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Österreich steht laut Geosphere Austria weiterhin vor einer neuen Hitzewelle: Ab Mittwoch steigen die Temperaturen in allen Bundesländern deutlich über 30 Grad, mit Niederösterreich, Wien und dem Burgenland als Hotspots. Für Donnerstag gilt in weiten Teilen des Nordostens und Südens eine orange Hitzewarnung, für Freitag werden laut einem neueren Kurier-Bericht landesweit bis zu 39 Grad erwartet – ein aktueller Standard-Bericht bestätigt erneut Werte bis 38 Grad. In der Steiermark nennt die Kleine Zeitung Höchstwerte von bis zu 37 Grad, mit Freitag als voraussichtlich heißestem Tag.

Parallel dazu warnt die Österreichische Ärztekammer vor Gesundheitsrisiken für ältere Menschen, chronisch Kranke, Schwangere und Kleinkinder und rät unter anderem zu ausreichend Flüssigkeit, Abkühlung, hellem Gewand und dem Verzicht auf Anstrengung im Freien. Die Caritas hebt zusätzlich die soziale Dimension hervor: Menschen ohne kühlen Rückzugsort, Obdachlose und Menschen mit geringem Einkommen tragen laut Präsidentin Nora Tödtling-Musenbichler ein deutlich höheres Gesundheitsrisiko. Die Organisation betreibt dafür nach eigenen Angaben unter anderem in Wien und Niederösterreich rund 24 Klimaoasen mit über 500 Freiwilligen sowie Streetwork-Angebote für Obdachlose – wobei die Caritas zugleich um Spenden und Unterstützung wirbt. Auch die Gewerkschaft Bau-Holz ist laut eigener Aussendung wieder auf Baustellen unterwegs, um über Hitzeschutz zu informieren; Details dazu liegen bislang nur als Titel vor. Kurier und Die Presse berichten zudem über die Waldbrandgefahr, wobei Die Presse betont, dass eine Hitzewelle allein noch keinen Waldbrand auslöse – auch hier ist der Inhalt bislang nur über den Titel bekannt.

Auch der Rest Europas ist betroffen: Italien erlebt Medienberichten zufolge bereits seine vierte Hitzewelle des Sommers, mit Werten zwischen 35 und 40 Grad, die bis mindestens 10. August andauern könnte – begleitet von sinkenden Pegeln der norditalienischen Seen und Trockenheit in der Po-Ebene. Auf der Iberischen Halbinsel werden über 40 Grad erreicht, in Südfrankreich soll es laut Météo-France am Mittwoch ähnliche Werte geben, was mit den dortigen Waldbränden in Verbindung gebracht wird. Kroatien steuert laut dem Wetterdienst DHMZ auf bis zu 40 Grad am Wochenende zu, in Süddeutschland und Ungarn zieht die Hitze laut ORF ebenfalls an. Kühler bleibt es in Nordeuropa, etwa in Kopenhagen und Stockholm mit rund 20 bis 23 Grad.

Was passiert ist

Österreich steht laut Geosphere Austria weiterhin vor einer neuen Hitzewelle. Bereits am Sonntag hatte die staatliche Wetterinstitution für die zweite Wochenhälfte Höchstwerte bis 38 Grad angekündigt; ein neuerer Bericht vom Dienstag beziffert den Spitzenwert für Freitag inzwischen mit bis zu 39 Grad, ein Standard-Bericht vom 29. Juli bestätigt erneut Werte bis 38 Grad. Nach Angaben mehrerer österreichischer Medien – darunter DER STANDARD, Die Presse, Kurier und Kleine Zeitung – gelangt sehr heiße Luft aus Nordafrika über Südwesteuropa bis zu den Alpen, wodurch die Temperaturen in den kommenden Tagen kräftig ansteigen. In allen Bundesländern wird die 30-Grad-Marke deutlich überschritten, als Hotspots gelten Niederösterreich, Wien und das Burgenland. Parallel dazu rufen Ärztekammer und Caritas bereits im Vorfeld zu Hitzeschutz auf und warnen vor Gesundheitsrisiken für besonders gefährdete Gruppen.

