000 – eine offizielle Gesamtzahl gibt es weiterhin nicht. In den Trümmern wird laut ORF weiter nach Vermissten gesucht.

Wie im bisherigen Bericht auf Neue Nachrichten dargestellt, war die Opferzahl bereits einen Monat nach den Erdbeben auf über 5.000 gestiegen, während Venezuela parallel Zugriff auf 346 Millionen US-Dollar an IWF-Mitteln für den Wiederaufbau erhalten hatte. Zum aktuellen Stand dieser Gelder liegen keine neuen Informationen vor.

Zehn Tage Funkstille, dann ein Sprung auf über 6.000 Tote

Sechs Wochen nach dem Doppel-Erdbeben vom 24. Juni hat Venezuela seine Opferbilanz deutlich nach oben korrigiert. Parlamentspräsident Jorge Rodríguez teilte mit, dass inzwischen 6.125 Todesopfer registriert seien. Fast 17.000 Menschen seien zudem verletzt worden. Berichten zufolge war dieser Zahl eine rund zehntägige Pause bei offiziellen Aktualisierungen vorausgegangen – zuletzt hatte die bekannte Zahl bei 5.546 Toten gelegen. Die neue Bilanz bedeutet damit einen Sprung von mehreren Hundert weiteren Todesfällen innerhalb kurzer Zeit.

Eine unabhängige internationale Bestätigung dieser Zahl – etwa durch die UNO oder das Rote Kreuz beziehungsweise dessen internationalen Verband IFRC – liegt den vorliegenden Quellen zufolge nicht vor. Die Angabe stammt allein von der venezolanischen Nationalversammlung.

Vermisste: Zahlen zwischen 1.400 und 10.000

Eine der zentralen offenen Fragen aus der bisherigen Berichterstattung – wie viele Menschen tatsächlich noch vermisst werden – lässt sich mit der neuen Bilanz nicht klären, sondern wird eher noch unübersichtlicher. Laut Berichten geht der Gouverneur des besonders schwer betroffenen Bundesstaats La Guaira von rund 1.400 vermissten Personen aus. Nach ORF-Angaben schätzen Expertinnen und Experten die Zahl hingegen auf bis zu 10.000. Eine offizielle Gesamtzahl zu den Vermissten hat die Regierung weiterhin nicht veröffentlicht, auch Rodríguez nannte in seiner jüngsten Mitteilung keine Zahl dazu.

Die große Spannweite zwischen den Angaben lässt sich anhand der vorliegenden Quellen nicht auflösen. In den Trümmern wird laut ORF weiterhin gesucht.

Vorgeschichte

Wie im bisherigen Bericht auf Neue Nachrichten dargestellt, hatten zwei Erdbeben der Stärken 7,2 und 7,5 Venezuela am 24. Juni im Abstand von nur 39 Sekunden erschüttert. Rund einen Monat später war die Opferzahl bereits auf über 5.000 gestiegen, während Venezuela parallel Zugriff auf 346 Millionen US-Dollar aus eigenen Guthaben beim Internationalen Währungsfonds erhalten hatte, die laut Berichten für Wiederaufbau und Familienunterstützung vorgesehen sind. Über den aktuellen Stand dieser Mittel liegen keine neuen Informationen vor.