Der Verlauf der Woche in Österreich

Nach einem wechselhaften Wochenbeginn mit Sonne, Wolken und einzelnen Schauern steigen die Temperaturen im Lauf der Woche kontinuierlich an. Bereits am Dienstag werden erste Werte über 30 Grad erreicht. Ab Mittwoch beginnt laut Geosphere Austria die eigentliche Hitzewelle mit Tageshöchstwerten zwischen 29 und 36 Grad. Ab Donnerstag sind die Gebiete im Nordosten und Süden Österreichs bereits mit einer orangen Hitzewarnung gekennzeichnet, der zweithöchsten Warnstufe. Für Freitag, den bislang heißesten Tag, werden landesweit bis zu 39 Grad erwartet – nahezu das gesamte Land ist dann orange markiert. Regional zeichnet sich ein etwas moderateres Bild ab: Für die Steiermark nennt die Kleine Zeitung Höchstwerte von bis zu 37 Grad, wobei ebenfalls Freitag als heißester Tag der Woche gilt. Diese regionalen Werte stammen bislang jeweils nur aus einzelnen Medienberichten und sind nicht durch eine zweite unabhängige Quelle im selben Detail bestätigt.

Gesundheitswarnung: Wer besonders gefährdet ist

Die Österreichische Ärztekammer ruft angesichts der bevorstehenden Temperaturspitzen dazu auf, die Gefahren der Hitze ernst zu nehmen. Präsident Johannes Steinhart nennt insbesondere ältere Menschen, Personen mit Vorerkrankungen wie Diabetes oder Bluthochdruck sowie Schwangere, Säuglinge und Kleinkinder als besonders gefährdet. Die Kammer empfiehlt unter anderem, an heißen Tagen mindestens zwei Liter Wasser zu trinken, sich etwa mit einem feuchten Tuch auf Kopf und Nacken abzukühlen, helle und luftige Kleidung zu tragen, körperliche Anstrengung im Freien zu vermeiden, auf Alkohol zu verzichten, Wohn- und Arbeitsräume tagsüber abzudunkeln und nachts zu lüften sowie regelmäßig nach älteren, kranken oder alleinlebenden Personen zu sehen. Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder unter blutdrucksenkenden beziehungsweise entwässernden Medikamenten sollten zudem ihren Blutdruck regelmäßig kontrollieren. Diese Angaben stammen bislang aus einem einzelnen Kurier-Bericht mit Zitaten der Ärztekammer; eine eigene Aussendung der Kammer wurde nicht direkt eingesehen.

Soziale Dimension: Caritas-Hilfe für Menschen ohne kühlen Rückzugsort

Neben der gesundheitlichen betont die Caritas auch die soziale Seite der Hitze. Präsidentin Nora Tödtling-Musenbichler weist darauf hin, dass Hitze nicht alle Menschen gleich trifft: Wer keinen kühlen Rückzugsort habe, auf der Straße lebe oder in einer überhitzten Wohnung ausharren müsse, trage ein deutlich höheres Gesundheitsrisiko. Diese Einschätzung deckt sich sowohl mit einem Kurier-Bericht als auch mit der eigenen Presseaussendung der Caritas. Je nach Bundesland bietet die Organisation dafür unterschiedliche Hitzeschutz-Angebote an: Klimaoasen und kühle Aufenthaltsorte in Pfarren und Caritas-Einrichtungen, die Versorgung obdachloser Menschen mit Trinkwasser und Sonnenschutz sowie Beratung und Nachbarschaftsinitiativen für ältere und alleinlebende Menschen. Laut eigenen Angaben der Caritas sind allein in Wien und Niederösterreich rund 24 solcher Klimaoasen mit mehr als 500 Freiwilligen im Einsatz, zusätzlich sind Streetwork-Teams unterwegs, die Wasser, Sonnencreme, Kopfbedeckungen und Kühldecken an obdachlose Menschen verteilen. Die Caritas weist zugleich darauf hin, dass sie für die Aufrechterhaltung dieser Angebote auf Spenden und Freiwillige angewiesen ist – ein Hinweis, der Teil des eigenen Spendenaufrufs der Organisation ist und entsprechend eingeordnet werden sollte.

Hitzeschutz auf Baustellen

Auch am Bau ist die neue Hitzewelle Thema: Die Gewerkschaft Bau-Holz (GBH) teilt in einer eigenen Presseaussendung mit, im Zuge der aktuellen Hitzewelle erneut österreichweit auf Baustellen unterwegs zu sein, um Arbeiterinnen und Arbeiter vor Ort zu informieren. Das reiht sich laut Recherche in eine bereits seit Juni laufende Serie von GBH-Aussendungen zu Hitzetagen am Bau ein. Über den genauen Inhalt der aktuellen Aussendung – etwa konkrete Forderungen oder Zahlen zu den laufenden Aktionen – liegt bislang nur der Titel vor, ein Volltext wurde nicht eingesehen.

Waldbrandrisiko

Parallel zur Hitzewelle berichtet der Kurier, dass auch die Waldbrandgefahr in Österreich steige. Die Presse ordnet die Lage in Südeuropa unter Berufung auf Fachleute vorsichtiger ein und weist darauf hin, dass eine Hitzewelle allein noch keinen Waldbrand verursache. Zu beiden Artikeln liegt bislang lediglich der Titel vor; konkrete Einschätzungen, Zahlen oder Expertenzitate aus den Volltexten konnten im Rahmen dieser Recherche nicht eingesehen werden, weshalb hier keine weitergehenden Aussagen getroffen werden.

Italien: bereits die vierte Hitzewelle des Sommers

Auch in Italien verschärft sich die Lage. Ab Mittwoch werden dort laut Kurier und Kleine Zeitung Temperaturen um 40 Grad erwartet, die bis in den Mittsommer beziehungsweise laut Kurier bis mindestens 10. August andauern könnten – es wäre bereits die vierte Hitzewelle des Landes in diesem Sommer. Die anhaltende Hitze, kombiniert mit Tropennächten und Trockenheit, erhöht laut diesem Bericht die Gesundheitsrisiken vor allem für ältere Menschen und verschärft die Lage in der Landwirtschaft: Die Pegel der norditalienischen Seen sinken, in der Po-Ebene verschärft sich die Wasserknappheit für die Bewässerung. Diese Angaben stammen bislang im Wesentlichen aus einem einzelnen Kurier-Artikel; eine unabhängige zweite Quelle im selben Detail liegt nicht vor.

Die Lage in Europa

Ganz Europa ist derzeit von Extremwerten geprägt, wie ein Kurier-Bericht unter Berufung auf mehrere nationale Wetterdienste schildert. Auf der Iberischen Halbinsel werden demnach mehr als 40 Grad erreicht, knapp darunter liegen die Werte in Südfrankreich und Teilen Italiens. Laut dem französischen Wetterdienst Météo-France soll der Südwesten Frankreichs am Mittwoch Spitzenwerte von bis zu 40 Grad verzeichnen – ein Faktor, der laut dem Bericht auch mit den aktuellen Waldbränden in der Region in Verbindung steht. Auch Kroatien steuert laut dem nationalen Wetterdienst DHMZ auf eine neue Hitzewelle mit Höchstwerten bis 40 Grad am Wochenende zu, wofür eine orange Warnung ausgegeben wurde. Zum Wochenende hin soll die Hitze laut ORF auch in Süddeutschland und Ungarn zulegen. Abkühlung findet sich hingegen in Nordeuropa: In Kopenhagen liegen die Werte diese Woche zwischen 20 und 23 Grad, in Stockholm zwischen 21 und 23 Grad. Diese europäische Gesamtschau stammt aus einem einzelnen Medienbericht und wurde bislang nicht durch weitere unabhängige Quellen im selben Detail bestätigt.

Einordnung: mitten in den Hundstagen

Die aktuelle Hitzewelle fällt in die sogenannten Hundstage, den Zeitraum vom 23. Juli bis 23. August, der nach traditionellem Verständnis als heißeste Phase des Jahres gilt. Die für Mittwoch bis Freitag erwarteten Höchstwerte reihen sich damit in ein für diese Jahreszeit typisches, wenn auch besonders intensives Hitzemuster ein, das sich in dieser Woche gleichzeitig über weite Teile Europas erstreckt. Dass Ärztekammer, Caritas und Gewerkschaft nun parallel mit Warnungen und Schutzangeboten reagieren, zeigt, dass die gesundheitlichen und sozialen Folgen solcher Hitzeperioden zunehmend Teil der öffentlichen Debatte sind.

Was unklar bleibt

Offen ist weiterhin, wie lange die Hitzephase über das Wochenende hinaus anhält, wann die nächste Abkühlung folgt und ob dabei einzelne Tages- oder Monatsrekorde in Österreich oder Italien erreicht werden. Auch die Detailangaben zum Wetter – der Spitzenwert von 39 Grad für Freitag, die Steiermark-Prognose sowie die Zahlen zu Italien, der Iberischen Halbinsel, Frankreich und Kroatien – stammen bislang jeweils nur aus einzelnen Medienberichten und sind nicht durch eine zweite unabhängige Quelle im selben Detail bestätigt. Neu hinzugekommen sind offene Fragen zur gesundheitlichen und sozialen Seite: Wie viele hitzebedingte Gesundheitsnotfälle in Österreich tatsächlich auftreten, wie stark die Caritas-Angebote in Anspruch genommen werden und wie sich die Waldbrandgefahr in Österreich konkret entwickelt, ist derzeit nicht bekannt. Eine direkt eingesehene Original-Aussendung von Geosphere Austria, Météo-France, dem kroatischen Wetterdienst DHMZ oder der Ärztekammer liegt weiterhin nicht vor.